Wegwerfaccount, Moin zusammen,
ich würde gerne mal eure Meinung hören, weil ich gerade vor einer Entscheidung stehe, mit der ich bisher noch nicht wirklich Erfahrung habe.
Ich habe durch Zcash und QNT ungefähr 5,6 Mio. USDT verdient. Das Geld liegt aktuell noch in Krypto und ist noch nicht auf Banken übertragen, weil ich ab dann ohne Ende Telefonate und Termine führen muss, davor möchte ich mir ein Bild machen, was ich genau machen sollte.. die sind größtenteils steuerfrei, weil ich die über ein Jahr gehalten habe.
Zusätzlich habe ich noch ca. 200k in drei anderen Coins liegen, bei denen ich auf den kommenden Bullrun spekuliere.
Mit dem Geld möchte ich natürlich vernünftig umgehen und es langfristig so anlegen, dass ich finanziell unabhängig bin und mir keine großen Sorgen mehr machen muss.
Kurz zu meiner Situation: 28M, verlobt
Ich habe bereits zwei Dreifamilienhäuser, die ich seit sechs bzw. acht Jahren besitze. Beide sind im Cashflow positiv, bei einem bleiben ungefähr 100 € im Monat übrig, beim anderen ca. 800 €.
Außerdem möchte ich mir ein weiteres Dreifamilienhaus als Eigenheim kaufen (ich bin grade dabei zu kaufen) bzw. fertig machen, abbezahlen und sanieren. Dafür rechne ich insgesamt mit ungefähr 800k. 2 Wohnungen davon würde ich vermieten.
Ich arbeite weiterhin selbstständig im Vertrieb und verdiene damit etwa 10–15k brutto im Monat. Meine Frau ist zu Hause und unsere Ausgaben liegen bei ungefähr 2.500 € im Monat. Wir leben also nicht besonders teuer und haben auch nicht vor, jetzt plötzlich alles auf den Kopf zu hauen.
Jetzt stellt sich für mich die Frage, was ich mit dem restlichen Geld am sinnvollsten mache.
Immobilien finde ich grundsätzlich gut, weil ich damit schon Erfahrungen gemacht habe und die Mieteinnahmen nachvollziehen kann. Allerdings möchte ich auch nicht alles in deutsche Immobilien stecken.
Bei ETFs und Fonds bin ich ehrlich gesagt skeptisch. Ich habe das Gefühl, dass an den Aktienmärkten teilweise ziemlich hohe Bewertungen aufgerufen werden und einiges irgendwann kräftig korrigieren könnte. Mir ist aber auch klar, dass es wahrscheinlich nicht besonders schlau wäre, deshalb Aktien komplett auszuschließen. Ich war seit meinem 18 Lebensjahr gegen Aktien, weil ich mich aktiv für crypto entschieden habe, sonst wäre ich jetzt nicht in der Situation wie ich bin, weil mein Geld in einem etf wäre..
Am interessantesten fände ich eine vernünftige weltweite Aufteilung, damit ich nicht von Deutschland, dem Euro oder einer einzigen Anlageklasse abhängig bin.
Mich würde interessieren, wie ihr das angehen würdet. Also wie man so ein Vermögen langfristig aufstellt, ohne irgendwann einen dummen Fehler zu machen.
Was würdet ihr konkret machen?
Wie viel würdet ihr in Immobilien stecken und wie viel lieber liquide bzw. In Kapitalmärkte stecken ? Wie bekomme ich das Ai Risiko raus ?
Würdet ihr weltweit in ETFs investieren oder bei der aktuellen Marktlage eher abwarten?
Würden für euch Gold, Anleihen oder andere Sachwerte eine Rolle spielen?
Würdet ihr alles relativ zeitnah aufteilen oder erst mal einen größeren Teil sicher parken und in Ruhe überlegen? Bonds gehen ja auch höher wie historisch normal war.. Ich habe auch Angst vor einer Wehrpflicht, weil ich da natürlich komplett reinfallen würde (?)
Und wie würdet ihr das Ganze steuerlich und mit Blick auf die sichere Übertragung des Geldes aus Krypto angehen?
Ein weiteres Thema ist für mich die professionelle Beratung.
Mit meiner Sparkasse, Vr Bank und Finanzvertrieben wie TauRes oder DVAG habe ich bisher keine besonders guten Erfahrungen gemacht. Ich hatte dabei nicht wirklich das Gefühl, dass es ausschließlich darum geht, was für mich am besten ist.
Deshalb überlege ich, ob ich mir einen unabhängigen Honorarberater suchen soll. Ich bin durchaus bereit, für gute Beratung Geld zu bezahlen. Bei der Summe möchte ich aber jemanden haben, der wirklich Ahnung hat und mir nicht einfach irgendwelche Produkte verkaufen will.
Hat jemand von euch mit Honorarberatung bei größeren Vermögen Erfahrungen gemacht? An wen wendet man sich da am besten? Ich bräuchte im Idealfall jemanden, der die gesamte Situation betrachtet, also Immobilien, Geldanlage, Steuern und langfristigen Vermögensaufbau.
Was bezahlt man für so etwas vernünftigerweise, und woran erkennt man, ob der Berater wirklich unabhängig ist?
Oder würdet ihr sagen, dass man sich die Grundlagen selbst aneignen, einen guten Steuerberater dazunehmen und das Geld lieber selbst verwalten sollte?
Noch zu meinen persönlichen Zielen:
Ich möchte eigentlich gar nicht aufhören zu arbeiten. Ich bin gerne im Vertrieb, und meine besten Freunde arbeiten täglich mit mir zusammen. Das macht mir Spaß und gehört für mich einfach zum Leben dazu.
Mein Ziel war eigentlich irgendwann ungefähr 20.000 € nach Steuer im Monat, die mir zur Verfügung stehen. Ob das durch meine Vertriebsteams oder durch meine Investments kommt, ist mir dabei relativ egal. Wenn ich das erreicht habe, müsste ich nicht mehr arbeiten, würde es aber wahrscheinlich trotzdem machen.
Mir geht es also nicht darum, möglichst schnell noch reicher zu werden, sondern darum, das Geld vernünftig aufzustellen, langfristig abzusichern und trotzdem noch eine gute Rendite zu erzielen, sodass meine Kinder noch was davon haben.
Mich interessieren vor allem ehrliche Erfahrungen von Leuten, die sich mit größeren Vermögen auskennen. Gerne auch kritische Meinungen, wenn ihr denkt, dass ich bei irgendetwas falsch liege.
Wie würdet ihr an meiner Stelle vorgehen?