r/fireGermany • • Jul 08 '26

Erfahrungsbericht/Storytime [Community Aufruf] FIRE-Fails & Kurskorrekturen: Wer ist gescheitert, umgekehrt oder hat den Plan über den Haufen geworfen?

31 Upvotes

Hallo r/fireGermany,

⚠️ Wichtig vorab: Eure Geschichte bitte als EIGENEN POST erstellen (Flair: Erfahrungsbericht/Storytime) – nicht als Kommentar hier drunter. Hier in die Kommentare kommt nur der Link zu eurem Post.

Unsere bisherigen Community-Aufrufe haben gezeigt: Am wertvollsten sind die Geschichten von Leuten, die den Weg wirklich gegangen sind. Aber bisher haben wir vor allem über Erfolge gesprochen. Heute drehen wir den Spieß um.

Denn seien wir ehrlich: Nicht jeder FIRE-Plan geht auf. Manche steigen aus und merken, dass es nichts für sie ist. Manche werden vom Markt, der GKV, einer Scheidung oder einer Krankheit kalt erwischt. Manche korrigieren ihr Ziel von 800k auf 1,2M – oder umgekehrt von FatFIRE auf "reicht auch so". Und manche gehen zurück in den Job, freiwillig oder nicht.

Diese Geschichten liest man fast nie, aus verständlichen Gründen. Aber genau deshalb sind sie für alle hier Gold wert. Aus Erfolgsstories lernt man, was möglich ist. Aus Fails lernt man, was einen selbst erwarten könnte.

🎤 Erzählt uns eure Fails, Umwege und Kurskorrekturen!

Bitte erstellt einen eigenen Post (Flair: Erfahrungsbericht/Storytime) und verlinkt ihn hier in den Kommentaren. Egal ob großer Absturz oder kleine Planänderung – jede ehrliche Geschichte zählt.

📝 Leitfaden für deinen Bericht (Copy & Paste)

Du musst nicht alles beantworten, aber diese Punkte interessieren die Community am meisten.

1. Der ursprüngliche Plan

  • Was war dein Ziel (Summe, Alter, FIRE-Variante)?
  • Wie weit warst du, als es anders kam?

2. Der Bruch / Die Wende

  • Was ist passiert? (Markt, Gesundheit, Familie, Jobverlust, Langeweile, Fehlkalkulation, einfach umentschieden?)
  • War es ein Schlag von außen oder eine eigene Erkenntnis?
  • Was hast du in deiner Planung unterschätzt? (GKV, Steuern, Inflation, Psychologie, das Umfeld?)

3. Die Korrektur

  • Wie sieht dein Plan heute aus? Zurück im Job, neues Ziel, ganz raus aus FIRE?
  • Was hat die Erfahrung finanziell gekostet und was hat sie dir gebracht?

4. Das Learning

  • Was würdest du rückblickend anders machen?
  • Was sollten Leute, die noch auf dem Weg sind, aus deiner Geschichte mitnehmen?
  • Bereust du etwas oder war der Umweg es wert?

Ein Wort zur Anonymität: Wir wissen, dass diese Geschichten persönlicher sind als Erfolgsposts. Throwaway-Accounts sind ausdrücklich willkommen und werden von den Mods freigeschaltet.

Hier gibt es kein Hämen und kein "hab ich doch gleich gesagt", wer seine Fails teilt, macht der Community das wertvollste Geschenk überhaupt. Entsprechend moderieren wir die Kommentare.

Wir freuen uns auf eure Geschichten! 🚀


r/fireGermany • • Jan 16 '26

[Willkommen] Was ist FIRE? Einsteiger-Guide, FAQ & User Flairs

28 Upvotes

Hallo zusammen und willkommen bei r/firegermany!

Dieser Subreddit widmet sich dem Ziel der finanziellen Unabhängigkeit und dem frühzeitigen Ruhestand (oder zumindest der Option darauf) im deutschsprachigen Raum. Da wir in Deutschland spezifische Bedingungen haben (Steuergesetze, Rentenversicherung, Krankenversicherung), braucht es oft andere Strategien als in den großen US-Subreddits.

🔥 Was ist FIRE?

FIRE steht für Financial Independence, Retire Early.

Im Kern geht es darum, die eigene Sparquote so weit zu erhöhen und das gesparte Geld so zu investieren (meist am Aktienmarkt/ETFs), dass man irgendwann von den Erträgen leben kann. Arbeit wird dann zur Option, nicht zur Pflicht.

🇩🇪 Warum ein eigener Subreddit?

