r/wandern • • Mar 12 '26

[Sticky] Zugspitze und andere hohe Berge: Bitte erst lesen

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Zunächst sei auf die primären Informationen des Alpenvereins verwiesen: https://www.alpenverein.de/artikel/sicher-auf-die-zugspitze_d6656f66-4dc5-4e9c-bd6e-ca81704a79f5

In r/Wandern tauchen sehr regelmäßig Fragen auf wie:

  • „Kann man die Zugspitze als Anfänger schaffen?“
  • „Geht die Zugspitze schon im März / April / Mai?“
  • „Ich bin fit, aber habe keine Bergerfahrung, reicht das?“
  • „Kann man da einfach hochlaufen?“

Die kurze Antwort lautet oft: Nein, nicht so, wie ihr euch das vorstellt.

Die Zugspitze ist kein normaler Wanderberg und auch kein sinnvoller Einstiegsgipfel für Unerfahrene, vor allem nicht außerhalb des Hochsommers. Das gilt in ähnlicher Form auch für andere hohe Berge in den Alpen. Höhe, Wetter, Länge und Gelände machen aus einer scheinbaren „Wanderung“ schnell eine ernsthafte alpine Tour.

Warum die Zugspitze so oft unterschätzt wird

Viele unterschätzen nicht nur die Höhe, sondern vor allem die Kombination aus langer Strecke, vielen Höhenmetern, alpinem Gelände, Wetterumschwüngen, Restschnee, Eis oder Nässe und der Tatsache, dass man auch erschöpft noch sicher absteigen können muss.

Dazu kommt die häufigste Fehleinschätzung überhaupt:

„Ich bin fit, also müsste das doch gehen.“

Fitness hilft natürlich, aber Kondition allein reicht nicht. Wer joggt, Rad fährt oder regelmäßig ins Gym geht, bringt eine gute Grundlage mit. Das ersetzt aber keine alpine Erfahrung. Acht Stunden oder mehr kontinuierlich bergauf und bergab in steilem, unebenem oder exponiertem Gelände sind etwas anderes als Sport im Alltag.

Für die Zugspitze braucht es je nach Route zusätzlich vor allem:

  • Trittsicherheit
  • Schwindelfreiheit
  • Erfahrung im alpinen Gelände
  • gute Tourenplanung
  • Gefühl für Bedingungen
  • realistische Selbsteinschätzung

Viele unterschätzen, wie anstrengend Höhenmeter in den Alpen sind, wie langsam man in schwierigerem Gelände wird und wie problematisch Schnee- oder Eisreste selbst auf vermeintlichen Wanderwegen sein können.

März, April und oft auch Mai sind in der Regel keine Wandersaison

Wenn hier gefragt wird:

„Kann ich die Zugspitze im März wandern?“

lautet die Antwort für die meisten Leute ganz klar: nein.

Hier auch ein Beispiel: So sieht das Zugspitzplatt noch Anfang Juni aus:

https://www.foto-webcam.eu/webcam/sonnalpin/2023/06/10/0720 oder

https://www.foto-webcam.eu/webcam/zugspitze-sued/2023/06/10/0720

Hier müsst ihr durch. Das kann zum Teil noch hüfthohes Einsinken im Schnee bedeuten und enorm viel Energie kosten.

Schaut euch auch die Webcambilder unter https://zugspitze.panomax.com

Hier könnt ihr die vergangenen Jahre unten durchblettern. Ihr werdet sehen, dass selbst im Juni noch signifikant viel Schnee liegen kann.

Im März, April und Mai herrschen auf der Zugspitze und an vielen Zustiegen meist noch winterliche Verhältnisse, teils zusätzlich mit Skibetrieb. Das bedeutet je nach Lage Schnee, Eis, vereiste Steige, schwierige Orientierung, Lawinengefahr, kurze Tage und sehr schnelle Wetterwechsel.

Das ist dann keine normale Bergwanderung mehr, sondern je nach Bedingungen eher Winterbergsteigen oder zumindest eine alpine Unternehmung mit deutlich erhöhtem Risiko.

Wichtig ist auch: Das Kalenderdatum allein sagt in den Alpen wenig aus. Auch im Juni kann noch viel Altschnee liegen, und im September kann es schon wieder winterlich werden. Entscheidend sind die aktuellen Verhältnisse, nicht nur der Monat.

Die klassischen Routen

1. Gatterlroute

Die Route über das Gatterl ist aus meiner persönlichen Sicht die einfachste Route auf die Zugspitze, weil sie ähnlich schwer wie die Reintalroute ist, aber deutlich kürzer. Trotzdem ist sie keine harmlose Anfängerwanderung, sondern eine lange und ernstzunehmende alpine Bergtour.

Gerade weil sie oft als „machbar“ wahrgenommen wird, wird sie regelmäßig unterschätzt. Auch hier braucht es Kondition, Trittsicherheit und vernünftige Planung. Bei Restschnee, Nässe oder Vereisung wird auch diese Route schnell deutlich ernster.

Für die Gatterlroute braucht es in normalen Sommerbedingungen vor allem:

  • feste Bergschuhe mit gutem Profil
  • Wetterschutz und warme Schicht
  • ausreichend Wasser und Verpflegung
  • Sonnenschutz
  • Stirnlampe
  • Navigation, idealerweise auch offline

Je nach Bedingungen können zusätzlich Stöcke oder bei Altschnee auch weitere alpine Ausrüstung notwendig werden. Wenn ihr anfangt, über Schneeausrüstung nachzudenken, solltet ihr euch sehr ehrlich fragen, ob Route und Bedingungen wirklich zu eurer Erfahrung passen.

2. Reintalroute

Die Route durchs Reintal ist technisch die einfachste, aber gleichzeitig auch die mit Abstand längste. Genau deshalb ist sie für viele anstrengender, als sie vorher denken. „Technisch einfach“ bedeutet nicht „leicht“, sondern nur, dass sie weniger ausgesetzte oder versicherte Passagen hat als andere Anstiege.

Wer von Garmisch durchs Reintal hoch will, sollte meist eine Übernachtung mitdenken, statt die Tour auf Biegen und Brechen als extrem langen Tag durchzuziehen.

Die Ausrüstung ist hier meist klassische Bergwanderausrüstung, aber genau die Länge macht Fehler teuer. Typische Probleme sind zu wenig Wasser, zu wenig Essen, keine warme Schicht für oben, keine Stirnlampe und völlig falsche Zeitplanung.

