r/Digital_Streetwork • • Nov 18 '25

Willkommen bei r/Digital_Streetwork

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Herzlichen Willkommen im Sub Digital Streetwork Bayern 

Dieser Sub ist für Alles, was mit der Unterstützung von jungen Menschen (14-27 Jahre) in digitalen Räumen, Online-Beratung sowie dem Projekt Digital Streetwork Bayern zusammenhängt.  

Was wir machen:

Digital Streetwork Bayern bietet jungen Menschen online, niedrigschwellige, vertrauliche, anonyme und kostenlose Unterstützung. Wir sind da, um: 

  • Fragen, Sorgen oder Probleme vertraulich (in Chats) zu besprechen, z. B. zu psychischer Gesundheit, Schule, Ausbildung, Freundschaften, Konflikten, Geschlecht und Sexualität, Zukunftsgestaltung usw.
  • Hilfe beim Vermitteln und Anbinden an weitere Anlaufstellen (z.B. Therapie, Beratungen, Selbsthilfegruppen usw.)
  • Informationen, Tipps und Ressourcen zu Themen wie Alltagsbewältigung, Mobbing, Sucht, Cybergewalt u.v.m. zugänglich zu machen. 
  • Einen möglichst sicheren Raum zu bieten, in dem Jugendliche und junge Erwachsene sich austauschen, gegenseitig unterstützen und sich vernetzen können.
  • Ideen und Wünsche, die ihr z.B. für den Subreddit oder unsere sonstige Arbeit habt, wenn möglich, einbinden und verwirklichen.

Unsere Rahmenbedingungen 

  • Altersgrenze: Unser Angebot richtet sich an Jugendliche und junge Erwachsene von 14 bis 27 Jahre. 
  • Region: Wir unterstützen primär Menschen, die in Bayern leben oder dort erreichbar sind. 
  • Erreichbarkeit: Wir sind nicht 24/7 online, posten aber regelmäßig Inhalte, beantworten Fragen und vermitteln bei Bedarf an Fachstellen weiter. 
  • Art des Angebots: Digitale Beratung, Begleitung und Information – keine akute Krisenintervention.
  • Wir sind ausgebildete Fachkräfte - Sozialpädagog:innen und eine Medienwisschaflterin - wir sind keine Therapeut:innen - bitte bedenkt das.

Was du posten kannst 

Poste alles, was dich bewegt, wozu du Unterstützung möchtest oder wozu du Fragen hast, bei dem wir dir oder die Community helfen könnte. Gerne auch Sachen, die für die Community interessant, hilfreich oder inspirierend sind.

Unsere Community ist ein Raum für echte Erfahrungen, Fragen und Austausch über das, was Jugendliche und junge Erwachsene beschäftigt. Dazu gehören z.B.:

Eigene Fragen oder Erfahrungen aus dem Alltag 

  • Schule, Ausbildung, Job, Praktika
  • Freundschaften, Beziehungen, Konflikte in der Familie 
  • Freizeit, Hobbys, Gaming, Sport oder kreative Projekte 

 

Tipps, Tools oder Strategien, die dir helfen, Herausforderungen zu meistern 

  • Stressbewältigung, Motivation oder Organisation 
  • Umgang mit Konflikten, Cybermobbing oder Gruppendruck 
  • Digitale Tools, Apps oder Online-Ressourcen, die deinen Alltag erleichtern 

 

Diskussionen über Themen, die junge Menschen betreffen 

  • Mentale Gesundheit, Ängste, Sorgen oder Belastungen 
  • Identität, Selbstfindung, Coming-out oder Diversität 
  • Gesellschaftliche Themen, Politik, Umwelt, digitale Trends 

Bitte beachte:

Schwere Themen wie Suizid, Selbstverletzung oder Gewalterfahrungen dürfen angesprochen werden, aber mit Achtsamkeit und Respekt und dem nötigen Hinweis auf Trigger. 

  • Poste keine akuten Notfälle – wenn du oder eine andere Person sofortige Hilfe braucht, wende dich bitte an Krisentelefone, Online-Beratung oder den Notruf. 
  • Die Community ist ein Ort für Unterstützung, Austausch und Tipps, keine Notfall-Intervention. 

Community-Atmosphäre 

Bei uns dreht sich alles um ein freundliches, konstruktives und inklusives Miteinander. Wir möchten, dass sich jede*r sicher fühlt, etwas zu teilen und Unterstützung zu erhalten. Die Community ist ein Raum für Austausch, gegenseitiges Lernen und Vernetzung – digital, niedrigschwellig und respektvoll. 

Danke, dass du Teil der Community bist. Lass uns r/Digital_Streetwork gemeinsam zu einem Ort machen, an dem Jugendliche und junge Erwachsene in Bayern online Rat, Hilfe und Austausch finden. 

Mehr Infos zu unserem Angebot findest du auf Digital Streetwork Bayern – Fachkräfte & Jugendliche. 

 

Wichtig - Wir sind kein Krisendienst:

Wir sind keine Krisenstelle und nicht rund um die Uhr erreichbar. In akuten Notlagen wende dich bitte direkt an professionelle Notdienste. 

Was tun bei akuten Krisen? 

Wenn du dich in einer akuten Krise befindest, dich selbst oder andere Menschen gefährdet siehst, wende dich bitte sofort an professionelle Hilfe: 

Krisentelefone

  • Viele Regionen und Städte bieten spezielle Krisentelefone für akute Probleme. 
  • Beispiele: Krisendienste Bayern, Berliner Krisendienst, Krisendienst Frankfurt. 
  • Tipp: Suche nach „Krisendienst + deine Region“, um passende Angebote in deiner Nähe zu finden. 

Krisenchat 

  • Für Jugendliche und junge Erwachsene bis 25 Jahre. 
  • Chatberatung durch geschulte Ehrenamtliche und Fachkräfte. 
  • Hilft bei akuten Krisen, psychischen Problemen, Stress oder familiären Konflikten. 

Nummer gegen Kummer – Onlineberatung 

  • Speziell für Kinder, Jugendliche und Eltern. 
  • Bietet Online-Chats und E-Mail-Beratung bei Problemen wie Schule, Familie, Cybermobbing oder psychischer Belastung. 
  • Anonym und vertraulich. 

Juuuport 

  • Jugendcommunity für digitale Beratung. 
  • Ehrenamtliche beraten bei Problemen rund um Schule, Cybermobbing, soziale Medien oder persönliche Krisen. 

TelefonSeelsorge – Chat 

  • Online-Chat für akute seelische Krisen. 
  • Auch wenn es keine Notlage ist, kannst du hier über Sorgen und Probleme sprechen. 
  • 24/7 erreichbar. 

Psychiatrische Notaufnahmen 

  • In akuten Fällen können psychiatrische Kliniken oder Notaufnahmen die notwendige Unterstützung bieten. 
  • Suche hierfür „dein Wohnort + Psychiatrie“, um Anlaufstellen in deiner Nähe zu finden. 

Notruf 

Bei akuter Selbst- oder Fremdgefährdung wähle sofort 112 (Notruf) oder 110 (Polizei). 

 


r/Digital_Streetwork • • Jul 07 '26

Info Aktuelle Teamvorstellung

15 Upvotes

Hey liebe Leute, 

es gibt Neuigkeiten:

Unser Team, hier auf Reddit, hat sich verändert. Deswegen hier eine geupdatete Vorstellung, von allen unseren Kolleg:innen, die ihr hier auf Reddit erreicht.
Falls ihr Fragen, Wünsche oder Anregungen habt, dann könnt ihr uns allen, gerne eine Nachricht schreiben. 

 
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u/steffi_dsw 

Steffi ist staatlich anerkannte Sozialarbeiterin und hat, bevor sie das Team von Digital Streetwork ergänzte, zwei Jahre in einer Streetwork-Einrichtung mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen zusammengearbeitet. In dieser Zeit hat sie viele verschiedene Themenbereiche wie beispielsweise die Arbeit mit suchtmittelkonsumierenden jungen Menschen kennenlernen dürfen. Vor ihrem Studium hat sie eine Ausbildung zur Speditionskauffrau absolviert. 
Ihre Freizeit verbringt Steffi am liebsten mit ihren Freund:innen, ihrem Hund oder ihrer Familie. Sie geht gerne ins Kino und ins Fitnessstudio. Zudem singt Steffi und spielt Klavier.  

Hier ist Steffi’s Linktree: https://linktr.ee/steffi_digitalstreetwork 

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u/Katha_DSW

Katha ist ebenfalls staatlich anerkannter Sozialarbeiter, hat sozialarbeiterisch bereits in der offenen Kinder- und Jugendarbeit und in der Studienfachberatung gearbeitet. Während seines Studiums hat er sich auf Jugend(sozial)arbeit, Soziale Arbeit mit Medien sowie auf Identität, Sexualität und Geschlecht fokussiert. In seiner Freizeit spielt er unter anderem gerne Gitarre, ist ebenfalls ein großer Videospiel-Fan (vor allem Survival-, Horror- und Story-Based-Games) und ist außerdem sehr brettspielbegeistert. 

Hier sind Katha's Kontaktdaten: https://tapni.com/katha

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u/nando_dsw

Nando ist staatlich anerkannter Sozialarbeiter, hat aber auch eine Ausbildung als Versicherungskaufmann gemacht, und kennt sich daher gut mit Versicherungen aus. Er hat außerdem lange bei einer Suchtberatungsstelle sowie in der offenen Kinder- und Jugendarbeit gearbeitet und besitzt deswegen viele Kompetenzen in diesem Bereich. In seiner Freizeit zockt er gerne diverse Spiele (DotA, Borderlands, Darksiders, CIV u.v.m.), wobei er auch mal gerne Retro-Games daddelt. Ansonsten ist er ein begeisterter Hobby-Koch mit einer Liebe zur italienischen Küche. 

Hier sind Nando's Kontaktdaten: https://tapni.com/nandodsw

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u/luisa_dsw

Luisa ist professionelle Beraterin und hat ein Studium in der Medienwissenschaft abgeschlossen. Sie ist deswegen Profi bei allem was Medien angeht. Vor allem E-Sport und Gaming sind ihre Steckenpferde, da sie auch in ihrer Freizeit gerne zockt. Ansonsten engagiert sie sich auch ehrenamtlich im Verein und der Jugendarbeit, ist aber auch gerne mal auf Festivals oder Konzerten unterwegs. Sie hat außerdem eine Katze namens Luna. 