Die Mathematik ist überall gleich, aber die Rahmenbedingungen nicht. Hier diskutieren wir Themen wie:

  • Entnahmestrategien unter Berücksichtigung der Kapitalertragsteuer.
  • Wie funktioniert die Krankenversicherung ohne Job (KVdR vs. freiwillig versichert)?
  • Lohnt sich die gesetzliche Rente als Baustein?
  • Wegzugsbesteuerung und Immobilien.

🏷️ Zeigt, wo ihr steht (User Flairs)

Damit wir besser einschätzen können, in welcher Phase ihr euch befindet, haben wir Nutzer-Flairs aktiviert.

Ihr könnt euch rechts in der Sidebar (oder mobil über die drei Punkte oben rechts -> "Nutzerflair ändern") einen passenden Titel aussuchen. Egal ob ihr noch studiert, gerade am Ansparen seid, oder schon "fired" (im Ruhestand) seid, zeigt Flagge!

📚 Wichtiger Hinweis zu den Grundlagen (r/Finanzen)

Wir konzentrieren uns hier auf die FIRE-spezifischen Aspekte (Entnahmephase, Lifestyle-Design, hohe Sparraten optimieren).

Für die absoluten Investment-Grundlagen bitten wir euch, zuerst einen Blick zu unseren Nachbarn zu werfen. Wenn deine Fragen lauten:

  • "Wie eröffne ich ein Depot?"
  • "Welcher ETF ist der beste?"
  • "Lohnt sich Bausparen?"

... dann schau bitte zuerst in das hervorragende Wiki von r/Finanzen. Dort sind diese Basis-Themen perfekt erklärt.

💬 Community Regeln

  1. Seid nett zueinander. Wir haben alle unterschiedliche Einkommen und Lebensziele.
  2. Keine Werbung, keine "Komm in die Gruppe"-Scams.
  3. Nutzt die Suchfunktion, bevor ihr einen neuen Thread eröffnet.

Auf einen guten Austausch!


r/fireGermany • • 1d ago

Frage / Hilfe Haus, Frau und Kinder, aber Angst, sich finanziell so festzulegen, dass man irgendwann nicht mehr aussteigen kann

5 Upvotes

Moin zusammen,

ich (24) habe grundsätzlich Bock, später mit meiner Freundin eine Familie zu gründen, Kinder zu haben und ein eigenes Haus zu besitzen.
Gleichzeitig habe ich Angst, mich finanziell so stark zu binden, dass ich mit Mitte 40 vielleicht keine Lust mehr auf Vollzeit habe, aber wegen Hauskredit, Kindern und laufenden Kosten trotzdem weiterarbeiten MUSS.

Man weiß ja schließlich nicht, wie man in 20 Jahren denkt. Deshalb frage ich mich, ob man lieber konservativ finanzieren und viel investieren sollte, um sich möglichst viel Freiheit zu bewahren.
Aktuell habe ich eine sehr hohe Sparrate und hatte eigentlich das Ziel auf ein Haus hinzusparen, bin nun aber sehr zwiegespalten..

Wie seht ihr das? Habt ihr ähnliche Gedanken oder kennt ihr Leute, die sich durch ihr Haus finanziell gefangen fühlen? Wie geht ihr mit diesem Thema um?


r/fireGermany • • 2d ago

Strategie & Depot Ganzheitliche Entnahmestrategie für optimiertes FiRe: Wie kombiniere ich 4%-Regel, Vanguard Dynamic Spending, Beck's 3-Töpfe, SMA 200 + Fremdkapital-Hebel?

7 Upvotes

Hallo zusammen,

ich beschäftige mich aktuell intensiv mit dem Thema Entnahmestrategien für ein größeres Depot (Beispiel: 1 Mio. €) mit dem Ziel, mit Mitte 40 weitestgehend aus dem Arbeitsleben zurückzutreten (FIRE / Privatier).
Wenn man sich die gängigen Ansätze anschaut, werden diese meist sehr detailliert aber völlig isoliert voneinander betrachtet:

1. Sture 4%-Regel (Trinity): Einfach umzusetzen, ignoriert aber Marktphasen und das reale Flexibilitätspotenzial und hat dennoch ein recht hohes Pleiterisiko.

  1. Vanguard Dynamic Spending: Dynamische Anpassung je nach Marktperformance – schützt das Depot vor dem Sequence of Returns Risk (SoRR), kann aber in Schwächephasen zu spürbaren Einschnitten beim Lebensstandard führen.

  2. 3-Töpfe-Modell (z. B. Dr. Beck): Puffer über Geldmarkt/Anleihen, um in Crashphasen keine Aktienanteile mit Verlust verkaufen zu müssen.