Für das Reintal gilt deshalb besonders:

  • solide Bergschuhe
  • ausreichend Wasser und Kalorien
  • Wechsel auf kühlere Bedingungen im Gipfelbereich einplanen
  • Licht für den Notfall dabeihaben
  • Reserven für einen sehr langen Tag oder Übernachtung einplanen

Auch auf dieser Route können im oberen Bereich Schnee und Eis die Verhältnisse deutlich verändern.

3. Stopselzieher / Ehrwalder Seite

Auch das ist keine normale Spazierwanderung, sondern eine alpine Tour mit entsprechenden Anforderungen. Gute Bedingungen, Trittsicherheit, Schwindelfreiheit und Erfahrung im alpinen Gelände sind hier Voraussetzung.

Im Vergleich zu Gatterl und Reintal wird es hier schneller alpiner. Deshalb reicht klassische Wanderausrüstung allein nicht immer aus. Neben festen Schuhen, Wetterschutz, Wasser, Verpflegung und Navigation sollte man sich vorab sehr genau mit den aktuellen Verhältnissen beschäftigen und ggf. auch ein Klettersteigset mitgenommen werden, auch wenn es sich beim Stopselzieher nicht um einen klassischen durchversicherten Klettersteig handelt.

Je nach Zustand der Route können zusätzliche Anforderungen an Ausrüstung und Können dazukommen. Wenn euch nicht klar ist, was die aktuellen Bedingungen konkret für euch bedeuten, ist das meist schon ein Warnsignal.

4. Höllental

Die Route durchs Höllental ist ganz klar keine Anfängerroute.

Sie beinhaltet je nach Bedingungen ausgesetzte Passagen, versicherte Stellen, ein steiles Schneefeld oder den Höllentalferner und damit alpine Gefahren, die deutlich über normales Bergwandern hinausgehen.

Ein wichtiger Punkt ist der Gletscherbereich. Auch wenn der Höllentalferner oft kleiner wirkt als viele sich einen „richtigen Gletscher“ vorstellen, bleibt er ein ernstzunehmender Abschnitt. Je nach Jahreszeit und Bedingungen kann dort Schnee liegen, es kann aber im Spätsommer auch Blankeis auftreten. Genau dann wird der Abschnitt für viele besonders heikel.

Im Spätsommer ist das Problem oft nicht nur der Gletscher selbst, sondern auch der Übergang oben. Dort kann sich eine Randkluftbilden, die den Ausstieg zusätzlich erschwert oder je nach Zustand unangenehm bis problematisch macht. Das ist nichts, was man als unerfahrener Wanderer einfach spontan „vor Ort löst“.

Auch das Thema Pickel wird regelmäßig missverstanden. Ein Pickel ist kein magischer Sicherheitsgegenstand, den man einfach mitnimmt und dann passt das schon. Wer ihn auf Blankeis oder steilem Altschnee sinnvoll einsetzen will, muss den Umgang damit beherrschen. Gleiches gilt für Steigeisen oder andere Eis-Ausrüstung. Ohne entsprechende Erfahrung kann zusätzliche Ausrüstung sogar trügerische Sicherheit vermitteln.

Für das Höllental gilt daher besonders:

  • Nur bei guten und für euch passenden Bedingungen
  • Nur mit passender Erfahrung für ausgesetztes und alpines Gelände
  • Gletscherzustand, Altschnee, Blankeis und Randkluft vorher prüfen
  • Nicht davon ausgehen, dass Sommer im Tal automatisch sommerliche Verhältnisse im Höllental bedeutet

Wer fragen muss, ob das Höllental „für Anfänger okay“ ist, für den lautet die Antwort fast immer: nein.

Auch diese Beiträge seien nochmal allen nahegelegt:

https://www.youtube.com/watch?v=RKWSWmcOEyI

https://www.br.de/nachrichten/bayern/abenteuer-zugspitze-zwischen-spalten-und-selfie-ehrgeiz,UcVmiEd

Wann die Zugspitze sinnvoll machbar ist

Für normale, erfahrene Bergwanderer liegt die beste Zeit in der Regel im Hochsommer bei stabilen Verhältnissen, also meist grob in Juli, August und im frühen September.

Aber auch dann gilt:

  • Wetterbericht prüfen
  • aktuelle Bedingungen prüfen
  • früh starten
  • genug Reserven einplanen
  • Route passend zur eigenen Erfahrung wählen

Selbst im Hochsommer ist die Zugspitze keine Tour, die man mal eben spontan mitnimmt, nur weil im Tal schönes Wetter ist.

Ausrüstung allgemein

Unabhängig von der Route scheitert es oft schon an den Basics. Für eine ernsthafte Zugspitz-Tour gehören in der Regel mindestens dazu:

  • feste, passende Bergschuhe mit gutem Profil
  • wetterfeste Kleidung im Schichtprinzip
  • warme Schicht für Wind und Gipfelbereich
  • Regen- und Windschutz
  • ausreichend Wasser und Verpflegung
  • Sonnenschutz mit Brille, Sonnencreme und Kopfbedeckung
  • Stirnlampe
  • kleines Erste-Hilfe-Set
  • geladenes Handy
  • Karte, GPX oder Offline-Navigation

Je nach Route und Bedingungen kann zusätzlich nötig sein:

  • Stöcke
  • Helm
  • Klettersteigset
  • Grödel, Microspikes oder Steigeisen
  • Pickel

Wichtig dabei: Ausrüstung ersetzt keine Erfahrung. Wer ein Klettersteigset, Steigeisen oder einen Pickel besitzt, kann damit noch nicht automatisch sicher umgehen.

Was regelmäßig keine gute Idee ist:

  • Turnschuhe oder ungeeignetes Schuhwerk
  • zu wenig Wasser
  • keine warme Schicht, weil es unten sommerlich ist
  • kein Licht, weil „wir sind ja tagsüber wieder unten“
  • Navigation nur über Handyempfang
  • die Annahme, dass man sich schon irgendwie durchmogeln wird

Gerade auf hohen Bergen gilt: Unten warm heißt oben noch lange nicht angenehm.

Wann ihr die Tour eher lassen solltet

Wenn ihr noch nie eine alpine Tagestour gemacht habt, keine Erfahrung mit ausgesetzten Wegen habt, nicht trittsicher oder nicht schwindelfrei seid, Wetter und Bedingungen nicht selbst einschätzen könnt oder euch auf „wird schon gehen“ verlasst, dann ist die Zugspitze sehr wahrscheinlich noch nicht die richtige Tour.

Das gilt erst recht, wenn ihr im März, April, Mai oder nach frühem Schneefall im Herbst eigenständig hoch wollt.