Hier geht es zu Luisa's Linktree: https://linktr.ee/luisa_digitalstreetwork

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Der Hauptaccount (u/digital_streetwork) ist ebenfalls unkompliziert für euch da. Dort sind wir am Besten zu erreichen. 

 


r/Digital_Streetwork • • 15h ago

Ich wünsche mir Feedback An die, die Opfer von Raub wurden: Wie geht ihr damit um und was hat euch geholfen?

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Es ist jetzt schon 1 Jahr her und trotzdem fällt es mir schwer in der Dunkelheit alleine zu spazieren oder abends zu schlafen. Im Vergleich zu vorher gehe ich kaum noch raus. Im Sommer war es deutlich einfacher aber die kalte Jahreszeit bringt die Erinnerungen zurück. Therapie hilft auch nicht so wirklich.
Wie lang hat es bei euch gedauert, um sich davon zu erholen und was hat euch wirklich geholfen?
Konntet ihr zu eurem ,Zustand vor der Tat' zurückkehren?
Ich habe vor kurzem imaginary rescripting mit meiner Therapeuting versucht und kurz danach ging es mir auch besser aber wie effektiv das langfristig wirklich wirkt weiss ich nicht. Ich habe Angst dass es sich zu einem Wahn entwickeln wird weil meine Sicherheits- und Kontrollbedürfnisse sich massivst verstarkt haben.


r/Digital_Streetwork • • 1d ago

Halbvoller Mittwoch Halbvoller Mittwoch

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Willkommen zu unserem regelmäßigen Community-Dankbarkeitstagebuch!

Jeden zweiten Mittwoch ist hier Platz für das, was gut lief. Die kleinen und großen Momente, die dir positiv in Erinnerung geblieben sind.

Ein Dankbarkeitstagebuch bedeutet im Grunde, sich bewusst einen Moment Zeit zu nehmen und festzuhalten, welche kleinen oder großen Dinge den Tag / die Woche bereichert haben. Das ist eine Achtsamkeitsübung, die dadurch dabei helfen kann, schöne Momente bewusst wahrzunehmen.

Was man aufschreibt, können z.B. besondere Erlebnisse sein, aber genauso nette Begegnungen, ein schöner Moment in der Natur oder etwas, das einfach gut war (z.B. das Essen war lecker).

Oft hilft dieser Blick auf Positives dabei, schöne Augenblicke bewusster zu erleben und nicht nur schlechtes wahrzunehmen.

Erzähl uns gern:

Was ist heute oder in letzter Zeit Positives in deinem Leben passiert?

Ein Erfolg, ein schöner Moment, etwas, das dich zum Lächeln gebracht hat – alles zählt, vor allem die kleinen Dinge.

Kein Druck, kein Muss. Wenn ihr mögt, teilt gerne in den Kommentaren etwas, für das ihr dankbar seid oder das in der letzten Woche schön war.

Also: Was ist bei dir gerade halb voll?

 


r/Digital_Streetwork • • 2d ago

Ich habe eine Frage 8 Jahre Therapie und weiß trotzdem nicht weiter

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Hallo alle,

kurz vorweg war ich mir wegen des Flairs nicht sicher, ich hoffe das passt so.

Mein Anliegen ist, dass ich jetzt seit 8 Jahren in verschiedenen Therapien war, davon zu Beginn Kurzzeit und später in einer analytischen Therapie über 4 Jahre.

Ich hab zwar viel über mich gelernt, aber so dem tiefen ganzen warum ich bin wie ich bin, bin ich nicht auf die Spur gekommen. Nach Abschluss der Analyse wurde mir von der Person geraten, weitere 4 Jahre zu machen. Im Moment bin ich in der Sperrphase und merke, dass ich definitiv noch weitere Jahre nötig habe :(

Was aber mein eigentliches Problem gerade ist, dass ich nicht weiß, ob noch eine Analyse (vllt auch bei der selben Person) überhaupt das ist, was ich brauche? Nach dem Schluss jetzt ging ich da raus, und dachte erst okay ich lass das alles sacken. Aber nach so 2 bis 3 Wochen war mir klar, ich weiß zwar über vieles mehr Bescheid, aber es fühlt sich eher nach Nebeninformationen an,.im Gegensatz zu dem Gründen für die ich da war.

Ich weiß sich selbst zu verstehen ist ein Prozess und in keiner Therapie wird die Lösung auf einem Silbertablett serviert. Aber nach 8 Jahre hätte ich irgendwie wenigstens den Wunsch, etwas mehr zu wissen, was Sache ist :(

Aber ich habe ja schon verschiedene Therapieformen gemacht und auch bei unterschiedlichen Leuten, was kann ich denn weiter probieren?


r/Digital_Streetwork • • 3d ago

Ich möchte Hilfe brauche notunterkunft

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bin trans und opfer von psychischer und physischer gewalt und muss hier so schnell wie möglich weg. Weiß jemand ob es notunterkünfte im raum göttingen gibt? Eventuell auch weiter außerhalb. Ist mir ehrlich gesagt egal wo. Halte es hier einfach nicht mehr aus und wird auch gefühlt von tag zu tag schlimmer. Ich muss hier einfach weg.


r/Digital_Streetwork • • 3d ago

Ich möchte Hilfe Keine Freunde nach dem Abi

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Ich bin 18W und hab dieses jahr Abi gemacht.

Freunde hatte ich nie viele da ich sehr schüchtern bin, es tut also umso mehr weh diese nun verloren zu haben.

Meine Freunde gehen alle and die Uni, ich wusste nach dem Abi nicht ganz wohin mit mir und hab mich dann für eine Ausbildung entschieden.

Scheinbar haben sie an der Uni viele tolle neue leute kennengelernt oder so, denn mich haben sie sehr schnell vergessen.

Wenn ich versuche ihnen zu schreiben fallen die Konversationen schnell flach. Ich frag wie es ihnen geht, ob wir was machen wollen etc. und kriege nur 1 wort antworten und keine Rückfragen.

Wäre ja halb so schlimm könnte ich auch neue Verbindungen knüpfen, aber in meiner Berufsschul Klasse sind alle warum auch immer mitte 20. Ich finds also sehr schwer richtig Anschluss zu finden.

Ich fühl mich so einsam wie noch nie und heule nur noch nach der Arbeit. Es ist besonders blöd, weil ich mich mit niemandem gestritten hab. Ich bin allein und weiß nicht warum.


r/Digital_Streetwork • • 3d ago

Ich möchte Hilfe Freundin driftet immer weiter in Verfolgungswahn ab

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== Dieser Beitrag wurde auf r/Ratschlag nicht angenommen, mir wurde gesagt ich soll es hier mal probieren.

Hallo zusammen,

eine langjährige Freundin, nennen wir sie mal M., von mir und meiner Frau hat seit einiger Zeit an ihrer Arbeitsstelle mit Mobbing zu kämpfen. Anscheinend ist es so dass eine bestimmte Kollegin hinter ihrem Rücken gegen sie intrigiert und ständig versucht, sie bei ihrer Vorgesetzten schlecht dastehen zu lassen.

Sie arbeitet in Teilzeit und hat nur 1 Bürotag in der Woche, die restliche Zeit arbeitet sie von zu Hause aus. Anscheinend ist es so, dass die Kollegin oder andere, die mit ihr unter einer Decke stecken, schon in ihrer Abwesenheit Unterlagen von ihr durchwühlt haben. Manche Kollegen hatten Kenntnis vom Inhalt vertraulicher geschäftlicher Mails, ohne dass sie Empfänger waren. Manche wussten vorab, wann sie Urlaub geplant hat, obwohl sie es außer ihrer Vorgesetzten niemandem erzählt hat. Und Dateien, die M. erstellt oder bearbeitet hat, verschwinden von einem für alle zugänglichen Datenspeicher.

Das mit den Mails erklärt M. sich so, dass der Ehemann der besagten Kollegin, der in der IT-Abteilung arbeitet, anscheinend darauf zugegriffen und Inhalte weitergegeben hat.

Das alles will ich gar nicht in Abrede stellen, sowohl meine Frau als auch ich haben in der Vergangenheit selbst schon Mobbing erlebt und wissen, wie belastend das sein kann, und Mobber können sowohl hinterhältig als auch einfallsreich sein.

In letzter Zeit kommt es mir aber so vor, als ob M. die psychische Belastung nicht mehr aushält und immer weiter in eine Art Verfolgungswahn abdriftet.

Sie ist mittlerweile überzeugt, dass die Kollegin, deren Ehemann und eventuell noch andere, die mit ihr unter einer Decke stecken, sie auch privat ausspionieren.

Das erste "Indiz darauf, von dem sie mir erzählt hat, war folgendes:

M. war vor einiger Zeit in orthopädischer Behandlung und deswegen auch krank geschrieben. Sie hat den Befund mit ihrem Handy abfotografiert und in ihr privates OneDrive-Konto synchronisiert. Von der genauen Diagnose hat sie auf der Arbeit nichts erzählt.

Kurze Zeit später hätte ein anderer Kollege ihr gegenüber erwähnt, dass er am selben Syndrom leidet wie sie.

M. hält diese Aussage für eine Lüge, da dieses Syndrom angeblich relativ selten sei (was ich nach meiner eigenen Recherche nicht bestätigen konnte), und glaubt, der Kollege wollte ihr durch diese Erwähnung auf subtile Weise mitteilen, dass er oder jemand anders Zugriff auf ihr OneDrive-Konto hat und ihre Diagnose einsehen konnte. So als ob man ihr durch die Blume mitteilen wollte, "wir wissen über dich Bescheid und sehen alles was du tust."

Seitdem ist M. überzeugt, dass die Kollegin und ihr IT-Ehemann ihr Handy verwanzt haben, ihr WLAN gehackt haben und sogar schon in ihrer Wohnung waren, um ihr altes Handy zu klauen (sie wechselt ständig das Handy weil sie glaubt dass es immer gleich wieder kompromittiert wird).

Sie glaubt, dass "die" Zugriff auf ihren Google-Account haben und somit ihren Aufenthaltsort genau verfolgen können.

Dann funktionierte plötzlich ihre Banking-App nicht mehr und jetzt ist sie natürlich sicher, dass "die" auch ihr Bankkonto gehackt haben.