  3. Risiko- & Renditeoptimierung per Trendfolge (SMA 200 + LevETFs):
    SMA 200 (ca. Minute 5:00)

Wie man auch in der Grafik bei minute 5 sieht, lässt sich durch eine SMA-200-Filterung (z. B. 2x Leveraged ETFs) das maximale Drawdown-Risiko senken, während der Erwartungswert steigt und die Erholungszeit verkürzt wird. Ein solches Depot sollte deutlich bessere Durchschnittsentnahme abwerfen als ungehebeltes buy and hold samt 4% Regel.

  1. Wertpapierkredit / Margin (z. B. Interactive Brokers):
     Überbrückung von Crashphasen per Kredit (z. B. 3 % Zins), um gar nicht erst Aktien im Tief verkaufen zu müssen. 
     Zusätzlicher Liquiditäts- und Steuereffekt (verzögerte Steuerabführung bei IBKR).

Der Gedanke: Die Kombination als Optimum?

Jede dieser Strategien hat für sich genommen Vor- und Nachteile. Ich vermute jedoch, dass das tatsächliche Optimum für eine sichere und zugleich maximale Entnahmerate in einer regelbasierten Kombination liegt. Aber wie denn eigentlich?

Ein möglicher Vorschlag zur Depotaufteilung (Beispiel 1 Mio. € Eigenkapital im Depot und 50000EUR pro Jahr Entnahmewunsch):
 100.000 € – Topf 1: Liquiditäts- & Safety-Puffer (Geldmarkt / Festgeld)
 Funktion: Deckt 3–5 Jahre der Basis-Lebenshaltungskosten (anteilig) ab. Verhindert in Bärenmärkten Aktienverkäufe zum falschen Zeitpunkt, bzw. könnte man 50% aus dem Geldmarkt leben und zu 50% Entsparen. => Senkung des SoRR

 400.000 € – Topf 2: Dynamischer Kern (Vanguard Dynamic Spending)
 Funktion: Flexibler Aktienanteil (z. B. World / All-World). Passt die Entnahme schwankend an die Börsenphase an.
200.000€ in SMA 200 & 2xLEV zum Renditeboost & gleichzeitig Cash in Krisenphasen (SoRR Reduktion)
 300.000 € – Topf 3: Stabiles Fundament (Sture 4%-Logik)
 Funktion: Breites Basis-Investment für stetigen, unaufgeregten Cashflow.

Zusatzbaustein: Opportunistischer Fremdkapital-Hebel (SMA 200 Trendfolge)
SMA 200 (ca. Minute 5:00)

 In Bullenmärkten (Kurs > SMA 200): Über die 1 Mio. € Eigenkapital hinaus wird gezielt Fremdkapital über Margin aufgenommen (z. B. 10–20 % zusätzlicher Hebel / 100k–200k € Kredit), das gehebelt über die SMA-200-Strategie (z. B. 2x LevETFs) mitläuft. Das steigert den Gesamterwartungswert in Aufwärtsphasen deutlich.
 Bei Trendwechsel (Kurs < SMA 200): Sofortige Glattstellung der gehebelten Kreditposition und Rückführung der Margin, sobald der SMA 200 nach unten durchbrochen wird. In Bärenmärkten greifen dann ausschließlich die Puffer-Töpfe bzw. Margin als Überbrückungskredit zur Entnahmevermeidung.

Meine Fragen an Euch:
Ganzheitlicher Ansatz: Habt ihr euch bereits Gedanken darüber gemacht oder nutzt ihr ein System, das verschiedene Entnahme- und Risikobausteine miteinander verknüpft? Ist das bereits von jemandem  mathematisch durchmodelliert worden oder gibt es Lektüre oder Videos dazu?

Margin im Ruhestand: Wie bewertet ihr den Einsatz von Fremdkapital ausschließlich in SMA-200-Bullenphasen, um den Erwartungswert zu steigern, während man in Bärenmärkten auf Null-Hebel bzw. reine Entnahmeüberbrückung umschaltet? Ggf. Wenige 2Jahre (anteilig) Lebenshaltung vom Lombardkredit unterstützen lassen, bis die Kurse wieder anziehen. Welcher LTV (Loan-to-Value) erscheint euch hier vertretbar?

  1. Regelwerk & Rebalancing: Wie könnte ein klares, regelbasiertes Framework aussehen, das festlegt, wann welcher Topf angezapft oder wieder aufgefüllt wird (z. B. ab welchem Drawdown Greifen Kredit/Puffer vs. Entnahmekürzung)?

Ich freue mich auf euren Input, Erfahrungen und mathematische / strategische Denkanstöße!

Disclaimer: ich habe meine Gedanken durch KI sortieren und strukturieren lassen um diesen Post besser lesbar zu machen.


r/fireGermany • • 3d ago

Frage / Hilfe In die Schweiz gehen und weiter massiv sparen oder Stunden reduzieren und neu orientieren

6 Upvotes

Hallo zusammen, mein Ziel war lange füll FIRE. Mittlerweile glaube ich, dass selbstständigkeit oder Job der mir wirklich interessiert auf geringer Basis auch gut passen würde.