Ein einfacher Selbsttest

Wenn ihr euch Fragen stellt wie:

  • „Reichen Turnschuhe?“
  • „Brauche ich da wirklich Stöcke?“
  • „Kann man da im März schon hoch?“
  • „Ich war noch nie in den Alpen, aber gehe oft im Mittelgebirge, reicht das?“
  • „Kann ich 1800 oder 2000 Höhenmeter einfach mal ausprobieren?“

dann ist die Zugspitze wahrscheinlich noch nicht die richtige Tour.

Das ist nicht böse gemeint. Solche Fragen zeigen meist einfach, dass die alpine Erfahrung noch fehlt.

Was stattdessen sinnvoll ist

Wer langfristig auf die Zugspitze möchte, sollte sich langsam herantasten. Sinnvoll sind zunächst längere Bergtouren, 1000 bis 1500 Höhenmeter an einem Tag, sichere Bewegung auf steilen Wegen und Erfahrung mit Wetterumschwüngen und langen Abstiegen.

Gute Zwischenschritte sind kleinere alpine Gipfel, lange Bergwanderungen ohne große Schlüsselstellen oder geführte Touren mit Bergschule oder Bergführer.

Eine aus meiner Sicht generell gute Bergsteiger-Progression kann folgendermaßen aussehen:

  1. Heimgarten & Herzogstand Überschreitung
  2. Hohe Kisten übers Kistenkar
  3. Vorderer Drachenkopf
  4. Westliche Karwendelspitze über Karwendelsteig
  5. Östliche Karwendelspitze
  6. Zugspitze über Gatterl
  7. Alpspitze über Klettersteig
  8. Mittenwalder Höhenweg
  9. 5 Gipfel Klettersteig im Rofan
  10. Wörner
  11. Obere Wettersteinspitze
  12. Birkkarspitze ggf. mit Ödkarspitzen
  13. Zugspitze über Hölltal
  14. Ehrwalder Sonnenspitze
  15. Watzmann

Natürlich gibt es aber auch tausend andere Varianten das anzugehen.

Wenn ihr im Sub zur Zugspitze fragt, schreibt bitte direkt dazu

  • welche Route ihr gehen wollt
  • wann ihr gehen wollt
  • welche alpine Erfahrung ihr habt
  • eure bisher längsten Touren mit Höhenmetern
  • ob ihr trittsicher und schwindelfrei seid
  • ob ihr allein oder in Gruppe unterwegs seid
  • welche Ausrüstung ihr eingeplant habt

Ein „Ich bin fit, schaffe ich die Zugspitze?“ ist kaum sinnvoll beantwortbar. Und die Antwort lautet trotzdem oft: eher nein.

Kurzfassung

Zugspitze für Anfänger?
Meist nein.

Zugspitze im März, April oder Mai?
Für normale Wanderer in der Regel nein. Siehe Juni: https://www.foto-webcam.eu/webcam/sonnalpin/2023/06/10/0720 und https://www.foto-webcam.eu/webcam/zugspitze-sued/2023/06/10/0720

Reintal oder Gatterl gleich leicht?
Nein. Eher technisch einfacher, aber trotzdem lang, fordernd und alpin.

Höllental für Unerfahrene?
Nein.

Reicht Fitness allein?
Nein.

Kann man fehlende Erfahrung mit Ausrüstung ausgleichen?
Auch nein.

Bitte nehmt das ernst

Ich will hier niemandem etwas madig machen. Aber jedes Jahr gehen Menschen auf die Zugspitze mit falscher Einschätzung von Strecke, Wetter, Schwierigkeit, Verhältnissen, Ausrüstung und eigener Erfahrung.

Die Folge sind Umkehr, völlige Erschöpfung, Blockierung in schwierigen Passagen, Rettungseinsätze oder Schlimmeres.

Bergtouren sind keine Mutprobe und kein Fitnessstudio mit Aussicht.


r/wandern • • Aug 28 '24

Moderator/innen/en gesucht

22 Upvotes

Hallo liebe /r/Wandern Community,

wir sind über das letzte Jahr sehr stark gewachsen und umfassen aktuell 20k Wanderfans! Wie vielleicht einigen von euch gemerkt haben, komme ich an einigen Tagen, durch meine beruflichen und persönliche Verpflichtungen, nicht mit der Moderation hinterher. Deshalb suche ich nach ein bis zwei neuen Leuten die Lust haben bei der Moderation und der Gestaltung dieses Subreddits mitzuwirken. Idealerweise jemand der Kenntnisse im Bereich Reddit/ Subreddit Layouts/ generelle Computer Kenntnisse hat, aber das ist nicht zwingend erforderlich. Schreib mir gerne eine PN mit deiner Bewerbung. Aiethia


r/wandern • • 1h ago

Tourenplanung Staying in Naturpark Westhavelland

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Hello! Looking to stay a night in Naturpark Westhavelland in November to stargaze. I will not have any gear so looking for more of an Airbnb situation. Anyone have any places they recommend?


r/wandern • • 2h ago

Tourenplanung Zugspitze im Oktober besteigen?

1 Upvotes

Hallo, hat jemand von euch in den letzten tagen die Zugspitze über die Gatterl Route bestiegen und kann seine Meinung dazu abgeben?


r/wandern • • 8h ago

Tourenplanung Tour gesucht für 6 Leute zwischen 5-10 Wandertagen

1 Upvotes

Hallo Zusammen, 5 weitere Kollegen und Ich planen unseren nächsten Wanderurlaub.
Dabei soll jeder sich eine Tour raussuchen und einen kleinen "Pitch" vorbereiten mit PP o.Ä..

Nur leider hab ich bis jetzt nichts interessantes gefunden, daher frage ich hier mal nach.
Grundlegende Infos:

- 6 Mann, alle relativ sportlich und (gut) bewandert

- Suche einen Wander-/Trekkingtour von 5-10 Wandertage

- Etappen können gerne auch bis 30 km oder 1.500 hm gehen

- Haben dieses Jahr die Peaks of Balkan (kleine Tour) und letztes Jahr den GR221 auf Mallorca bewältigt (Diese Art der Etappen Länge/Höhe war sehr angenehm für uns, aber würden auch weniger oder mehr anspruchsvolle Touren versuchen)

- Schottland, Tour du Mont Blanc, Irland und Marokko fallen raus, da andere diese Ziele pitchen möchten

- Zeitraum: August-Oktober nächstes Jahr

- Gerne auch Tipps zu Aktivitäten/Orten die vor/nach den Wanderungen vor Ort möglich sind :)

Eventuell hat ja jemand hier noch einen guten Vorschlag :)


r/wandern • • 12h ago

Ausrüstungsfrage Nutzt hier jemand ein Walking Pad zwischen den Wochenendtouren?