Vorgestern war sie bei ihren Eltern zu Hause, um dort vom PC ihres Vaters aus (weil sie dem WLAN bei sich zu Hause nicht mehr traut) einen neuen Google-Account zu erstellen (weil die 5 alten ja alle kompromittiert sind). Dabei wollte sie vom Festnetz ihrer Eltern aus ihren Bruder anrufen, hatte aber plötzlich jemand ganz anderen am Telefon. Obwohl die andere Person nur irgendwas Unverständliches gestammelt hat, ist sie sich sicher, dass es die Stimme ihrer Kollegin war.

Jetzt ist sie überzeugt, dass "die" irgendwie die Telefonanlage ihrer Eltern gehackt haben müssen, um den Anruf, der für ihren Bruder bestimmt war, an die Kollegin umzuleiten.

Ein nicht geringer Teil ihrer Freizeit geht mittlerweile schon dafür drauf, Smartphones zurückzusetzen oder gleich neu zu kaufen und sie neu einzurichten, neue SIM-Karten zu bestellen, sämtliche Passwörter zu ändern, neue Accounts für alles einzurichten und die alten zu sperren, und und und.

Da meine Frau und ich beide auch ITler sind, bittet sie uns immer wieder um Hilfe bei all dem, aber ich weiß schon nicht mehr was ich ihr noch sagen soll.

Wenn ich ihr sage, dass die Manipulationen an WLAN, Telefonanlagen, Google-Accounts uns sonstwas eigentlich so technisch nicht möglich sind, glaubt sie mir nicht, sondern meint, es müsse ja wohl doch irgendwie gehen, sonst wäre es ja nicht passiert, und überhaupt sei der Mann ihrer Kollegin ja in der IT, der wüsste schon einen Weg.

Sie lässt mich das, was sie sagt, auch nicht überprüfen; so meinte sie gestern, als sie bei uns war, dass die letzte WhatsApp-Nachricht, die ich ihr geschickt hätte, plötzlich verschwunden wäre, was für sie ein Beweis war, dass auch ihr WhatsApp gehackt worden war. Ich bat sie darum, mir unseren gemeinsamen letzten Chat-Verlauf mal zu zeigen, aber sie lehnte ab: Wenn sie jetzt hier bei uns ihr Handy einschalten würde, dann würden "die" ja wissen, dass sie bei uns ist und eventuell auch uns ins Visier nehmen, oder sie würden unser WLAN gleich aus dem infizierten Handy heraus mit infizieren.

Ich will ihr jetzt aber auch nicht sagen, dass sie sich das alles nur einbildet, ich glaube, das wäre das Falscheste, was man in der Situation tun könnte.

Aber was sollen wir dann tun? Wie kriegen wir unsere Freundin aus dieser Spirale wieder raus?


r/Digital_Streetwork • • 4d ago

Ich möchte Hilfe Schwierige psychische Situation

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Bisherige diagnosen: kptbs, asperger, Depressionen und pmds.

Immer wieder suizidale Krisen und Versuche. Ich warte aktuell auf einem Termin bei einem sozialdienst (Termin am 20.10) und eine Rückmeldung einer pIA.

Und ich schäme mich einfach so stark für meine ptbs. Das meine Erkrankungen oder suizidalen Phasen nicht biologisch sind oder medikamentös gut einstellbar und ich selber schuld daran bin.

Ich bin mir auch unsicher, ob ich jegliche Behandlung abbrechen und alles komplett alleine versuchen soll. Es ist einfach im Moment nicht einfach.


r/Digital_Streetwork • • 4d ago

Ich möchte Hilfe Seit Tagen ratlos und schlaflos wegen KI

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Hi zusammen,

ich bin 27 Jahre alt und arbeite seit einigen Jahren als Softwareentwickler, erst neben dem Studium und dann in Vollzeit. In den letzten 4 Tagen mache ich mir wahnsinnig viele Gedanken über KI, sowas was meinen Job aber auch die Gesellschaft als ganzes angeht.

Auslöser war denke ich der Gedanke, dass einige meiner Fähigkeiten, auf die ich immer sehr stolz war, nämlich unter anderem die Softwareentwicklung und das Programmieren, rasend schnell weniger Wert sind wegen KI.

Ich habe vor einigen Jahren noch an Programmierwettbewerben teilgenommen und ein mal sogar den ersten Platz gewonnen, aber jetzt fühlt es sich so an, als würde das alles nichts mehr Wert sein, da KI deutlich schneller Code generieren kann. Mein Job, der für mich immer ein Traumjob war, droht einfach so zu verschwinden bzw. so anders zu werden, dass ich mich damit nicht mehr identifizieren kann. Es zwingt uns zwar (noch) keiner auf der Arbeit zur Nutzung von KI, aber wenn ich viel Code selbst schreibe, fühle ich mich uneffektiv, und die Wertschätzung von früher ist da auch nicht mehr da, wenn man ein komplexes Problem gelöst hat.

Es war für mich vorher immer so, dass ich mein Hobby zum Beruf gemacht habe. Ich hatte vorher schon eigene Open-Source Hobbyprojekte, und vor ein paar Tagen kam an einem dieser Projekte jetzt auch eine mit Claude (KI) generierte Pull Request an, die teile meines Codes mit KI-generiertem Code verbessert.

Eigentlich habe ich ein super Leben. Ich habe eine wirklich richtig tolle Verlobte und Vereine, die mir Spaß machen. Aber ich komme aus dem Gedankenchaos nicht raus, wohin sich das alles noch entwickelt, ob mir mein Job noch Spaß machen wird, und wie die Gesellschaft sich aufgrund von KI verändern wird. Weil sind wir mal ehrlich: KI ist jetzt schon bei vielen angekommen. Ich google schon ganz anders als vor ein paar Jahren, weil mir die KI Zusammenfassung meist das gibt, was ich brauche, wenn ich eine entsprechende Frage stelle.

Ich wollte eigentlich immer Kinder haben, aber können meine Freundin und ich uns sicher sein, in Zukunft einen sichern Job zu haben (beides Bürojobs)? Und in welcher Welt werden meine Kinder dann aufwachsen? Wenn KI sich so wie jetzt in diesem wahnsinnigen Tempo weiterentwickelt, wird es dann in 10, 20, 30 Jahren vielleicht sogar Berufe, die man jetzt noch als sicher wahrnimmt, nicht mehr geben wie Elektriker, Mauerer, etc., weil KI die Entwicklung von Robotertechnik auch dermaßen beschleunigt hat? Werden unsere Kinder so eine unbeschwerte Zukunft wie wir haben? Werden sie noch abhängiger von der KI als wir es jetzt schon geworden sind, und wie wird das Miteinander deren Generation sein?

Werden wir überhaupt noch andere Menschen brauchen und um Hilfe fragen? Für mich war das Gefühl, etwas sinnvolles zu machen immer ein gutes Gefühl. Aber ich merke ja selber, dass manche Punkte, wo ich früher meine Mutter um Hilfe gebeten hätte (ganz alltägliches wie Tipps im Haushalt oder so) inzwischen in der KI eingebe. Und auch andere, die früher mich um Hilfe bei ihren PCs gebeten haben, fragen inzwischen die KI, oder ich fühle mich wie einfacher Mittelsmann zwischen ihnen und KI.

Ich habe wirklich jetzt ein paar schlaflose Nächte bzw. wenig Schlaf gehabt, weil mein Kopf nicht zur Ruhe kommt. Ich hab zwar während meiner Vereinstätigkeit oder bei anderen Dingen ab und zu schon auf andere Gedanken kommen können, aber immer wenn ich nichts explizietes um mich Rum habe, kommen all diese Fragen und Gedanken wieder auf, die ich nicht mal mehr richtig sortiert bekomme.

Und eigentlich weiß ich ja, dass ich an den meisten Sachen nichts ändern kann. Vielleicht präventiv den Job wechseln, so lange meine favorisierten Ausweichjobs noch nicht überlaufen sind, aber damit würde ich auch meinen Job aufgeben, der mir noch überwiegend Spaß macht. Am liebsten wäre ich irgendwie in einer Parallelwelt, in der KI (bzw. die LLMs) nie entwickelt worden wären. Aber das geht natürlich nicht.

Ich wünsche mir irgendwie meine unbeschwerte Zeit von vor ein paar Wochen zurück, wo ich KI ja auch genutzt habe und meinen Job noch deutlich mehr genießen konnte. Jetzt, wenn ich am Wochenende aufs Handy schaue, sehe ich wie vorher auch die KI News und was KI jetzt alles kann, aber es löst jetzt jedes Mal so ein ungutes Gefühl aus, dass es mir echt auf Schalf und Magen schlägt.

Habt ihr nen Tip, wie ich mit der Situation umgehen kann und wieder zur Ruhe kommen kann und mein eigentlich sehr schönes und priviligiertes Leben genießen kann?


r/Digital_Streetwork • • 7d ago

Ich möchte Hilfe Verdacht auf ADHS + Erschöpfungsdepression, Beziehung eskaliert – wie überbrückt man die Zeit bis zum Facharzttermin?

4 Upvotes

Hallo zusammen,

ich schreibe hier, weil ich gerade an einem Punkt bin, an dem ich alleine nicht mehr weiterweiß und mir langsam der Boden unter den Füßen wegbricht.

Kurz zu meiner Situation:

Ich bin vor rund drei Monaten Vater geworden. In der Arbeit läuft alles geregelt, der Druck kommt nicht von dort. Aber privat ist mein ganzes System zusammengebrochen. Mein Verhaltenstherapeut vermutet bei mir eine Kombination aus ADHS und Erschöpfungsdepression. Ich fühle mich innerlich oft wie betäubt, emotional komplett leer, gleichzeitig aber extrem reizbar und schnell überfordert.

Zu Hause eskaliert es mittlerweile fast täglich mit meiner Partnerin. Wir geraten ständig aneinander, reden aneinander vorbei und die Fronten sind total verhärtet. Vorhin wollte ich ihr eigentlich nur sagen, dass ich merke, dass ich dringend Hilfe brauche und es nicht mehr alleine schaffe – aber die Tür war emotional schon zu, bevor ich überhaupt ansetzen konnte. Ich habe ihr das dann später per Textnachricht geschrieben, sitze jetzt aber mit kreisenden Gedanken da.

Einen Termin beim Facharzt für Psychiatrie zur Abklärung habe ich erst für Februar bekommen.

Meine größte Angst ist gerade, dass Februar viel zu weit weg ist. Ich habe das Gefühl, dass meine Partnerin das bis dahin nicht mehr mitmacht und mir bis dahin schlicht die Kraft ausgeht, die Fassade oder diesen Zustand aufrechtzuerhalten.