Aktuell kann ich mich für meinen Job kaum noch motivieren, fühle mich eingesperrt und Frage mich, was das für einen Sinn hat. Bin im IT Bereich und starre von morgens bis abends auf den Laptop.

Bin in einer fortgeschrittener Phase bei einem Schweizer Unternehmen, allerdings gleiche Branche wie aktuell.

Ich spare derzeit 1.500-2.000€ pro Monat. Ca. 270k angespart. Ausgaben 1.000€ pro Monat.

Will keine Kinder.

Nun könnte ich überlegen in der Schweiz nochmal mehr Geld zu verdienen und zu sparen, aber eig. Wofür..?

Ich lebe gern dort wo meine Heimat ist.

Und überlege, nächstes Jahr Stunden etwas zu reduzieren und nochmal neu zu studieren, etwas was mich sehr interessiert und womit auch selbstständigkeit Recht flexibel möglich wär. 1000€ könnte ich sicher weiterhin monatlich sparen.

Was denkt ihr - weiter Husten, oder Leidenschaft mehr nachgehen?


r/fireGermany • • 4d ago

Frage / Hilfe würdet ihr das machen? (Mehrere Jahre ins Ausland gehen für die Sparrate ohne zu wissen ob es einem gefällt)

37 Upvotes

Ausgangssituation: Ende 24 Jahre alt, aktuelles Gehalt 3200€ netto. Möglichkeit im Europäischen Ausland zu arbeiten sehr wahrscheinlich eher osteuropäische Länder/Balkan. Das Gehalt wäre durch Zuschläge und Ähnliches auf 6200€ monatlich netto steigen + Hotelkosten die übernommen werden. Bedeutet vor Ort werden meine monatlichen Kosten für essen und Freizeit kommen großzügig gerechnet auf 1000€ raus monatlich also wäre eine Sparrate von ca. 5000€ monatlich drin. Mein Vermögen beträgt aktuell 0€.

Der Nachtteil den ich sehe ist das es mir teilweise nicht so gefallen würde weil viele Orte an denen ich arbeite eher abgelegen sind. Die Arbeit ist sehr sehr entspannt dafür, 40h Woche. Freundin oder Kinder habe ich nicht.

Meine Bedenken sind das ich teilweise viele Dinge verpasse Richtung social Life da ich recht abgelegen bin und in kleineren Städten in Rumänien/Bulgarien/Polen usw. wohnen würde. Dafür hätte ich jedoch diese hohe Sparrate die ich in einen Welt-ETF kloppen würde. Eine Idee wäre das ganze bis ich 32/34 bin zu machen um eventuell schon die erste Million zu knacken.

Der Arbeitsort wechselt über die Jahre, wenn es einem garnicht gefällt kann man nach spätestens einem Jahr das Land/den Standort zumindest mal wechseln also es wird auch mal Griechenland usw. dabei sein aber vorwiegend osteuropäische Länder die recht abgelegen sind.

Was denkt ihr darüber wenn ihr eine solche Gelegenheit hättet? Gehalt steigt natürlich inflationsangepasst auch regelmäßig, ich kann jederzeit aussteigen/aber auch verlängern, die Joboption ist sicher und garantiert. Sehe es wenn der Aktienmarkt die nächsten 10 Jahre wieder so krass performt das ich mit 33/34 Jahren schon normal fire machen könnte was irgendwie auch mein Traum wäre.


r/fireGermany • • 4d ago

Strategie & Depot Eure Meinung und Erfahrung - M+W30, Depot 650k. CH fire?

0 Upvotes

Wie der Titel beschreibt ist unser Haushalt dank Erbe und einem großen Teil Eigenleistung (beide Ärzte in CH) bereits recht weit ausgebaut. Wir planen nun jedoch womöglich einen recht drastischen Schritt. Wir überlegen nach Ungarn auszuwandern sobald wir unseren Facharzt in einem Jahr erreicht haben.

Angenommen meine Frau welche die Sprache erst lernen muss sowie i.R. der Kinderplanung monetär aussetzen würde und Ich der dann nur noch ca 1,5k Netto verdienen würde (rural dort leider ca zu erwarten) würden den Schritt wagen - was würde uns aus Eurer Sicht erwarten?

Wir haben dort beide Familie und hätten ein grosses ländliches Haus mit viel Wald und Wiese für uns. Die Ablöse würde intrafamiliär ca 30k kosten. Es geht hier explizit nicht darum den Plan als solchen zu bewerten (Danke auch für solche Rückmeldungen ;) ) sondern um Ideen und Tipps dies möglichst finanziell (FIRE) umzusetzen sodass meine (und später ihre) ärztliche Arbeit optional ist und nur im Rahmen einer gewünschten Beschäftigung verwirklicht werden kann.