1 Upvotes

Normalerweise schaffe ich es am Wochenende, eine Wanderung zu machen, aber unter der Woche komme ich kaum dazu, zu Fuß unterwegs zu sein. Arbeit, Abendessen, ein paar Dinge im Haushalt erledigen - und plötzlich ist es Zeit fürs Bett. Da die Abende nun dunkler werden, habe ich mich nach Walking Pads umgesehen, um auch zu Hause etwas mehr zu laufen ... am liebsten mit Steigungsfunktion.

Das Merach W60plus steht bei mir gerade in der engeren Auswahi. In der Produktbeschreiburg ist von einem bürstenlosen Motor die Rede, aber ich weiß nicht so recht, was das für die Wartung des Gerats bedeutet. Ich wurde es wahrscheinlich an mehreren Abenden pro Woche nutzen; daher interessiert mich vor allem, wie langlebig diese Gerate sind und ob die stiegung von 8.75% für mich ausreicht. Nutzet hier jemand so ein Gerat als Elganzung zum Wandern? Was muss man eingentlich tun, damit es einwandfrei lauft? Das gelegentliche Schmieren des Laufbands klingt machbar. Standiges Nachjusteiren oder die muhsame Suche nach Ersatzteilen schreckt mich ehrlich gesagt eher ab!

Ich finde zwar viele erste Erfahrungsberichte, wurde mich abir freuen, von Leuten zu horen, die ihr Gerat schon etwas langer besitzen


r/wandern • • 1d ago

Allgemeine Frage Umfrage: Wandern im Gebirge - Orientierung, Sicherheit und Verhalten unterwegs

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docs.google.com
3 Upvotes

Hi zusammen!

Für eine Bachelorarbeit im Bereich Produktdesign suchen wir aktuell die Unterstützung von begeisterten Wanderern aus der Community!

Wir untersuchen, wie Menschen Wanderungen in bergigen und alpinen Regionen planen, welche Entscheidungen sie unterwegs treffen und welche Herausforderungen dabei entstehen. Uns interessieren dabei vor allem eure echten Erfahrungen, insbesondere rund um die Themen Orientierung, Sicherheit und Verhalten in der Natur.

⏱️ Dauer: ca. 8–10 Minuten

🔒 Datenschutz: Komplett freiwillig und anonym (die Ergebnisse werden ausschließlich für die Abschlussarbeit verwendet)

🔗 Hier geht's zur Umfrage: https://docs.google.com/forms/d/e/1FAIpQLSdjboQdgdBZD9iGuzxCyAIRPmy2SQqZhc6JqWpz8HiAbHof5Q/viewform

Wir würden uns riesig freuen, wenn ihr euch kurz Zeit nehmt.

Vielen Dank für eure Zeit und Unterstützung! 🥾⛰️


r/wandern • • 2d ago

Allgemeine Frage Foto von Urfttalsperre/Eifel für Bewerbung gesucht!

0 Upvotes

Entlang der Urfttalsperre verläuft ein Banner der die Geschichte der Urfttalsperre zeigt.

Hat wer eine Foto davon?

Brauche das Foto als Beispiel für eine Bewerbung und habe nur ein dämliches Selfie wo man das Banner im Hintergrund sieht 😂


r/wandern • • 3d ago

Tourenplanung Eifel National Park - How rugged are the trails?

5 Upvotes

Wondering if i need hiking boots or if ill be alright in sneakers (assuming relatively dry conditions).

From what i can see in the pictures, most trails seem like well maintained dirt path, but I don’t want to find myself in a dangerous situation and/or needing to turn around


r/wandern • • 3d ago

Routenempfehlung gesucht Wanderwege an der deutschen Grenze?

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1 Upvotes

Danke!!


r/wandern • • 3d ago

Allgemeine Frage Watzmann Hocheck wandern

1 Upvotes

Ich möchte mit ein paar Freunden von mir nächstes Jahr die Tour vom Parkplatz Wimbachbrücke bis zum Watzmannhaus machen, dort dann übernachten und am nächsten Tag auf das Hocheck und wieder runter. Das wäre allerdings unsere erste große Tour mit vielen Höhenmetern. Hat jemand bereits Erfahrung mit dieser Route und weiß**,** wie anstrengend es wirklich ist**?** Wir sind alle grundsätzlich fit und haben schon ein paar Wanderungen in unserer Umgebung gemacht. Für weitere Tipps für diese Route oder ähnliche bin ich gerne offen.


r/wandern • • 4d ago

Tourenbericht Coast to Coast - 300 km durch den Norden Englands

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583 Upvotes

Hallo liebe Wanderfreunde,

dieses Jahr war ich vom 31.08. bis zum 12.09. auf dem Coast to Coast Walk in England unterwegs und möchte ein paar Eindrücke und Erfahrungen mit euch teilen.

Manchester mit seinem großen Flughafen liegt ungefähr südlich der Wegmitte und bietet recht unkomplizierte Verbindungen zu beiden Endpunkten der Wanderung. Nach St. Bees (Start) kommt man mit dem Zug, nach Robin Hood's Bay (Ziel) mit Zug und Bus. Beide Orte sind in etwa vier Stunden mit maximal zwei Umstiegen erreichbar. Ich habe mich jedoch entschieden, den Weg in umgekehrter Richtung zu wandern. Statt wie üblich an der Irischen See in St. Bees zu starten, ging es für mich von der Nordseeküste in Robin Hood's Bay Richtung Westen. Meine folgenden Eindrücke sind also ebenfalls in „umgekehrter Reihenfolge“. Der Coast to Coast Walk ist seit letztem Jahr offiziell ein National Trail und wurde in diesem Zuge auch mit Wegweisern in beide Richtungen ausgestattet. Eine zusätzliche, zumindest rudimentäre Navigation (z.B. gpx-Track auf dem Smartphone) würde ich trotzdem empfehlen. Gerade auf den weitläufigen, hügeligen Weideflächen fehlen häufig Wegweiser und der Wegverlauf ist nicht immer eindeutig zu erkennen.