Meine Fragen an euch:

Wie habt ihr so lange Wartezeiten bis zum Ersttermin überbrückt, wenn die Lage zu Hause und im Kopf schon akut brennt?

Gibt es Wege, das Ganze zu beschleunigen, oder Anlaufstellen, die einem in dieser Zwischenzeit wirklich helfen?

Wie habt ihr es geschafft, der Partnerin verständlich zu machen, was innerlich los ist, wenn die Beziehung durch ständige Konflikte schon extrem belastet ist?

Danke fürs Lesen und für jeden ehrlichen Ratschlag.


r/Digital_Streetwork • • 8d ago

Check-In Regelmäßiger Check-In: Wie geht es euch?

3 Upvotes

Hey ihr Lieben!

Unter diesem Beitrag könnt ihr euch untereinander und mit uns darüber austauschen, wie es euch geht und was gerade so bei euch los ist.

Erzählt gerne von positiven Erfahrungen aus der letzten Zeit und/oder von Dingen, die vielleicht auch mal nicht so gut gelaufen sind!

Hier ist der Ort für einen respektvollen und kontruktiven Austausch über all das.


r/Digital_Streetwork • • 10d ago

Ich möchte Hilfe Ich bin irgendwie etwas orientierungslos und brauche bitte einen Rat, was mein Leben angeht (21, weiblich)

2 Upvotes

Ich bin irgendwie etwas orientierungslos und brauche bitte einen Rat, was mein Leben angeht

Also, ähm… Hallo zusammen, ich hoffe, ihr hattet einen schönen Tag bzw. Abend. Das ist mein erster Beitrag, daher wusste ich gar nicht so recht, wie ich anfangen soll, lol. Im Grunde genommen konnte ich mir meinen Traum, in Deutschland zu studieren (Bachelor), nicht erfüllen, obwohl ich halb Deutsche bin, aber in einem anderen Land aufgewachsen bin und dort lebe. Meine Mutter ist Deutsche, hat mir aber als Kind kein Deutsch beigebracht, also habe ich Deutsch in der Schule und im Selbststudium gelernt. Ich lerne immer noch… Ich brauche das C1-Zertifikat, um in Deutschland studieren und arbeiten zu können. Ich habe die C1-Prüfung abgelegt und habe sie nur um 10 Punkte verpasst. Den mündlichen Teil habe ich bestanden, aber den schriftlichen Teil habe ich nicht geschafft. Also habe ich angefangen, meinen Lebenslauf für deutsche Universitäten zusammenzustellen, als ich Mechatronik an einer schlechten Universität studierte (die hatten nicht einmal Labore für Ingenieurwissenschaften). Ich habe angefangen, ingenieurwissenschaftliche Projekte zu machen, ehrenamtlich zu arbeiten und gleichzeitig Deutsch zu lernen. Meine Familie ist im Grunde genommen arm. Seit 10 Jahren hat meine Familie mit Inkassofällen zu kämpfen, und das Gehalt meines Vaters wird jeden Monat gepfändet. Deshalb konnten sie mir bei meinem Traum nicht wirklich helfen. Ich bin also 21 (weiblich) und weiß nicht, ob ich einen zweiten Bachelor-Abschluss machen soll (vielleicht in einem anderen Studiengang), aber in Deutschland?? Soll ich es noch einmal von vorne versuchen?? Das Problem ist, dass ich mich nicht mit dem Gedanken anfreunden kann, an einer schlechten Universität meinen Abschluss zu machen und den Namen dieser Universität in meinen Lebenslauf zu schreiben.

Übrigens, das sind die Projekte, an denen ich gearbeitet habe:

->(Vereinigung für Unternehmerinnen) Position: Vorstandsmitglied

->Vodafone Idea-Wettbewerb (2025): Teilnehmerin. (Projektleiterin: Konzept für ein tragbares Ladegerät mit integriertem Mobilfunk-Signalverstärker)

->Unternehmerprogramm (2025): Teilnahme an Runde 2. (Als Projekt: Entwurf und Präsentation eines pädagogischen Computerspiels für Kinder)

->Republik …, Ministerium für Verkehr und Infrastruktur, Direktion Ideenwettbewerb (2025): F&E-Förderpreis. (Optimierung des Businnenraums)

->Stiftung für ehrenamtliches Engagement, Vorlesen von Lehrbüchern und Erläuterung von Lerninhalten für Menschen mit Sehbehinderungen

->Stiftung für ehrenamtliches Engagement, ehrenamtlicher Mathematik-Tutor


r/Digital_Streetwork • • 11d ago

Ich möchte Hilfe Meine Mutter bestimmt seit Jahren über mein Leben, jetzt geht es um die Entscheidung über mein Kind

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Ich weiß gerade wirklich nicht mehr weiter und hoffe, dass mir vielleicht jemand einen konkreten Rat geben kann.

Ich bin 21, ungefähr in der 23. SSW und lebe bei meinen Eltern in Bayern. Ich bin nicht mobil, habe keinen Führerschein und wohne ziemlich ländlich. Dadurch bin ich im Alltag sehr abhängig von meinen Eltern und habe kaum Möglichkeiten, alleine irgendwohin zu kommen. Ich habe außerdem kaum Freunde oder andere Menschen außerhalb meiner Familie, an die ich mich wenden könnte.

Das Hauptproblem ist meine Mutter.
Sie ist schon mein ganzes Leben sehr kontrollierend. Mein Vater ist eigentlich deutlich ruhiger, stellt sich aber meistens auf ihre Seite, um Streit zu vermeiden.

Meine Mutter ist außerdem extrem gegen Abtreibung. Für sie ist Abtreibung kein Thema, bei dem man unterschiedliche persönliche Entscheidungen treffen kann – sie betrachtet Abtreibung als Kindermord.

Ich wusste deshalb von Anfang an, was sie über einen Schwangerschaftsabbruch denken würde.
Und ich glaube, genau das hat dazu geführt, dass ich meine eigenen Gedanken und Gefühle immer weiter unterdrückt habe.

Ich wollte eigentlich mein ganzes Leben lang keine Kinder. Die Schwangerschaft war nicht geplant. Ich hatte durchaus schon früh Gedanken darüber, dass ich sie vielleicht nicht fortsetzen möchte, aber allein der Gedanke daran, dass meine Mutter es herausfinden könnte, hat mir so viel Angst gemacht, dass ich meine eigenen Gefühle immer wieder weggeschoben habe.

Ich habe mir eingeredet, dass ich mich schon irgendwie daran gewöhnen würde.
Dass es schon werden würde.
Dass ich einfach nur Angst hätte.
Und je länger ich gewartet habe, desto schwieriger wurde es, überhaupt noch klar darüber nachzudenken.

Irgendwann war die Schwangerschaft nicht mehr nur ein positiver Test oder etwas Abstraktes. Ich war plötzlich weit fortgeschritten und habe die ersten Kindsbewegungen gespürt. Dadurch wurde die Situation für mich extrem real.

Und statt dass meine verdrängten Gefühle verschwanden, wurde die Angst nur noch größer.
Ich bin inzwischen psychisch völlig überfordert.

Trotzdem spiele ich meiner Mutter jeden Tag vor, dass ich glücklich bin. Ich lasse sie die Kindsbewegungen fühlen, lächle und tue so, als würde ich mich freuen, weil ich Angst davor habe, was passiert, wenn ich ehrlich bin.

Ich kann nicht einmal bei meiner Frauenärztin offen darüber sprechen, weil meine Mutter mich zu den Terminen begleitet und ich mich in ihrer Anwesenheit nicht traue, meine tatsächlichen Gefühle zu äußern.

Ich habe mich irgendwann in einer sehr verzweifelten Situation selbstständig mit einem Schwangerschaftsabbruch beschäftigt und versucht, die Schwangerschaft zu beenden. Das ist nicht gelungen und ich musste anschließend medizinisch behandelt werden. Ich möchte so etwas auf keinen Fall wiederholen. Ich möchte, dass meinem Kind nichts passiert.

Mittlerweile denke ich deshalb ernsthaft über Adoption nach.
Und genau hier stecke ich fest.

Ich glaube nicht, dass ich ein Kind selbst großziehen möchte oder momentan dazu in der Lage bin. Ich habe nie den Wunsch gehabt, Mutter zu werden, und ich habe Angst, dass ich irgendwann so überfordert bin, dass ich meinem Kind – wenn auch ungewollt – dieselben emotionalen Wunden mitgebe, mit denen ich selbst aufgewachsen bin.

Meine Mutter wollte mich zwar, aber sie hatte große Schwierigkeiten mit der Mutterschaft. Ich bin mit dem Gefühl aufgewachsen, eine Belastung zu sein.

Ich hatte als Kind oft den Gedanken:
„Wenn ich nicht da wäre, wäre Mama glücklicher.“
Ich möchte nicht, dass mein eigenes Kind irgendwann genauso über sich denkt.

Deshalb erscheint mir Adoption momentan als eine Möglichkeit, meinem Kind ein stabiles und liebevolles Zuhause zu ermöglichen und gleichzeitig irgendwann mein eigenes Leben aufbauen zu können.

Aber ich habe schreckliche Angst davor, meiner Mutter das zu sagen.
Ich weiß, dass sie auch eine Adoption wahrscheinlich niemals akzeptieren würde. In ihren Augen wäre es vermutlich genauso schlimm wie ein Schwangerschaftsabbruch.

Und ich fürchte, dass ich wieder genau das Gleiche machen würde wie bisher: meine eigenen Gefühle unterdrücken und das tun, was sie von mir erwartet.
Das ist eigentlich das, was mir am meisten Angst macht.

Nicht einmal nur die Schwangerschaft selbst, sondern dass ich mit 21 Jahren immer noch solche Angst vor meiner Mutter habe, dass ich wichtige Entscheidungen über mein eigenes Leben nicht frei treffen kann.
Ich bin nicht mobil und kann nicht einfach
alleine irgendwohin fahren. Ich kann nicht einfach ausziehen und mein Leben neu anfangen. Gleichzeitig habe ich das Gefühl, dass ich dringend mit jemandem außerhalb meiner Familie sprechen muss.
Ich habe deshalb bereits versucht, eine Beratungsstelle für „Schwangere in Not“ per E-Mail zu kontaktieren. Ich möchte mich über Adoption und meine Möglichkeiten informieren und vor allem einmal mit jemandem **ohne meine Mutter** sprechen.
Was würdet ihr an meiner Stelle tun?
Wie kann ich meiner Mutter mitteilen, dass ich über Adoption nachdenke, ohne dass sie mich komplett überrollt?

