Hallo zusammen
Ich studiere aktuell im 5. Semester an der PH und bilde mich zum Oberstufenlehrer aus (Schweiz). Insgesamt dauert mein Studium neun Semester. Eigentlich lĂ€uft es bisher ziemlich gut, trotzdem mache ich mir Gedanken ĂŒber meine berufliche Zukunft und wĂŒrde gerne eure Meinung hören.
Wie ich zur PH gekommen bin
Eigentlich wollte ich schon vor der PH Informatik studieren. Ich hatte allerdings ziemlich schlechte Erfahrungen mit der ETH gemacht und dadurch eine gewisse Hemmung, nochmals ein Informatikstudium anzufangen. Da ich mir Lehrersein ebenfalls gut vorstellen konnte, habe ich mich schliesslich fĂŒr die PH entschieden.
Bis jetzt lĂ€uft das Studium wirklich gut. Abgesehen von Praktika und PrĂŒfungsphasen ist der Aufwand meistens ĂŒberschaubar. Die bisherigen PrĂŒfungen habe ich ohne grosse Schwierigkeiten bestanden, und insgesamt empfinde ich das Studium als ziemlich entspannt.
Allerdings kann ich mir momentan nur schwer vorstellen, bis zur Pensionierung als Lehrer zu arbeiten. Ich möchte mir deshalb gerne eine weitere berufliche Option aufbauen.
Warum mich Informatik immer noch beschÀftigt
Obwohl ich selbst nicht besonders gut im Programmieren bin und mir das Coden teilweise schwerfÀllt, vermisse ich Informatik irgendwie. Das Interesse war schon vor der PH da und ist nie ganz verschwunden.
Ich könnte mir deshalb vorstellen, langfristig in der Informatik zu arbeiten. Dabei geht es mir nicht darum, einfach irgendeinen IT-Job zu bekommen. TĂ€tigkeiten wie ICT-Support oder Service Desk reizen mich eher weniger. Ich wĂŒrde gerne eine fundierte Ausbildung machen, mit der ich mir auch anspruchsvollere berufliche Möglichkeiten eröffnen kann.
Ein Informatikstudium wĂŒrde ich deshalb gerne irgendwann machen.
Meine aktuelle Ăberlegung
Da ich bereits im fĂŒnften von insgesamt neun Semestern bin, ĂŒberlege ich mir, im sechsten Semester zusĂ€tzlich ein Informatik-Fernstudium an der FernUniversitĂ€t in Hagen zu beginnen.
Mein Gedanke wĂ€re, beide StudiengĂ€nge parallel zu absolvieren und zunĂ€chst meinen PH-Abschluss zu machen. So hĂ€tte ich spĂ€ter zwei berufliche Möglichkeiten und mĂŒsste nicht mein bisheriges Studium abbrechen.
Als Alternative habe ich mir die Fernfachhochschule Schweiz (FFHS) angeschaut. Soweit ich weiss, lÀsst sich dort ein entsprechendes duales Studium in meiner Situation nicht so umsetzen, wie ich es mir vorstelle.
Ich frage mich allerdings, ob es sinnvoll ist, bereits wÀhrend der PH mit dem Informatikstudium anzufangen, oder ob ich besser zuerst die PH abschliessen und spÀter neben der Arbeit studieren sollte.
Meine Fragen an euch
Ist es sinnvoll, im sechsten Semester ein Informatik-Fernstudium parallel zur PH zu beginnen, oder ĂŒberstĂŒrze ich damit etwas?
WĂŒrdet ihr an meiner Stelle zuerst die PH abschliessen und danach neben dem Lehrerberuf Informatik studieren?
Hat jemand Erfahrungen mit der FernUniversitÀt in Hagen, insbesondere mit dem Informatikstudium?
Wie hoch ist der tatsÀchliche Zeitaufwand, und wie gut lÀsst sich das Studium neben einem anderen Studium oder Beruf bewÀltigen?
Kennt ihr andere gute FernuniversitĂ€ten oder Studienmöglichkeiten, die fĂŒr jemanden mit Wohnsitz in der Schweiz infrage kommen?
WĂŒrdet ihr eher ein vollstĂ€ndiges Informatikstudium oder eine Informatikerausbildung empfehlen, wenn das Ziel eine langfristige Karriere in der Informatik und nicht im IT-Support ist?
Wie wĂŒrdet ihr meine Situation insgesamt einschĂ€tzen? Ist es vernĂŒnftig, mir jetzt schon eine zweite berufliche Option aufzubauen, oder sollte ich mich erst einmal auf die PH konzentrieren?
Mir ist bewusst, dass ein Informatikstudium anspruchsvoll ist und ich nicht einfach davon ausgehen kann, dass es genauso entspannt wird wie die PH. Gleichzeitig denke ich, dass ich die aktuelle Situation nutzen könnte, solange ich noch studiere und spÀter nicht zusÀtzlich zum Beruf ein komplettes Studium stemmen muss.
Ich freue mich besonders ĂŒber ehrliche Meinungen und Erfahrungsberichte von Leuten, die in der Schweiz leben und selbst ein Fernstudium in Informatik absolviert haben oder gerade absolvieren.
Vielen Dank!