Eine Tradition auf dem C2C ist es, sich am Start einen kleinen Stein von der Küste mitzunehmen und diesen am Ende der Wanderung auf der anderen Seite des Landes wieder dem Meer zu übergeben. Die Route führt durch gleich drei Nationalparks: die North York Moors, Yorkshire Dales und den Lake District. Entsprechend abwechslungsreich ist die Landschaft. Von den weiten, violett blühenden Heidelandschaften der Moors geht es durch die von unzähligen Steinmauern durchzogenen Täler der Dales bis in den bergigen Lake District mit seinen zahlreichen Seen. Im letzteren Nationalpark geht es täglich mehrer hundert Höhenmeter auf und ab, sodass ich empfehlen würde die Etappen dort etwas kürzer zu planen. Dies war auch einer der Hauptgründe warum ich den Weg in entgegengesetzer Richtung lief, denn den körperlich anstrengenderen Part wollte ich lieber am Ende gehen, dann wenn ich mich bereits fit gewandert habe.

In den Nationalparks wird Wildcampen meist geduldet und gerade im Lake District fand ich es aufgrund der Landschaft ziemlich einfach, schöne Zeltplätze zu finden. In den Moors und Dales war das teilweise etwas schwieriger. Ich stelle mein Zelt ungern auf Weiden zwischen grasenden Kühen oder Schafherden auf – und von denen gibt es wirklich mehr als genug. Grundsätzlich ist es aber durchaus möglich, die gesamte Strecke wild zu campen. Die meisten Wanderer sind allerdings von Unterkunft zu Unterkunft unterwegs. Es gibt sogar Gepäcktransporte à la Jakobsweg. Viele Gasthäuser und Pubs bieten außerdem eine Zeltwiese oder einen Bereich im Biergarten an, auf dem man für durchschnittlich 10 £ sein Zelt aufschlagen und die Sanitäranlagen nutzen darf. Duschen sind für die Camper allerdings nicht immer vorhanden.

An kleineren Dorfläden kommt man regelmäßig vorbei, sodass man seine Vorräte recht unkompliziert auffüllen kann. Auch Pubs gibt es entlang der Strecke reichlich, und dort lässt sich normalerweise problemlos Trinkwasser nachfüllen. Das würde ich auch empfehlen, denn aufgrund der vielen Weidetiere hätte ich persönlich wenig Lust gehabt, Wasser aus den Bächen und Flüssen zu trinken.

Mit dem Wetter hatte ich für englische Verhältnisse wohl ganz ordentlich Glück. Tagsüber lagen die Temperaturen ziemlich konstant zwischen 18 und 20 °C, nachts waren es meist um die 10 °C. Geregnet hat es zwar fast täglich, allerdings überwiegend nur in Form von Nieselregen. So richtig nass wurde ich eigentlich nur an zwei Tagen, an denen es nahezu durchgehend regnete. Nicht unterschätzen sollte man allerdings den Wind. Der war mein täglicher Begleiter und konnte auf Dauer, besonders bei Gegenwind, ziemlich anstrengend werden.

Der Weg selbst ist technisch unkompliziert und enthält keine besonders gefährlichen Passagen oder Kletterstellen. Mit einer passenden Etappenplanung ist er meiner Meinung nach auch für absolute Einsteiger gut geeignet. Entsprechend sind auch einige Wanderer unterwegs. Trotzdem kam es gerade in den Moors und Dales immer wieder vor, dass ich zwei bis drei Stunden lang keiner Menschenseele begegnet bin. Insbesondere im Lake District kann es etwas voller werden, aber es wirkte auf mich nie überlaufen.

Insgesamt war ich 13 Tage unterwegs, davon 12 Wandertage mit durchschnittlich 27,5 km pro Tag. Einen Pausentag habe ich in Kirkby Stephen nach circa 175 km eingelegt. Der Ort bietet sich dafür ganz gut an, da es einen größeren Supermarkt und einige Gasthäuser gibt. Die kulturell und touristisch etwas interessantere Alternative wäre Richmond, das etwa zwei Wandertage östlich entfernt liegt.

Besonders gut gefallen haben mir die landschaftliche Abwechslung zwischen den drei Nationalparks, die kleinen typisch englischen Ortschaften und nicht zuletzt die gemütlichen Pubs voller Wanderer und herzlicher Einheimischer. Außerdem finde ich die Vorstellung, von einer Küste zur anderen zu wandern und dabei ein ganzes Land zu durchqueren, nach wie vor ziemlich faszinierend. Und ich kann mir kaum einen Trail vorstellen, in dem sich das auf so abwechslungsreiche und gleichzeitig unkomplizierte Weise umsetzen lässt wie auf dem Coast to Coast Walk.


r/wandern • • 4d ago

Tourenbericht 6 Tage Albanien Südküste plus Karaburun-Halbinsel und Llogara-Nationalpark

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58 Upvotes

Hi zusammen,

ich möchte kurz diese scheinbar sehr wenig begangene Tour vorstellen. Wir waren zu zweit (m30&36) Ende Mai/Anfang Juni mit dem Biwack unterwegs. Wir wollten ursprünglich den Peaks of the Balkans wandern aber leider hatte es dieses Jahr sehr viel Schnee und als wir einen Tag vor Beginn in einer Facebook-Gruppe aktuelle Bilder vom Trail gesehen haben, hatten wir uns spontan umentschieden, was auch die richtige Entscheidung war wie uns später ein paar Engländer berichtet hatten, die den PoB dennoch probiert hatten und abbrechen mussten. Blöd war nur, dass ich bereits in Tirana war, d.h. ich war auf maximal anderes Wetter vorbereitet... Es war unglaublich heiß die ganze Zeit >30°C und nur einmal Regen in den Bergen.

Los ging es für uns dann in Vlora, da gibt es gegenüber von Te Lilo (ein sehr empfehlenswertes Restaurant) einen lokalen Bus nach Orikum. In Orikum angekommen hatten wir jeweils erstmal jeder 1,5 Liter Wasser getrunken und sonst noch so viel Wasser eingepackt wie irgendwie möglich. Wir hatten zu zweit glaube ich minimum 12 Liter insgesamt dabei und das wurde noch sehr knapp. Zu Beginn geht es am Strand entlang und durch einen Sumpf (mit aber guten und trockenen Wegen).

Plan war ursprünglich einem Wikiloc-Trail über Karaburun auf die andere Seite der Hügel zu nehmen, dort zu übernachten und dann anschließend an der Küste entlang einen anderen Pfad bis zum nächsten Ort zu nehmen. Allerdings war der Weg in extrem schlechtem Zustand bis quasi gar nicht vorhanden, wir kamen viel langsamer voran als geplant und der Weg abwärts war quasi nicht sichtbar, das Gelände schon alpin und damit viel zu gefährlich, zumals es schon in einer halben Stunde dämmerte. Also wollten wir das Lager erst auf dem Sattel aufschlagen, hinter alten Hirtenmauern aber der Wind war selbst hinter den Mauern viel zu stark, also mussten wir wohl oder übel auf unebenem Gelände an einem Hang übernachten (was für eine Rutschpartie im Schlafsack).