Und wie kann ich mir Unterstützung organisieren, wenn ich nicht mobil bin und meine Mutter einen so großen Einfluss auf mein Leben hat?

Bitte keine Kommentare im Sinne von „Du bist 21, dann zieh halt aus“. Ich weiß, dass ich theoretisch erwachsen bin. Praktisch bin ich momentan finanziell, räumlich und emotional sehr abhängig und suche deshalb nach realistischen ersten Schritten.

Ich suche auch keine medizinische Beratung zu dem, was bereits passiert ist. Mir geht es vor allem darum, wie ich wieder ein Stück Kontrolle über mein eigenes Leben bekomme und mich unabhängig von meiner Mutter mit der Möglichkeit einer Adoption auseinandersetzen kann.


r/Digital_Streetwork • • 11d ago

Ich möchte Hilfe Was tun, wenn man nichts beizutragen hat und auch nichts mehr möchte vom Leben?

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Seitdem ich klein bin wurde ich entweder fertig gemacht, weil ich zu schlecht war in allem oder ich wurde vollkommen überzogenen Erwartungen ausgesetzt. Mit 18 bin ich dann Zuhause ausgezogen und hatte viele Hoffnungen, dass es jetzt besser wird. Aber irgendwie war und bin ich einfach nur ein gestörtes Kind im Köper einer erwachsenen Person.

Nach 8 Jahren habe ich nichts geschafft und sehe wie ehemalige Freunde und Bekannte weit an mir vorbeigezogen sind: Karriere, Abschlüsse, Beziehungen, interessante Hobbies und Leidenschaften. Ich hab sowas nie halten können, nie einen Abschluss gemacht, keinen Job länger als ein Jahr behalten, keine Beziehung geführt seit dem Gymnasium, platonisch bin ich auch zu seltsam undvergraule Menschen, die mir zu Nahe sind und ich halte auch keine Hobbies, weil sie mich stressen und/oder langweilen.

Ich mache wirklich gar nichts mehr außer aufwachen, das nötigste um zu überleben und hoffe, dass ich bald wieder schlafen kann. Ich bin auch in therapeutischer und medizinischer Behandlung, aber das fühlt sich im besten Fall wie ein Pflaster an und im schlimmsten Fall wie eine weitere Wunde die aufreißt.

Ich hab halt wirklich nichts beizutragen zur Gesellschaft, keine interessante Meinung oder Ansicht oder besonderes Talent oder zumindest Motivation um an etwas zu arbeiten. Ich nehme wirklich nur Platz weg habe ich den Eindruck.


r/Digital_Streetwork • • 13d ago

Ich möchte Hilfe Ist diese Freunschaft noch zu retten (Emotionale Abhängigkeit)

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Ich bin M22 mein bester Freund und auch letzter langjähriger Freund dem ich mein Leben anvertraut hätte hat sich am von mir abgewendet. Wie kam es dazu?

Vorlauf: Am Anfang unserer Freundschaft habe ich mich super seltsam und auch wirklich scheiße verhalten. Hab quasi jeden Tag so bombentexte über Whatsapp verfasst wie depressiv ich sei und Selbstmordgedanken etc. also so ein bisschen emotionaler Mülleimer. Und die Tage mit ihm wie eine Google Review bewertet undso, also ganz komischer Mist. Das ging so paar Monate bis er dann da den ersten Schlussstrich gezogen hatte.

Wie es der Zufall so wollte haben wir uns aber wieder angefreundet, diesmal ein wenig "normaler" aber immernoch ein wenig seltsam, das war während der Corona-Zeit und die hat mich als Person hart auseinandergenommen und ich war halt wirklich hängengeblieben und hatte 0 Social Skills und Empathie. Ehrlicherweise so 100% weiß ich net mehr was da war, aber es war auf jeden Fall todes unangenehm. Jedenfalls waren wir dann ne Zeitlang wieder nicht befreundet so gegen Frühjahr 2022 bis nach den Sommerferien ca.

Wie es der Zufall wieder so wollte, haben wir uns dann wieder einmal versöhnt nach den Sommerferien 2022. Und seitdem waren wir wirklich und nicht unangenehm richtig Dicke, man hatte hier und da mal seine Verschiedenheiten, war aber wirklich sehr selten und sehr schnell wieder geklärt. Nach Abschluss der Schule wurde der Kontakt beidseitig gehalten, was mich ehrlicherweise überrascht, aber sehr gefreut hat.

Gerade zwischen 2025-2026 haben wir uns SEHR VIEL gesehen, also teilweise wirklich so 4x die Woche + zwischendurch natürlich telefonieren und whatsapp, wir haben bei Ihm Zuhause trainiert und dann hier und da nochmal was am wochenende gemacht. Für mich war das fine und ich hab auch immer mal nachgehakt ob es für ihn okay ist, weil es halt auch viel ist, aber er hat es NIE gesagt.

Währenddessen habe Ich festgestellt, dass ich emotional abhängig von ihm geworden bin und einfach total eifersüchtig wurde. Ich habe teilweise seinen Status auf Discord/Steam gestalkt nur um zu checken, ob er zuhause ist und ja nichts mit anderen macht. Dazu kommt, dass durch diesen Kontrollwahn natürlich es mir immer gut ging, wenn es ihm schlecht ging und andersrum. Meine halbes oder gar ganzes Leben drehte sich um ihn, weil ich kaum andere Freunde hatte. Aus diesem Grund habe ich eine Kurztherapie gemacht (Weil nichts anderes frei war) um aus dieser Abhängigkeit rauszukommen, leider nicht besonders erfolgreich. Ich konnte natürlich nicht die Freundschaft aufs Spiel setzen und mich selbst in einen Mental Breakdown befördern, indem ich ihm das Sage

So und bis vor paar Tagen war alles gut, wir hatten uns wie sehr häufig ganz normal getroffen, wollten zusammen ins Gym danach bisschen was zocken und trinken. Jedoch diesmal wollte er im Auto über unsere Freunschaft reden und dass es so nicht mehr funktioniert. Er braucht mehr Abstand und es ist zu viel, außerdem hat er immer diese Sachen von ganz am Anfang im Kopf, was ihm jedes mal einen bitteren Nachgeschmack gibt, wenn er mit mir unterwegs ist. Das soll auch schon IMMER so gewesen sein, wir waren in Thailand, haben so viele Dinge zusammen gemacht und jetzzt sagt er mir das es immer so toxisch war? Das hat mich natürlichs schockiert und nun hab ich aber auch die Stunde der Wahrheit genutzt und dachte mir, jetzt muss ich auch alles rauslassen, was mich belastet hat und habe den obigen Absatz mit mehr Details von mir gegeben. Das das nicht gut und nicht gesund ist, ist mir völlig bewusst und so hab ich das natürlich auch zu verstehen gegeben, ich habe ihn auch öfter mal zum Selbstschutz angelogen, was mir bis heute natürlich im Herzen weh tut. Und ich hab auch wirklich wirklich lange und intensiv bei diesem Gespräch geweint, weil das die größte Last war, die ich mit mir mitgetragen habe.

Danach war erstmal totale Schockstarre natürlich. Nach der Frage "Wenn das so ist, willst du das dann überhaupt noch?" Hab ich so krass geheult, dass ich keine Antwort geben konnte außer:

"Ich will das wir unsere Freundschaft wieder aufbauen, so wie damals immer"

Danach kam die harte aber leider irgendwie auch treffende Frage

"War es denn jemals nicht kaputt?"

Kurzgesagt kamen wir zu dem Schluss dass ich meine Abhängigkeit in den Griff kriegen muss und das funktioniert nicht, indem wir weiter so machen wie jetzt UND er seine Gefühle von damals ebenfalls loslassen muss. Falls das nicht funktioniert, ist es besser für beide es sein zu lassen.

Ich habe 2 Tage lang durchgeheult ab heute konnte ich wieder einigermaßen nen Alltag führen und bin mehr als nur am Boden zerstört

Ich würde ALLES tun um die Freundschaft zu retten wirklich ALLES, was meint ihr?

Ist diese Freundschaft noch zu retten?

PS: Ich hoffe einfach es ist alles einigermaßen verständlich und ich hab nichts vergessen.


r/Digital_Streetwork • • 16d ago

Ich möchte Hilfe Therapie Termin für morgen abgesagt

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Ich hatte eigentlich für morgen einen Termin bei meiner Psychologin. Dieser war schon seit über einem Monat geplant, leider ist Sie krank geworden und dadurch wurde mir heute abgesagt.

Ich hätte den Termin morgen dringend gebraucht und hab mich schon sehr darauf gefreut da ich vor kurzem eine Trennung hatte die mich täglich sehr beschäftigt.

Ich habe den nächsten Termin erst zu nächsten Monat.

Ich weiß nicht wie ich die Zeit bis dahin überbrücken soll.

Ich hätte den Austausch morgen sehr gebraucht.

Kennt ihr irgendwelche Ideen oder ähnliche Möglichkeiten wo ich kurzfristig jemanden professionellen zum reden bekomme?


r/Digital_Streetwork • • 16d ago

Ich möchte Hilfe Ich kann mit der Krankheit meiner Mutter nicht mehr umgehen und weiß nicht, wie es weitergehen soll

6 Upvotes

Hallo zusammen,

ich bin 25, wohne noch zu Hause und mache gerade meinen Abschluss im MINT-Bereich, anschließend plane ich auszuziehen. Meine Mutter ist 55 und hat seit etwa einem Jahr starke Schmerzen beim Laufen und Stehen, mittlerweile teilweise auch ohne Belastung. Sie war inzwischen bei sehr vielen Ärzten, aber bisher gibt es keine klare Diagnose. Um die medizinische Seite soll es hier aber eigentlich nicht gehen (vielleicht mache ich mit ihrem Einverständnis nochmal einen getrennten Post in einem passenden Subreddit?).

Als sich nach ein paar Monaten gezeigt hat, dass das nicht einfach wieder weggeht, ging es ihr psychisch immer schlechter. Sie hat viel geweint, war verzweifelt und wusste oft nicht mehr weiter. Mein Vater tut sich mit solchen Situationen eher schwer und weiß meistens nicht, was er sagen oder machen soll. Deshalb habe ich versucht, für meine Mutter da zu sein, sie zu trösten und mit ihr nach Lösungen zu suchen.