Interessant finde ich noch das man in Ungarn wohl nebenbei nur 15% Steuern auf ETFs zahlt.


r/fireGermany • • 5d ago

Frage / Hilfe Wie würdet ihr 5,6 Mio. € anlegen? Und ab wann höre ich auf zu arbeiten? Und was dann? 28M

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Wegwerfaccount, Moin zusammen,
ich würde gerne mal eure Meinung hören, weil ich gerade vor einer Entscheidung stehe, mit der ich bisher noch nicht wirklich Erfahrung habe.

Ich habe durch Zcash und QNT ungefähr 5,6 Mio. USDT verdient. Das Geld liegt aktuell noch in Krypto und ist noch nicht auf Banken übertragen, weil ich ab dann ohne Ende Telefonate und Termine führen muss, davor möchte ich mir ein Bild machen, was ich genau machen sollte.. die sind größtenteils steuerfrei, weil ich die über ein Jahr gehalten habe.

Zusätzlich habe ich noch ca. 200k in drei anderen Coins liegen, bei denen ich auf den kommenden Bullrun spekuliere.
Mit dem Geld möchte ich natürlich vernünftig umgehen und es langfristig so anlegen, dass ich finanziell unabhängig bin und mir keine großen Sorgen mehr machen muss.

Kurz zu meiner Situation: 28M, verlobt
Ich habe bereits zwei Dreifamilienhäuser, die ich seit sechs bzw. acht Jahren besitze. Beide sind im Cashflow positiv, bei einem bleiben ungefähr 100 € im Monat übrig, beim anderen ca. 800 €.
Außerdem möchte ich mir ein weiteres Dreifamilienhaus als Eigenheim kaufen (ich bin grade dabei zu kaufen) bzw. fertig machen, abbezahlen und sanieren. Dafür rechne ich insgesamt mit ungefähr 800k. 2 Wohnungen davon würde ich vermieten.

Ich arbeite weiterhin selbstständig im Vertrieb und verdiene damit etwa 10–15k brutto im Monat. Meine Frau ist zu Hause und unsere Ausgaben liegen bei ungefähr 2.500 € im Monat. Wir leben also nicht besonders teuer und haben auch nicht vor, jetzt plötzlich alles auf den Kopf zu hauen.

Jetzt stellt sich für mich die Frage, was ich mit dem restlichen Geld am sinnvollsten mache.
Immobilien finde ich grundsätzlich gut, weil ich damit schon Erfahrungen gemacht habe und die Mieteinnahmen nachvollziehen kann. Allerdings möchte ich auch nicht alles in deutsche Immobilien stecken.

Bei ETFs und Fonds bin ich ehrlich gesagt skeptisch. Ich habe das Gefühl, dass an den Aktienmärkten teilweise ziemlich hohe Bewertungen aufgerufen werden und einiges irgendwann kräftig korrigieren könnte. Mir ist aber auch klar, dass es wahrscheinlich nicht besonders schlau wäre, deshalb Aktien komplett auszuschließen. Ich war seit meinem 18 Lebensjahr gegen Aktien, weil ich mich aktiv für crypto entschieden habe, sonst wäre ich jetzt nicht in der Situation wie ich bin, weil mein Geld in einem etf wäre..

Am interessantesten fände ich eine vernünftige weltweite Aufteilung, damit ich nicht von Deutschland, dem Euro oder einer einzigen Anlageklasse abhängig bin.

Mich würde interessieren, wie ihr das angehen würdet. Also wie man so ein Vermögen langfristig aufstellt, ohne irgendwann einen dummen Fehler zu machen.

Was würdet ihr konkret machen?
Wie viel würdet ihr in Immobilien stecken und wie viel lieber liquide bzw. In Kapitalmärkte stecken ? Wie bekomme ich das Ai Risiko raus ?
Würdet ihr weltweit in ETFs investieren oder bei der aktuellen Marktlage eher abwarten?
Würden für euch Gold, Anleihen oder andere Sachwerte eine Rolle spielen?
Würdet ihr alles relativ zeitnah aufteilen oder erst mal einen größeren Teil sicher parken und in Ruhe überlegen? Bonds gehen ja auch höher wie historisch normal war.. Ich habe auch Angst vor einer Wehrpflicht, weil ich da natürlich komplett reinfallen würde (?)

Und wie würdet ihr das Ganze steuerlich und mit Blick auf die sichere Übertragung des Geldes aus Krypto angehen?

Ein weiteres Thema ist für mich die professionelle Beratung.