Am nächsten Tag dann entschieden wir uns über den Grat in Richtung Llogara-Nationalpark zu wandern weil der Weg dort wenigstens sichtbar war. Eine unglaublich schöne und wilde Gegend. Unberührte Blumenwiesen, alte Eichenwälder, je nach Seite entweder karg oder komplett grün. Man sieht auch die Insel Sazan, die sich Trumps Gefolge gerne unter den Nagel reisen würde. Viel Gestrüpp, auch sehr schlechte Wege, oft auch gar keine, der Untergrund ist unglaublich scharfkantig (man sieht ganz oben tatsächlich viele Muschel-Fossilien etc.). Aber vor allem keine Menschenseele, nicht mal in den USA hab ich jemals einen so einsamen Weg erlebt. In der ersten Nacht haben wir sogar Wölfe heulen gehört. Allerdings hat man auf der einen Hangseite immer Handyempfang, d.h. Notrufe sollten kein Problem sein, wenn man auf dem Grat wandert.

Am Ende beim Llogara-Nationalpark war die Vegetation aufgrund der vielen Niederschläge unglaublich grün und anders als sonst am Mittelmeer, es gab hohe Bäume und sogar einen Mooswald. Wir sind uns nicht ganz sicher wie lange die Strecke war weil es keinen Weg gab aber ca. 35 km, die wir in zwei Tagen zurücklegen mussten weil uns das Wasser langsam ausging und es wirklich erst in Llogara wieder Wasser gab. Dort hat es dann auch angefangen zu gewittern, sodass wir doch eine Unterkunft genommen haben und am nächsten morgen dann zum Ausgangspunkt des Südküstenweges in Dhermi mit anderen Touristen mitfahren konnten.

Anstatt des Küstenweges gäbe es auch die Möglichkeit die viel höhere Bergkette an der Küste entlang zu überqueren und dann irgendwo weiter abzusteigen. Ist vermutlich die landschaftlich schönere Variante und wirklich Wildnis aber vor allem ich war noch komplett fertig von dem Strapazen durchs Gestrüpp und über die schlechten Wege, es war wirklich hart. Daher hatten wir ein bisschen Bedenken wegen dem schwer kalkulierbaren Zeitplan und der Wasserproblematik, außerdem wollten wir auch mal ins Meer :)

Der Küstenweg an sich ist tatsächlich recht wenig spektakulär. Man geht von einem schönen Strand zum nächsten aber mit ordentlich Höhenmetern dazwischen aber ist nie weit weg von der Zivilisation. Die Wege sind auch schlecht, überhaupt erst den Einstieg zum Küstenweg muss man finden weil der irgendwie auf einer Baustelle, evt. Privatgrund, ist aber die Bauarbeiter haben uns da sehr bereitwillig geholfen und sogar ein Bier angeboten. Es gab zwar immer wieder Probleme ein offenes Restaurant zu finden (Albaner denken scheinbar vor 1. Juni wäre zu kalt, trotz >30°C und deshalb haben da nur wenige Restaurants auf und überall ist Baustelle für die Saison) aber man kann andauernd irgendwo Wasser und Essen kaufen. Ein Highlight war noch der Strand Gjipe, der zwar aussah wie nach der Apokalypse (kein Restaurant war auf, alle Sperrholz-Imbissbuden waren quasi über den Winter komplett verfallen) aber die Natur dort ist unglaublich schön, die Felsen sehen aus wie in Raylay (Thailand) und die Schlucht kann man ewig entlangwandern (angeblich kann man am Ende sogar über eine Leiter hoch aber k.A. ob das stimmt).

Was negativ am Küstenweg ist, ist dass die Vegetation extrem dornig und nieder ist, d.h. man hat keinen Schutz und läuft bei 34°C stundenlang durch die pralle Sonne aber reist sich alles auf. Auch fand ich ihn nicht wirklich abwechslungsreich. Klar gibt es mal grünere Täler als andere (Lukove z.B.) aber insgesamt waren die 2 Tage Karaburun auf einem ganz anderen Level.

Die Leute sind in Albanien allgemein sehr freundlich und hilfsbereit, das Essen sehr gut und günstig. Allerdings muss man auch sagen, dass die Albaner einfach keine Wanderernation sind, das merkt man schon am Zustand und Umfang der Wanderwege. Aber auch daran, dass die wirklich null Verständnis/Gefühl dafür hatten was wir machen. Und als wir versucht haben am letzten Tag nochmal 15km entlang einer vielbefahrenen Straße zu sparen und zu trampen, hatten wir auch gemerkt, dass die sonst sehr große Hilfsbereitschaft schnell schwindet sobald man was macht, was die Einheimischen nicht so richtig nachvollziehen können. Also es war schwierig zu trampen.

So, das war mein erster Tourenbericht hier, ich hoffe er war hilfreich und hat keine Regeln verletzt etc. Aber vielleicht hilft er dem einen oder anderen ja weiter :)


r/wandern • • 4d ago

Allgemeine Frage Kennt jemand einen Rucksack, den man bei 60 °C waschen kann? (ca. 30 Liter)

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Hallo zusammen!

Ich suche einen Rucksack mit ungefähr 30 Litern Fassungsvermögen. Mehr wäre auch okay, aber er sollte insgesamt nicht zu groß sein.

Mir ist besonders wichtig, dass man ihn bei 60 °C in der Waschmaschine waschen kann. Ich habe Angst vor Bettwanzen und Kakerlaken und möchte den Rucksack deshalb möglichst heiß waschen können, um keine ungebetenen Gäste mit nach Hause zu bringen.

Kennt jemand ein Modell, das diese Anforderungen erfüllt, oder hat eine andere Idee?

Ich bin für jeden Tipp dankbar! :)


r/wandern • • 5d ago

Tourenbericht 2,5 Wochen auf dem lykischen Weg in der Türkei

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Hallo zusammen,

ich habe meinen letzten Urlaub genutzt, um das erste Mal in der Türkei Urlaub zu machen. Mit dem Flieger ging es von Hamburg nach Antalya und von dort aus mit dem Bus nach Fethiye. Die Flugpreise sind auch kurzfristig recht günstig und das Flugangebot umfangreich aufgrund der vielen Pauschalreisenden.