Irgendwann habe ich aber gemerkt, dass mich das selbst sehr belastet. Ich gehe inzwischen oft ungern nach Hause. Wenn ich weiß, dass sie da ist, bin ich teilweise schon angespannt, bevor ich zur Tür reingehe, weil ich Angst habe, dass sie wieder weint oder dass ich wieder die richtigen Worte finden muss. Selbst bei normalen Gesprächen habe ich manchmal im Hinterkopf, dass es plötzlich wieder um ihre Schmerzen gehen könnte.

Ich verbringe deshalb viel Zeit außerhalb der Wohnung. Gleichzeitig habe ich ein schlechtes Gewissen, weil ich weiß, dass sie sich dann wahrscheinlich noch allein gelassener fühlt. Sie sagt auch öfter, dass mein Vater sie nicht richtig versteht.

Vor einiger Zeit hatte ich selbst Schmerzen und starke Verspannungen, die mich an ihre Beschwerden erinnert haben. Das hat mir große Angst gemacht. Ein befreundeter Psychologe meinte, dass Stress, Anspannung und dieses ständige Miterleben ihrer Schmerzen dabei eine Rolle spielen könnten. Damals haben Sport, Dehnen, Zeit mit Freunden und etwas Abstand geholfen. Als ich nach langem überlegen meiner Mutter davon erzählt habe, hat sie von sich aus weniger über ihre Schmerzen gesprochen, weil sie mich nicht zusätzlich belasten wollte. Das hat mich zwar auch mitgenommen, aber mir ging es dadurch tatsächlich besser.

Sie ist inzwischen in wöchentlicher Psychotherapie und war zeitweise auch stabiler. Körperlich geht es ihr aber eher schlechter und die emotionalen Zusammenbrüche kommen wieder häufiger. Heute ist sie außerdem gestürzt und ihr Fuß tut jetzt wohl noch mehr weh als vorher.

Ich möchte ihr wirklich beistehen. Ich habe jedoch Angst wie sich das ganze entwickelt. Ich merke gerade wieder, dass es mir selbst schlechter geht. Ich grüble wieder viel, kann mich schlechter auf die Uni konzentrieren, schlafe nicht gut und habe wieder starke Verspannungen. Ich habe auch immer öfter den Wunsch, einfach nicht nach Hause zu gehen. Das belastet inzwischen mein Studium und meine sozialen Kontakte.

Sie hat außer mir noch ihre Therapeutin und ihre Schwester. Trotzdem habe ich das Gefühl, dass ich für sie zu einer sehr wichtigen emotionalen Anlaufstelle geworden bin, weiß aber nicht, wie lange ich das noch aushalte.

Ich möchte ihr helfen, ohne selbst daran kaputtzugehen. Ich weiß aber nicht wie.


r/Digital_Streetwork • • 16d ago

Ich habe eine Frage Ich fühle mich extrem einsam, obwohl ich das eigentlich gar nicht bin.

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Hallo, wie im Titel beschrieben, fühle ich mich extrem einsam. Ich habe viele Freunde und Familie. Ich treffe mich jede Woche eigentlich fest mit 2 Leuten. Jeden Samstag bin ich bei Kollegen A, manchmal sogar auch den Sonntag, wenn ich den Tag nichts anderes zu tun hab und es passt. Ich trainiere 3 - 5 Mal die Woche mit Person B und treffe mich ansonsten auch relativ regelmäßig mit Person B.
Jeden Monat treffe ich mich mit meiner Festival Gruppe um zu pokern und sich halt zu sehen, bevor man dann irgendwann mal auf das nächste Festival fährt.

Ich bin wöchentlich, teilweise mehrfach auch unter der Woche, auf kleinen Zusammenkünften von meiner Freundesgruppe, die meisten davon treffe ich nicht privat, habe aber ein gutes Verhältnis mit denen und freue mich immer auf so Abenden.

Abgesehen von Person A und B treffe ich auch andere Leute privat, allerdings nicht regelmäßig, da diese Personen mehr mit dem Leben beschäftigt sind (frisch gewordene Eltern etc.)

Zu meiner Familie hab ich ein gutes Verhältnis und sehe diese auch regelmäßig sowie gerne.

Treffe ich den Tag niemanden, zocke ich meistens mit meinem online Freundeskreis.

Trotzdem fühle ich mich extrem einsam, oft fühle ich mich außen vor bei allem, als wäre zwischenmenschlich eine Wand zwischen mir und anderen. Ich habe oft das Gefühl das ich Menschen einen vormache, mich verstelle.

Ich selbst würde behaupten, ich habe keine richtigen Hobbys, mein ehestes Hobby ist es, Freunde zu haben. Ich passe mich oft an und fange an, Hobbys zu verfolgen und gut in denen zu werden, weil Freunde diese Sachen gerne mögen. (Versteht mich nicht falsch, diese Sachen machen mir kurzfristig ne Menge Spaß und ich lerne mehr als der durschnittliche Fan einer Sache über diese. Aber verliere dann schnell gänzliches Interesse daran.)

Generell fühle ich mich einsam und leer, als ob irgendwas mit mir ganz im Argen ist.


r/Digital_Streetwork • • 20d ago

Ich möchte Hilfe Umgang mit (verdeckt) narzisstischer Mutter

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Hallo zusammen,

ich bräuchte mal einen neutralen Realitätsabgleich von Menschen, die ähnliche familiäre Dynamiken kennen.

Ich (m, verheiratet, 2 Kinder) stehe eigentlich fest im Leben, hänge aber emotional in einer sehr anstrengenden Schleife mit meiner Mutter fest. Sie zeigt klassische Muster von verdecktem Narzissmus (ständige Täter-Opfer-Umkehr, Erzeugen von Schuldgefühle) Mein Stiefvater (Ü80) fungiert dabei als passiver Unterstützer der alles stützt.

Finanziell und rechtlich ist alles sauber getrennt und geklärt. Sie haben dort keine Druckmittel mehr. Mein aktuelles Problem ist die reine emotionale Ebene.

Ich habe kürzlich beschlossen, aus dem ständigen Rechtfertigungs-Modus auszusteigen und fahre eine strikte "Grey Rock"-Strategie. Ich kommuniziere nur noch wie ein sachlicher Projektmanager: freundlich, aber eiskalt und ohne jede emotionale Angriffsfläche.

Ihre Reaktion darauf ist heftig: Aktuell bestraft sie mich mit völliger Kälte und tagelangem Schweigen nachdem ein manipulativer Test von ihr ins Leere gelaufen ist.
Gleichzeitig versucht sie aber über die Hintertür (organisatorische Fragen zu den Enkelkindern die Kontrolle zurückzugewinnen und uns als "kaltherzig" darzustellen.

Ich weiß, dass sie bald versuchen wird, über künstliche Freundlichkeit wegen der Enkelkinder wieder Normalität zu erzwingen, da sie ihre Rolle als Oma unbedingt aufrechterhalten will.

Kopfmäßig habe ich das System komplett durchschaut, aber mein Nervensystem springt trotzdem noch oft an. Meine Fragen an euch:

  • Wie haltet ihr diese eiskalten Phasen aus, ohne aus Gewohnheit wieder einzuknicken?
  • Wie regelt ihr physische Treffen (z.B. das Bringen der Enkelkinder) rein logistisch, ohne euch in Tür-und-Angel-Gespräche oder unterschwellige Vorwürfe verwickeln zu lassen?

Danke schon mal für eure Erfahrungen!


r/Digital_Streetwork • • 22d ago

Check-In Regelmäßiger Check-In: Wie geht es euch?

3 Upvotes

Hey ihr Lieben!

Unter diesem Beitrag könnt ihr euch untereinander und mit uns darüber austauschen, wie es euch geht und was gerade so bei euch los ist.

Erzählt gerne von positiven Erfahrungen aus der letzten Zeit und/oder von Dingen, die vielleicht auch mal nicht so gut gelaufen sind!

Hier ist der Ort für einen respektvollen und kontruktiven Austausch über all das.


r/Digital_Streetwork • • 23d ago

Ich möchte Hilfe Kindheit und Gegenwart NSFW Spoiler

5 Upvotes

CW!suizid

Hallo,

das ist der erste Beitrag, den ich ins Internet stelle, um um Hilfe zu bitten bzw. mir meinen Frust von der Seele zu schreiben.

Kurz zu mir: Ich bin 25 Jahre alt, werde in ein paar Tagen 26 und bin mittlerweile ein selbstbewusster junger Mann, der mitten im Leben steht. Seit 1,5 Jahren bin ich in meiner ersten Beziehung und einfach nur glücklich.

Nun möchte ich ein wenig von meiner Kindheit erzählen, die meiner Meinung nach schlimm war.

Ich wurde in den 2000er-Jahren geboren. Mein Vater verließ uns nur wenige Monate nach meiner Geburt. Meine Mutter war bis zu meinem fünften Lebensjahr alleinerziehend. Sie hatte aber, wie ich heute weiß, schon länger den Wunsch nach einer Beziehung.

Auch ich bekam durch die Kita mit, dass die meisten anderen Kinder einen Vater hatten. Also fragte ich natürlich irgendwann: „Wo ist meiner?“

Mein Vater wollte nie Kontakt zu mir haben. Das ging allerdings nur von seiner Seite aus. Ich habe bis ins Jugendalter immer wieder versucht, irgendwie Kontakt zu ihm aufzunehmen – leider vergeblich.

Ich konnte mir damals nichts Schöneres vorstellen, als einen Vater und eine Mutter zu haben.

Ich kann mich noch daran erinnern, dass wir öfter in unserem Dorf zu Pferden gelaufen sind, um sie anzuschauen und zu streicheln. Gleich in der Nähe war eine LPG, also ein größerer Bauernhof. Dort stand immer ein Auto, und meine Mutter schrieb kleine Zettel und legte sie unter die Scheibenwischer.

Anscheinend war das so etwas wie Tinder in den 2000ern. XD

Naja, wie dem auch sei: Als ich ungefähr fünf Jahre alt war, brachte meine Mutter einen Mann mit nach Hause.

Ich war direkt begeistert. Endlich! Endlich habe ich auch einen Papa!