Mit meiner Sparkasse, Vr Bank und Finanzvertrieben wie TauRes oder DVAG habe ich bisher keine besonders guten Erfahrungen gemacht. Ich hatte dabei nicht wirklich das Gefühl, dass es ausschließlich darum geht, was für mich am besten ist.
Deshalb überlege ich, ob ich mir einen unabhängigen Honorarberater suchen soll. Ich bin durchaus bereit, für gute Beratung Geld zu bezahlen. Bei der Summe möchte ich aber jemanden haben, der wirklich Ahnung hat und mir nicht einfach irgendwelche Produkte verkaufen will.
Hat jemand von euch mit Honorarberatung bei größeren Vermögen Erfahrungen gemacht? An wen wendet man sich da am besten? Ich bräuchte im Idealfall jemanden, der die gesamte Situation betrachtet, also Immobilien, Geldanlage, Steuern und langfristigen Vermögensaufbau.
Was bezahlt man für so etwas vernünftigerweise, und woran erkennt man, ob der Berater wirklich unabhängig ist?
Oder würdet ihr sagen, dass man sich die Grundlagen selbst aneignen, einen guten Steuerberater dazunehmen und das Geld lieber selbst verwalten sollte?
Noch zu meinen persönlichen Zielen:
Ich möchte eigentlich gar nicht aufhören zu arbeiten. Ich bin gerne im Vertrieb, und meine besten Freunde arbeiten täglich mit mir zusammen. Das macht mir Spaß und gehört für mich einfach zum Leben dazu.
Mein Ziel war eigentlich irgendwann ungefähr 20.000 € nach Steuer im Monat, die mir zur Verfügung stehen. Ob das durch meine Vertriebsteams oder durch meine Investments kommt, ist mir dabei relativ egal. Wenn ich das erreicht habe, müsste ich nicht mehr arbeiten, würde es aber wahrscheinlich trotzdem machen.
Mir geht es also nicht darum, möglichst schnell noch reicher zu werden, sondern darum, das Geld vernünftig aufzustellen, langfristig abzusichern und trotzdem noch eine gute Rendite zu erzielen, sodass meine Kinder noch was davon haben.

Mich interessieren vor allem ehrliche Erfahrungen von Leuten, die sich mit größeren Vermögen auskennen. Gerne auch kritische Meinungen, wenn ihr denkt, dass ich bei irgendetwas falsch liege.
Wie würdet ihr an meiner Stelle vorgehen?


r/fireGermany • • 6d ago

Strategie & Depot Sparquote massiv reduzieren um Teilzeit Leben zu genießen in Wunschrichtung?

15 Upvotes

Moin, folgende Sachlage

Aktuell Dauernachtwache im Pflegeheim auf 35std Woche, 7 Tage arbeiten 7 Tage frei im Wechsel. Dazu 2x Dienste im Minijob im Monat, Gesamt ca 3600€. Aktuell 1200€ monatlich in den FTSE All World.

Stellenausschreibung Wunschrichtung, 19,5std Woche, Nachtschicht. Mit Minijob wäre ich dann bei 2400-6

Ich müsste also meine Sparquote massiv reduzieren auf 200€, um den selben Lebensstandard wie jetzt fortzuführen, hätte massiv mehr Freizeit, jedoch auch deutlich weniger Vermögensaufbau.

Bin 32, aktuell 50k im.ftse all.world.und 10k Notgroschen.

Living the dream? Oder macht Merz Auge? Wollt mal eure Meinungen hören. Leisten könnte ich mir das ohne Einschränkungen, nur die Sparquote wäre reduziert.


r/fireGermany • • 7d ago

Frage / Hilfe Wie weit sind wir von FIRE entfernt? (1,3 Mio. Vermögen, 4k Ausgaben/Monat)

0 Upvotes

Hallo

Ich (47M) habe zusammen mit meiner Frau (49F) die folgende Vermögensstruktur:

750k Liquides Vermögen (%90 FTSE All World, %5 Kleine Einzelaktien, %3 Bitcoin, %2 Cash)

250k Abbezahlte vermietete Wohnung. (Wirft 1,1k Kaltmiete pro Monat)

300k Abbezahlte selbst bewohnte Wohnung

30k Betriebsrente Summe von einer vorherigen Firma (ab 62, ca 100 Euro im Monat)

Stand jetzt: 47 Rentenpunkte + Frau 15 Rentenpunkte

Hoffentlich nicht so bald und in ferner Zukunft, 400k Erbe möglich.