Der offizielle Weg geht Ovacık los, ich bin aber zu Fuß von Fethiye aus los gewandert. Von Fethiye aus schlängelt sich der Weg entlang der Küste über ~ 460 km und ~ 20 000 hm bis nach Geyikbayırı bzw. Antalya. Unterwegs kommt man durch viele kleine Bergdörfer, begegnet vielen Ziegen, Schildkröten, Bienen und auch Hunden und Katzen. Toll sind auch die vielen antiken Ruinen z.B. in Xanthos, Patara oder Olympus mit reicher Geschichte geprägt durch Lykier, Griechen, Römer, Byzantiner etc. (u.a. Hadrian war zu Besuch, Brutus führte Krieg, der heilige Nikolaus ist hier geboren und hatte hier seinen Bischofsitz).

Ich habe vor allem wild gecampt, was zwar nicht offiziell erlaubt ist, aber geduldet wird (kein offenes Feuer). Auf OpenStreetMap sind viele gute Plätze verzeichnet, wodurch man die tägliche Planung sehr flexibel gestalten kann. Dazu habe ich vor allem zur Erholung, für vernünftige Duschen und um meine Geräte wieder voll aufzuladen einige Male Stops in Pensionen eingelegt. Die haben mich in der Regel 30-35€ für ein einfaches Einzel bzw. Doppelzimmer gekostet.

Einkaufen kann man immer wieder entlang der Strecke. Größere gut ausgerüstete Supermärkte sind zwar seltener, aber es gibt immer wieder kleine Dorfläden, die das nötigste haben. Außerdem bieten viele in den Dörfern oder neben ihren Ziegenweiden einfache Mahlzeiten und Getränke zu günstigen Preisen an.

Die Menschen waren super gastfreundlich. Ein paar Mal wurde ich trotz Sprachbarrieren von der Straße gerufen und zum Essen eingeladen. In touristischeren Gebieten muss man aber natürlich mit den Preisen aufpassen und ggfs. im Vorhinein verhandeln, um keine unangemessenen Preise zu bezahlen.

Manche Abschnitte des Weges sind sehr trocken. Ich bin den Weg in der zweiten Septemberhälfte gelaufen. Vom Wetter her war das gut. Im Vergleich zu Juli und August ist es schon etwas abgekühlt, aber es reicht immer noch, dass man vor allem an den Küstenabschnitten viel schwitzt und dementsprechend viel trinken muss.

Der Weg ist an sich nicht technisch. Es gibt einige vereinzelte Stellen, an denen man auf jeden Fall die Hände braucht. Weite Teile führen aber über steinige und unebene Pfade, die eine gewisse Trittsicherheit und Aufmerksamkeit erfordern. Wenn man große Angst vor Hunden hat, sollte man den Weg ebenfalls meiden, da sie einem in jeden Dorf freilaufend begegnen.

Die Wegmarkierungen sind teilweise sehr gut und teilweise leider sehr schlecht bzw. nicht vorhanden. GPS ist aus meiner Sicht unerlässlich, wenn man längere Stücke des Weges laufen möchte, ohne verloren zu gehen.

Insgesamt war die Strecke ziemlich leer. Ich bin viele Stunden ohne jede Begegnung gewandert. In der Regel traf ich 5-10 andere Wanderer pro Tag.


r/wandern • • 5d ago

Allgemeine Frage Schmerzen beim Atmen.

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Ich denke dass das der richtige sub ist um das zu fragen, vieleicht aber auch nicht. Es geht darum dass ich nun im Sommer auf meinem ersten 3000er war, sowie auf der Zugspitze. Nach und auch währen beiden Touren habe ich teilweise Schmerzen beim Atmen entwickelt die ich nicht ganz zuordnen kann. Ich konnte ganz normal atmen aber nckht mehr so tief, es ist als ob ich nur so 70% Lungenvomumen hätte und beim tiefen einatmen ist ein kleiner Schmerz, nicht stechend, und wie ein Reflex der mich zum ausatmen zwingt. Das ging meistens 3-4 Stunden nachdem ich wieder unten war wieder weg weashalb ich mir keine großen Sorgen mache. Ich frage mich nur ob es wohl an der Höhe liegt oder and der großen Anstrengung. Atmen tue ich auf dem Berg meistens durch den Mund. Ich bin 17 Jahre alt, als Seiteninfo.


r/wandern • • 5d ago

Ausrüstungsfrage Schlafsack Daun -5

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Liebe Freunde, ich such mir einen Schlafsack Daun, unter ein Kilogramm, Komfort Temperatur -5. Ich bin eine Frau.

Vielen lieben Dank für ihre Antwort.


r/wandern • • 7d ago

Ausrüstungsfrage Einstellung Wanderrucksack

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Hallo, ich habe meinen alten Rucksack ausrangiert und mir einen savotta jäger gegönnt.

Das letzte Mal dass ich meinen Rucksack eingestellt habe war so vor 15 Jahren (seitdem passte er ja!),

Deshalb würde ich mich über Tips freuen.

Habe ein paar Zusatztaschen dran (vor allem für Kleinkram den ich besser erreichbar haben möchte, Wasser, sanipack...).

Habe noch nicht fertig gepackt, der Rucksack wird also noch etwas praller und ca 5 Kilo schwerer.

Danke für eure Rückmeldung.


r/wandern • • 7d ago

Allgemeine Frage Wanderschuhe die 2.

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Ich habe vor ein paar Tagen einen Beitrag erstellt das meine kürzlich gekauften Wanderschuhe von Meindl seitlich zu eng sind. Ich hab’s mir versucht noch irgendwie schön zu reden, aber zu eng ist zu eng.
Mir haben ein paar Leute in den Kommentaren die Weite Variante von Meindl empfohlen. Diese habe ich nun auch bestellt in einer Nummer größer als meine normale Größe.(Meindl Jura Lady GTX Damen Wanderschuhe)

Viele haben mir auch empfohlen in ein Fachgeschäft zu gehen, ich bin aber eine Person die von soetwas sehr schnell gestresst ist und dann voreilige Entscheidungen trifft. Außerdem wohne ich leider in einem Dorf und das nächste Fach- Shuhgeschäft ist über eine Stunde entfernt.

Nun möchte ich mir wirklich sicher sein, um nicht noch ein drittes Paar zu kaufen. In der Breite passen sie super, nach vorne ist aber recht viel Platz (siehe Foto) dort wo mein Daumen endet, endet auch mein Zeh.