Ich fragte ihn auch direkt: „Bist du jetzt mein neuer Papa?“

Er antwortete prompt: „Nein.“

Was ich in diesem Moment gedacht habe, weiß ich leider nicht mehr.

Ich versuchte, soweit ich mich erinnere, trotzdem eine Art Beziehung zu ihm aufzubauen. Ich sagte Dinge wie „Ich hab dich lieb“, was allerdings nicht allzu gut ankam. Ich kann mich nicht daran erinnern, dass er so etwas jemals zu mir zurückgesagt hätte. Auch Umarmungen waren für mich mit ihm fremd.

Die ersten Monate vergingen. An vieles erinnere ich mich heute nicht mehr.

Er hatte noch zwei Kinder aus einer vergangenen Ehe, die jedes zweite Wochenende bei uns waren: einen Sohn, der ungefähr vier Jahre älter war als ich, und eine Tochter, die etwa drei Jahre jünger war.

Wir lebten zu dieser Zeit noch in einer Mietwohnung in einem Dorf mit ungefähr 2.000 Einwohnern.

Nach wenigen Monaten kaufte der Freund meiner Mutter ein altes, großes Haus. Es lag ungefähr 30 Kilometer von unserer damaligen Wohnung entfernt, in einem Dorf mit nur zweistelliger Einwohnerzahl. Der nächste Nachbar war ungefähr 500 Meter entfernt.

Kurz zu dem Haus: Eigentlich war es eine Villa, die aus mehreren Wohnungen bestand. Es müssten ungefähr zehn Wohnungen gewesen sein. Alle waren stark veraltet und teilweise unbewohnbar. Das Haus wurde um 1800 gebaut und wahrscheinlich im 19. Jahrhundert das letzte Mal richtig bewohnt.

Das Grundstück war ungefähr 1.000 m² groß und bestand aus mehreren Garagen, Schuppen und Grünflächen.

Unten im Haus stand ein alter Holzofen, der angefeuert werden musste, damit wir warmes Wasser hatten.

Der Freund meiner Mutter renovierte mit Freunden eine der unteren Wohnungen für uns. Das ging relativ schnell und nur etwa ein Jahr später zogen wir in dieses Haus ein.

Ich weiß noch, dass sich der Freund meiner Mutter einen Lkw besorgt hatte und mein Stiefbruder und ich hinten auf der Ladefläche mitfuhren, weil vorne kein Platz mehr war.

Nun kam auch meine Einschulung immer näher.

Ich freute mich wie jedes Kind darauf. Ich bekam also eine Zuckertüte und ging anschließend in die Schule.

Meine Mutter hat mir später erzählt, dass sie mich am ersten Tag nach der Schule gefragt hatte:

„Und, wie war's?“

Meine Antwort soll gewesen sein:

„Die Zuckertüte war ja nur eine Verarsche. Schule ist gar nicht so toll.“

Ich war nie wirklich gut in der Grundschule und brachte öfter Dreien und Vieren mit nach Hause. Das lag unter anderem an meiner damals noch unentdeckten und zu dieser Zeit auch nicht unbedingt bekannten LRS.

Der Freund meiner Mutter konnte das leider überhaupt nicht verstehen. Ihm war in der Schule immer alles leichtgefallen.

Deshalb wurde der Ton in den darauffolgenden Jahren immer strenger. Wegen schlechter Noten bekam ich von ihm oft sogenannte „Bettstrafen“.

Wer nicht weiß, was damit gemeint ist, hier eine Erklärung:

Ich stand am Wochenende auf, frühstückte und sobald ihm irgendetwas nicht passte, sagte er zu mir: „Geh wieder ins Bett.“

Dort musste ich dann bis zum Abendbrot bleiben.

Wenn es wieder Worte gab, bekam ich ein paar „hinter die Löffel“, wie man das bei uns nannte.

Damit war ein Schlag mit der flachen Hand hinter beziehungsweise auf den Kopf gemeint.

Es tat meistens weh.

Im Bett durfte ich übrigens nichts machen. Ich durfte weder lesen noch spielen oder sonst irgendetwas tun. Meistens lag ich einfach da, schaute an die Decke und zählte die Maserungen im Holz.

Oft hatte ich solche Angst vor ihm, dass ich nicht einmal auf die Toilette gehen wollte. Zu groß war die Angst, dass er mich außerhalb des Bettes erwischen könnte.

Einmal blätterte ich in einem MediaMarkt-Katalog. Er merkte, dass mich die Dinge darin interessierten.

Also wollte er daraus offenbar eine Art „Lernlektion“ machen.

Er sagte zu mir:

„Hier, du willst dir diesen Kühlschrank kaufen. Du verdienst so und so viel und hast so und so viel im Monat übrig. Wie lange musst du dafür arbeiten?“

Heute würde ich das wahrscheinlich mit links ausrechnen. Aber damals war ich ungefähr acht Jahre alt.

Für mich war das eine Herkulesaufgabe.

Also rechnete ich hin und her, präsentierte ihm irgendwann ein Ergebnis und er sagte:

„Falsch. Nochmal.“

Dieses Spiel wiederholte sich immer wieder.

„Falsch. Nochmal.“

„Falsch. Nochmal.“

„Falsch. Nochmal.“

„Falsch. Nochmal.“

„Falsch. Nochmal.“

Mittlerweile war es schon Nachmittag. Ich saß immer noch am Frühstückstisch und versuchte, diese Aufgabe zu lösen.

Er war währenddessen mit irgendwelchen Freunden im Keller.

Irgendwann ging ich wieder voller Angst zu ihm nach unten und fragte, ob die Aufgabe denn nun endlich richtig sei.

Er sagte wieder: „Falsch.“

Dann rechnete er es mir schnell vor und sagte:

„So. Und jetzt willst du diesen Fernseher kaufen. Rechne mir das mal schnell aus.“

Ich saß am Küchentisch und weinte.

Draußen sah ich meine Stiefgeschwister, wie sie spielten und lachten.

Und ich?

Ich saß hier.

Ihr fragt euch vielleicht: Wo war denn deine Mutter?

Sie war arbeiten.

Sie arbeitete ab und zu am Wochenende. Diese Wochenenden waren für mich der Horror.

Kurz bevor sie von der Arbeit nach Hause kam, ging ich wieder zu ihm und fragte:

„Ist es jetzt richtig?“

„Nein.“

Wieder falsch.

Aber dann sagte er: „Geh raus und spiel etwas.“

Es müsste ungefähr 17 Uhr gewesen sein.

Wir waren übrigens bereits um 8 Uhr aufgestanden.

Wenn meine Stiefgeschwister da waren, waren die Wochenenden meistens erträglicher. Ich stand dann weniger im Fokus.

Meine Mutter sagte mir immer, wenn sie arbeiten musste und meine Stiefgeschwister am Wochenende nicht da waren:

„Geh doch kurz raus und frag ihn, ob du ihm bei etwas helfen kannst. Das bringt euch vielleicht etwas zusammen.“

Also stand ich morgens auf und überlegte erst einmal, ob ich wirklich fragen sollte, ob ich helfen kann.

Irgendwann fragte ich.

Er sagte:

„Klar. Gieß die Tomaten. Sammel das Holz ein.“

Er hatte Kontakt zu einer Sägemühle. Unterhalb unseres Hauses befand sich eine. Von dort bekamen wir immer Holzreste. Diese mussten klein geschnitten werden – mit einer Kreissäge – und anschließend in den Keller gebracht werden. Das wurde meistens zweimal im Monat gemacht.

Dann hieß es:

„Feg das Haus.“

Das Haus bestand aus mehreren Etagen.

Und so weiter und so weiter.

Die Aufgaben nahmen kein Ende.

Dabei hätte ich eigentlich viel lieber gespielt.

Einmal musste bei uns etwas an den Strom- oder Abwasserleitungen gemacht werden. Dafür wurde ein Loch zu den Leitungen gegraben. Anschließend musste es natürlich wieder zugeschüttet werden.

Wir waren mehrere Personen: meine Mutter, der Freund meiner Mutter und zwei Freunde von ihm.

Der Freund meiner Mutter sagte zu mir:

„Ich habe es aufgeschaufelt und du schaufelst es wieder zu.“

Zur Einordnung: Das Loch war ungefähr drei Meter lang und 1,5 Meter tief. Daneben lag locker über eine Tonne Erde.

Er drückte mir also die Schaufel in die Hand und ging anschließend mit meiner Mutter in den Garten, wo sie Bier tranken und sich unterhielten.

Gefühlt zwei Stunden später kamen sie zurück.

Meine Mutter wollte mir die Schaufel abnehmen und weitermachen.

Da sagte ihr Freund:

„Nein, das schafft er. Er macht es allein!“

Sie sagte nicht wirklich etwas dagegen.

Sie schauten mir noch ungefähr fünf Minuten dabei zu.

Bis meine Mutter plötzlich einen Grund erfand, warum er ins Auto müsse, um etwas zu holen.

Als er weg war, sagte meine Mutter zu seinen Freunden, sie sollten schnell schauen, wann er wiederkommt. Dann riss sie mir die Schaufel aus der Hand und versuchte, das Loch so schnell wie möglich zuzuschaufeln.

Er kam zurück.

Sie drückte mir schnell wieder die Schaufel in die Hand.

Das Loch war Gott sei Dank zu.

An einem anderen Tag ging ich mit meiner Mutter und ihrem Freund spazieren. Natürlich war auch unser Hund dabei.

Plötzlich sagte ihr Freund zu mir:

„Komm, wir machen ein Wettrennen den Hügel hoch.“

Ich verlor natürlich.

Ich würde sagen, ein Neunjähriger gegen einen 30-Jährigen – das sind nicht gerade faire Bedingungen.

Als ich oben angekommen war, sagte er mir, dass ich zur Strafe nun den gesamten Spaziergang den Hund führen müsse.

Der Hund war, glaube ich, ein Hovawart. Ich brauche wohl nicht zu erwähnen, dass diese Hunde eine Menge Ausdauer haben und fucking schnell rennen können.

Also versuchte ich mein Bestes, mit ihm mitzuhalten.

Nach mehreren Kilometern Tortur konnte ich einfach nicht mehr.

Ich war völlig fertig.

Das sagte ich ihm auch:

„Ich kann nicht mehr. Ich bin fertig.“

Ich blieb stehen.

Plötzlich kam er auf mich zu und fing ohne ersichtlichen Grund an, mich zu schlagen.

Schellen hinter den Kopf.

Links, rechts, links, rechts.