Keine Kinder

Alter: 47, Frau 49

Beide GKV versichert. (mit Zusatzversicherung freie Arztauswahl + 2 Bett Zimmer bei stationärer Behandlung)

Ich arbeite gerade für ein US Tech Scale-Up, komme auf 12k Netto und kann 10k Euro jeden Monat in die ETFs weiter reinknallen. (Frau verdient 2k dazu) und wir kommen mit 4k pro Monat ziemlich gut klar. 4k Netto pro Monat was wir so grob brauchen.

US Tech Job ist Remote aber ziemlich fordernd. Ich kann das wahrscheinlich ein Jahr noch aushalten. Was schätzt ihr, wie entfernt sind wir von FIRE ?


r/fireGermany • • 8d ago

Frage / Hilfe Realitycheck mit Ende 30

19 Upvotes

Hallo liebe Community,

ich lese hier bereits lange Zeit interessiert mit und möchte nun einmal in meinem Fall um eure Meinungen bitten.

Ich bin M38, unverheiratet (wird nicht passieren), keine Kinder (ebenfalls ausgeschlossen) und in BaWü in einem Mittelgroßen Unternehmen als ATler in der oberen Führungsebene tätig, wo ich aktuell rund 180k€ Brutto inkl. Bonus verdiene. Meine Wochenarbeitszeit beträgt über 60h, wobei ich oft auch am Wochenende erreichbar bin. Der ständige Druck und die Erreichbarkeit treiben mich langsam aber sicher in den burn out. Eine Reduzierung der Arbeitszeit ist ausgeschlossen.

Zu meiner finanziellen Situation:

  • Rund 690k investiertes Kapital in breit gestreuten ETFs/bisschen Bitcoin
  • Aktuelle Sparrate rund 3750€ im Monat
  • Glücklicher Mieter ohne Ambition auf Eigentum, Miete gesamt mit NK beträgt aktuell rund 800€/Monat
  • PKV mit rund 800€ Gesamtbeitrag im Monat, Altersrückstellungsbaustein ist drin
  • Erbe ist bisher nicht passiert und passiert auch hoffentlich die nächsten 20 Jahre nicht, danach ggf. rund 300k €

Aufgrund der Randbedingungen habe ich mich intensiver mit verschiedenen Szenarien beschäftigt und würde gerne wissen, wie ihr an meiner Stelle handeln würdet.

  1. Ich ziehe weiter durch bis zu meinem 40. trotz aller gesundheitlichen Gefahren, versuche möglichst viel zu sparen und kündige zum 40. das Arbeitsverhältnis. FIRE würde dann für mich noch nicht drin sein. Das würde ich mich erst ab 50k Brutto trauen. Bei 3,5% Entnahmerate bräuchte ich dafür rund 1,4 Mio€. Bliebe also nur Coast, wobei ich mich hier schwer tue einen geeigneten Job vorab auszumachen. Ich bin immer leistungsbereicht und mir macht vieles Spaß. Bin mir für keinen Job zu schade, will aber Weg vom mentalen Druck.
  2. Ich bin bereits 10 Jahre im Betrieb und versuche mich so schlecht zu verhalten, dass ich mit Abfindung gegangen werde (entspricht allerdings nicht meinem Naturell), um hier rund ein Jahresgehalt zusätzlich rauszuholen. Das wäre natürlich auch unter Punkt 1 die Option statt der Kündigung. Weiß aber nicht, ob ich das könnte. In der Folge würde ich versuchen erstmal ein sabbatical zu machen und in günstigen Ländern der Welt meine Zeit zu verbringen, damit das Kapital arbeiten kann. Anschließend ggf. Auswanderung nach Griechenland mit extrem geringer Kapitalextragssteuer und deutlich geringeren Lebenshaltungskosten und dort FIRE. Allerdings ist mir noch schleierhaft, ob das Depot dann bei einer deutschen Bank verbleiben dürfte.
  3. Option 3 ist sehr wackelig. Ich habe mich schon immer fürs Fliegen begeistert und habe mich zur Pilotenausbildung eingelesen. Körperlich bin ich tauglich. Das Assesment für die EFA (Pilotenschulung der Lufthansa) sollte mit enstprechender Vorbereitung (ggf. im Sabbatical) zu machen sein. Fraglich nur, ob man dort mit fast 40 noch eine Chance hat. Habe von angenommenen Bewerbern Mitte 30 gelesen aber darüber wirds wohl dünner. Andererseits gehen dort in den kommenden Jahren aufgrund der Demographie auch ne Menge Leute in Rente. In verschiedenen Foren liest man, dass Menschen mit technischem Hintergrund (Hab nen Dr. Ing) und etwas mehr Lebenserfahrung dort auch gerne gesehen werden. Die Ausbildung kostet rund 120.000€, sofern man nach dem Assesment eine Zusage erhält. Danach wird man bei den Lufthansaairlines ggü. externen Bewerbern bevorzugt. Sollte man binnen 24 Monaten kein Cockpit bei der LH finden, erstatten sie einem die Hälfte zurück.