Wieviel Platz habt ihr nach vorne weg in euren Schuhen?

Nachtrag; die Schuhsohle kann ich bei diesem Modell leider nicht rausnehmen um meinen Fuß raufzustellen. Diese ist festgeklebt.


r/wandern • • 7d ago

Ausrüstungsfrage Wanderschuh mit SEHR weicher Innensohle und hoher Dämpfung, aber trotzdem stabil für den Knöchel verzweifelt gesucht...

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Ich will wieder wandern gehen, habe aber seit diesem Jahr einen Fersensporn und einen wackeligen Knöchel.. für Spaziergänge mit dem Hund habe ich einen Hoka Mafate 5, der für mich gut funktioniert - zum Wandern habe ich bisher einfach noch nix gefunden... wer hat evtl. die gleiche Problematik und kann mir einen Schuh empfehlen? Tausend Dank.

Einlagen habe ich, aber die sind bei weitem nicht so weich wie der Mafate...


r/wandern • • 8d ago

Allgemeine Frage Anstecknadeln & Pins von Hütten/Gipfeln/Gletschern

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Hallo zusammen,

ich habe vor kurzem von meinem Opa einige Anstecknadeln & Pins geerbt. Er war sehr aktiv in den Bergen unterwegs. Leider habe ich dazu gar keinen Bezug. Gibt es solche Pins immer noch? Haben die Pins auf dem Bild einen gewissen Wert?

Danke für eure Hilfe!


r/wandern • • 8d ago

Sicherheit / Wetter Saxer Lücke

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Hi, hat hier jemand bereits die Saxer Lücke bewandert und kann mir evtl weiterhelfen?
Ist die Wanderung auch bei lechtem Regen möglich oder sollte man das lieber lassen?
Auf den Bildern die ich gesehen habe sieht es eigentlich nicht all zu schwer bzw. ausgesetzt aus.
Danke euch!


r/wandern • • 9d ago

Tourenbericht Rauher Kamm, 03.10.2026: Leichte Kletterbewegungen können ernste Absturzfolgen haben

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Am 3. Oktober bin ich von Raneck über den Rauhen Kamm auf den Ötscher gestiegen. Zurück ging es über den westlichen Abstieg und anschließend mit dem Sessellift.

Die Tour war wunderschön, ungemein lohnend, hin und wieder einschüchternd und geistig anspruchsvoll. Rückblickend war das eingegangene Risiko aber höher, als die online-Infos zu vermuten lassen.

Die eigentlichen Kletterbewegungen fand ich nicht besonders schwierig. Die Griffe waren groß und angenehm; viel Griff- oder Haltekraft war nicht erforderlich. Trotzdem empfand ich die weiteren Abschnitte nach der ersten Kraxelstelle durchgehend als riskant. An vielen Stellen hätte ein Ausrutscher schwere Verletzungen oder Schlimmeres bedeuten können.

Genau diese Unterscheidung möchte ich anderen ambitionierten Wanderern mitgeben: Ein niedriger technischer Schwierigkeitsgrad sagt wenig darüber aus, welche Folgen ein Fehler hat! Auch leichtere Umgehungen einzelner Felsstufen bedeuten nicht, dass sich die anhaltende Ausgesetztheit des Grates vermeiden lässt.

Ein konkreter Hinweis zur Zeitplanung: Um 11:14 fotografierte ich den Wegweiser „Ötschergipfel über Rauher Kamm - 1 h“. Den Gipfelbereich erreichten wir gegen 14:23, einschließlich Pausen. Das beschreibt unseren Zeitbedarf. Langsam ging es voran, nicht wegen mangelnder körperlicher Kondition, sondern weil ein kleiner Fehler tödlich enden kann. An alle, die mit ungesichertem Klettern unerfahren sind: Plant ausreichend Reserve für euer eigenes Tempo ein; wer es hier eilig hat, riskiert schwerwiegende Folgen. Klingt zwar dramatisch, und ich wette, die Bergsteiger-Expert:innen unter euch verdrehen die Augen, aber das Risiko dieser Route wird online leider zu oft heruntergespielt.

Die Freude über die Tour bleibt. Sie ist nicht besonders lang, und dient daher perfekt als Tagesausflug. Dennoch ist der Rauher Kamm spektakulär, und verleiht ein echtes Abendteuererlebniss!


r/wandern • • 9d ago

Navigation / Karten / Apps Bergfex ist für mich bei der Karte eigentlich unschlagbar – aber mir fehlen zwei Funktionen

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Ich nutze Bergfex sehr gerne zum Wandern und vor allem zum Planen von Touren. Die Karte gefällt mir deutlich besser als bei Komoot, Mapy usw.
Mir fehlen eigentlich nur zwei Dinge:
1. Gipfel auf der Karte anklicken → Fotos
Wenn ich z. B. einen Gipfel auf der Karte sehe, würde ich gerne direkt darauf tippen können und dann Fotos von diesem Gipfel sehen.
Also z. B.:
⛰️ Großglockner
→ Höhe
→ 📸 Fotos
→ 🥾 Touren zu diesem Gipfel
2. Fotos direkt beim Planen einer Tour
Wenn ich eine eigene Route plane, würde ich gerne sehen, ob entlang der geplanten Strecke bereits Fotos vorhanden sind – wie bei Komoot.

Das wäre für mich beim Planen extrem hilfreich, weil man dadurch schon vor der Tour sieht, wie bestimmte Stellen tatsächlich aussehen.

Deshalb meine Frage an andere Bergfex-Nutzer:
Würdet ihr diese beiden Funktionen ebenfalls nutzen bzw. vermisst ihr sie auch?
Wenn ja, schreibt gerne kurz dazu, welche der beiden Funktionen euch wichtiger wäre. Vielleicht gibt es ja doch mehr Leute, die genau das gerne hätten.


r/wandern • • 9d ago

Allgemeine Frage Temporäre Wegweiser für Vereinswanderung, was ist praktisch und nichthässlich?

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Wir planen eine Vereinswanderung mit Startpunkt, Parkplatz und zwei Stellen, an denen Leute sich gern verlaufen. Bisher waren das immer laminierte Zettel mit Pfeil, Kabelbinder, fertig.

Funktioniert, sieht aber jedes Mal etwas wild aus und bei Regen ist es nervig. Jetzt überlegen wir, ob wir wiederverwendbare kleine Schilder machen.

Hat jemand Erfahrung mit temporärer Beschilderung für Wanderungen oder Vereinsveranstaltungen? Was ist robust genug, aber nicht übertrieben?