Ich hörte nur meine Mutter, die ungefähr 15 Meter entfernt war:

„Hör auf! Hör auf!“

Anschließend gingen wir zurück.

Ich versuchte irgendwie, den Rückweg zurückzujoggen.

Nach dem Abendessen sagte er zu mir:

„Du darfst dir noch einen Film aussuchen und ihn gucken.“

Darauf sagte ich:

„Darf ich doch eh nicht.“

Und ging ins Bett.

In seiner Erziehung war es auch nicht ungewöhnlich, irgendwelche Verbote auszusprechen.

Zu diesem Zeitpunkt hatte ich bereits ein „jahrelanges Fernsehverbot“.

Warum?

Ich weiß es nicht.

Bei Familienfilmabenden wurde ich dann natürlich ausgeschlossen:

„Du hast Fernsehverbot. Ab ins Zimmer mit dir.“

Das Verrückte ist: Mit ungefähr zehn Jahren war ich in einem Schwimmverein.

Selbst dort bekam ich nach einiger Zeit ein Verbot:

„Du darfst nicht mehr zum Schwimmen gehen!“

Warum?

Ich hatte keine Ahnung.

In der Woche war der Freund meiner Mutter immer recht lange arbeiten, sodass ich abends dann doch auch mal fernsehen konnte – wobei „fernsehen“ eigentlich zu viel gesagt ist.

Wir hatten keinen Fernseher, sondern nur einen Beamer mit einem Laptop. Meistens haben wir uns die Klassiker wie Bud Spencer oder Michel aus Lönneberga angeschaut.

Mit Letzterem konnte ich mich immer identifizieren.

Ein Junge, der nicht gemocht wurde und immer Strafen bekam?

Ja, das könnte auch ich sein!

Mit neun Jahren bekam ich langsam auch immer mehr Suizidgedanken. Ich stellte mir mehrmals vor, wie ich einfach auf das Dach ging und runterfiel. Dann wäre ich weg!

Der Fehler, der doch eh immer alles falsch machte.

Der nichts kann und aus dem im Leben sowieso nichts werden würde.

Denn genau das musste ich mir immer wieder aufs Neue anhören.

Ich sagte öfter zu meiner Mutter:

„Ich bin nicht dein Kind. Ich gehöre nicht hierher!“

Einmal fragte ich meine Mutter, ob ich einfach ins Kinderheim könne.

Sie gab mir das Telefon.

Ich wollte nach der Nummer für das Jugendamt fragen.

Da riss sie mir das Telefon wieder aus der Hand und sagte:

„Du spinnst.“

Einmal sagte der Freund meiner Mutter im Auto zu mir:

„Weißt du was? Wenn plötzlich ein schwarzes Loch auftauchen würde und du hineinfallen würdest, wäre das gar nicht so schlimm! Klar wäre deine Mutter traurig, aber ich würde einfach ein neues Kind mit ihr machen und dann wäre sie auch wieder glücklich.“

Einmal waren wir bei Freunden. Diese fragten meine Stiefgeschwister und mich, was denn unser Traumberuf wäre.

Meine Stiefgeschwister antworteten prompt:

„Ich will Landwirt werden!“

„Ich will Polizistin werden!“

Ich sagte zögerlich:

„Berufskraftfahrer.“

Darauf kam von seiner Seite nur:

„Tzzzz. Das wird eh nichts.“

Ich könnte wahrscheinlich noch Tausende andere Szenarien beschreiben, doch es soll ja kein Buch werden.

Mit etwa elf Jahren sind wir endlich dort ausgezogen.

Er hatte meine Mutter mit einer anderen Frau betrogen.

Ich weiß heute noch alles ganz genau!!!!!

Meine Mutter kam in mein Zimmer und sagte:

„Wir bleiben hier nicht. Wir ziehen aus!“

Ich konnte meinen Ohren nicht glauben.

Was?!

Habe ich das wirklich richtig gehört?

Sie ging wieder aus dem Zimmer.

Ich war vor Freude fast nicht mehr eingeschlafen.

Nun war es so weit: der Tag des Auszugs.

Wir fuhren vom Hof auf die Straße.

Ich dachte, ich träume.

Endlich weg.

Endlich frei.

Endlich keiner mehr, der mich hasst, mich runtermacht oder schlägt.

Ich war sooooo froh.

Beim neuen Zuhause trugen wir alles hoch und richteten die Wohnung ein.

Der Freund meiner Mutter half aus irgendeinem Grund auch noch mit.

Nun war es so weit: Alle Möbel waren ausgeladen.

Jemand rief mich nach unten:

„Komm, verabschiede dich von dem nun Ex-Freund deiner Mutter.“

Ich streckte ihm die Hand entgegen.

Doch plötzlich umarmte er mich.

Ich habe die Welt nicht mehr verstanden.

Es war ein sehr komisches Gefühl!

Nun fuhr er vom Grundstück.

Ich beobachtete genau, ob er wirklich wegfuhr.

Ich war frei.

Nun wusste ich: Jetzt wird alles besser.

Mit elf Jahren ging ich in eine Psychotherapie.

Bis ich mein Selbstvertrauen und mein Selbstbewusstsein wiederfinden würde, vergingen trotzdem über zehn Jahre.

Ich verstehe mich mit meiner Mutter trotzdem heute extrem gut.

Wir hatten finanzielle Engpässe und mussten uns immer aufeinander verlassen können. All das hat uns fest zusammengeschweißt.

Das Problem?

Sie datet seit Neuestem wieder diesen Typen.

Ich habe ihr gesagt, dass ich nichts mit ihm zu tun haben möchte. Ich habe gesagt, dass er ein Arschloch ist und sie auf sich aufpassen soll.

Ich akzeptiere es, weil ich sowieso nichts daran ändern kann.

Sorry für diesen langen Text.

Aber ich würde gerne eure Gedanken dazu wissen.

Was würdet ihr machen?


r/Digital_Streetwork • • 24d ago

Ich möchte Hilfe Wie mit mentalen Problemen umgehen?

6 Upvotes

Zuerst, keine Sorge ich habe Therapie und bin in guten Händen.

Ich möchte nur wissen, wie man damit umgehen soll, dass ich evtl keine Familie gründen kann.
Ich hab seit ich ein Jugendlicher war, eine Angststörung gehabt. Dann ging die zurück, es kamen Depressionen und dissoziative Symptome.

Kurz, mein Libido ist im Keller, ich bin fühle keine Freude zur Zeit und ich frag mich ob das jetzt mein Leben ist. Werden meine kindheitstrauma mich bis ans Lebensende verfolgen?

Was wenn icb nicht mehr so stabil werde, dass ich jemals Kinder bekommen kann weil dann wieder irgendein goofy ass Symptom dazukommt? Ich hab da sehr Angst vor weil ich eigentlich eine große Familie gründen möchte um die ich mich kümmern will, in den Urlaub gehen, denen das beste Leben überhaupt ermöglichen.

Ich danke für alle Ratschläge?


r/Digital_Streetwork • • 26d ago

Ich möchte Hilfe Zu dumm für Freundschaft

5 Upvotes

Ich bin 18W und scheinbar zu inkompetent um Freunde zu haben.

Mein ganzes Leben lang war ich relativ einsam, die paar Freunde die ich hatte waren immer irgendwann weg. Meistens wenn wir die Klassen wechseln mussten oder ähnliches sind meine Freundschaften verfallen.

Nun hab ich dieses jahr mein Abi gemacht und ich merke der gleiche prozess geht wieder los.

Heute war ich mit einer Freundin aus der schule unterwegs und es hat sich irgendwie sehr gezwungen angefühlt. Wir haben kaum noch etwas gemeinsam worüber wir reden können.

Bei meinen anderen Schulfreunden ist es genau so, entweder wir reden garnicht mehr oder es ist nur der erzwungene smalltalk. Vielleicht liegt es daran, dass sie alle zur Uni gehen werden und eine Beziehung haben und ich single Opfer nur eine Ausbildung mache, andere Lifestyles oder so.

In meiner Ausbildung schaffe ich es auch nicht Freunde zu finden. Warum auch immer sind fast alle anderen Azubis in meinem Betrieb und in der Berufsschule mitte 20. Ich fühle mich da manchmal echt wie ein Kleinkind und sie sehen mich bestimmt auch so.

Ich versteh nicht was ich falsch mach, wirklich zerstritten hab ich mich nie mit jemandem aber dennoch krieg ich Freundschaften nie auf die reihe. Ich werde oft von anderen als nett und hilfsbereit beschrieben aber mehr als smalltalk führen will keiner mit mir.

Ich bin echt am verzweifeln, das sollten ja eigentlich jetzt die besten Jahre meines Lebens sein und ich verbringe sie damit in meinem Zimmer zu heulen.

Ich bin langsam überzeugt, dass ich für immer allein und traurig sein werde.

Warum kann ich nicht normal sein?


r/Digital_Streetwork • • 28d ago

Ich möchte Hilfe Angst um Nichte: Essstörung, Körperwahrnehmungsstörung, Selbstverletzung

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Guten Morgen!

Meine Familienverhältnisse sind kurz gesagt etwas schwierig und ich fühle mich wie das schwarze Schaf eben dieser.

Ich habe viele Nichten und Neffen und seit etwa 2 Jahren auch vermehrt Kontakt mit einer meiner Nichten.

Wir teilen trotz unseres Alterunterschiedes viele Interessen und Einstellungen.

Sie ist mittlerweile in der Pubertät und der virtuelle Kontakt etwas eingeschlafen, wenn wir uns sehen ist aber alles gut.

Nun teilt sie vermehrt Content, der mir Sorgen bereitet und bei dem ich Angst habe, sie könnte in eine Essstörung rutschen oder unter einer Körperwahrnehmung leiden. Auch Selbstverletzung spielt zumindest in den geteilten Inhalten eine Rolle.

Bei unserem letzten Treffen hat sie trotz der Bitte ihrer Mutter nicht mit uns gefrühstückt und den ganzen Tag sehr wenig gegessen.

Bitte sagt mir, wie ich sie unterstützen und vor Schlimmeren bewahren kann. Ich verzweifle extrem.

Der erste Impuls wäre natürlich, ihre Mutter/meine Schwester zu involvieren. Ehrlich gesagt weiß ich aber nicht, ob es das nur schlimmer machen würde.

Aber kann ich aus meiner Position überhaupt zu ihr durchdringen? Ich brauche Hilfe.

LG,