Danke schon jetzt für euren Input in dieser - für mich schwierigen - Situation. Fühlt sich sehr nach Scheideweg an aktuell.


r/fireGermany • • 8d ago

Frage / Hilfe Abbezahltes Eigenheim - wichtiger Faktor für langfristige planbarkeit

13 Upvotes

Wie wichtig schätzt ihr den Faktor des abbezahlten Eigenheims? Ich spreche nicht von der Diskussion Lifestyle-Entscheidung oder ob Miete oder Eigenheim sich finanziell mehr lohnt.

Es geht eher um die Tatsache, dass gefühlt alle Mieten-ist-besser-als-Kaufen-Jünger irgendwie vergessen, dass sie bei einem unvorhergesehenen Wohnungswechsel schlagartig eine neue Finanzplanung aufstellen müssen. Wenn die Miete statt 12/m² in der neuen Wohnung plötzlich auf 15/m² oder mehr steigt.

Habt ihr das in euren FIRE Plänen einkalkuliert?

Ist das abbezahlte Eigenheim ein unterschätzter Faktor? Selbstverständlich gibt es unvorhergesehene Reparaturen, aber diese sind in der Regel in die Fireplanung einkalkuliert und werden durch einen dementsprechenden Puffer abgedeckt, bevor man das R aus FIRE angeht.

Abbezahltes Eigenheim also durchaus ein unterschätzter Faktor?


r/fireGermany • • 9d ago

Frage / Hilfe Portfolio Manager / Trading Ausbilung

0 Upvotes

Hallo zusammen,

ich bin aktuell auf der Suche nach einer guten Weiterbildung im Bereich Portfolio Management und bin dabei auf die Portfolio Manager Ausbildung von André Stagge gestoßen.

Grundsätzlich finde ich das Konzept interessant, allerdings kostet die Ausbildung mehrere tausend Euro. Bevor ich so eine Summe investiere, würde ich deshalb gerne möglichst viele konkrete Erfahrungsberichte von ehemaligen Teilnehmern bekommen. Online finde ich bisher leider relativ wenig dazu.
Mich interessieren dabei persönliche Erfahrungen und keine allgemeinen Meinungen oder Vermutungen über die Ausbildung bzw. André Stagge.

Falls jemand die Ausbildung bereits gemacht hat, würde mich besonders interessieren, was für euch der tatsächliche Mehrwert war. Was habt ihr konkret gelernt, was ihr vorher noch nicht wusstet? Hat euch die Ausbildung fachlich oder beruflich weitergebracht? Konntet ihr das Gelernte anschließend tatsächlich anwenden?

Genauso interessant wäre für mich, was aus eurer Sicht nicht so gut lief oder wo ihr im Nachhinein sagen würdet, dass der Preis den gebotenen Mehrwert nicht gerechtfertigt hat. Gab es beispielsweise Inhalte, Betreuung oder andere Aspekte, von denen ihr euch mehr erwartet hättet?
Auch Erfahrungsberichte darüber, wie sich die Ausbildung im Alltag tatsächlich gestaltet hat, wären sehr hilfreich.

Falls ihr selbst teilgenommen habt, würde ich mich daher wirklich über konkrete Erfahrungen aus erster Hand freuen.

Falls jemand selbst nicht teilgenommen hat, aber eine andere Ausbildung oder Weiterbildung im Bereich Trading / Portfolio Management aus eigener Erfahrung empfehlen kann, bin ich natürlich auch dafür offen.

Danke euch!


r/fireGermany • • 10d ago

Erfahrungsbericht/Storytime Demographie in der FIRE Community

9 Upvotes

Angesichts der Frage zur Partnerwahl vor kurzem hab ich mich gewundert wie das aussieht hier.

Stimmt doch einfach mal ab was ihr seid :)

1013 votes, 8d ago
263 M unter 30
620 M über 30
41 W unter 30
89 W über 30

r/fireGermany • • 11d ago

Frage / Hilfe FIRE in Partnerschaft?

24 Upvotes

Hi, ich wollte mal Erfahrungsberichte / Vorstellungen hören, wie es mit dem Thema FIRE in einer Partnerschaft läuft, falls es keine Ehe ist, bei der beide Seiten ein gemeinsames FIRE-Ziel haben.

Also beispielsweise unverheiratete Partnerschaften, die sich erst kennengelernt haben, als einer von beiden schon gut Richtung FIRE unterwegs war und jetzt so langsam FIRE für die eine Partei erreicht ist.

Mir fällt es irgendwie schwer mir eine gesunde Beziehung vorzustellen, bei der eine Seite 40h die Woche im Büro arbeitet und die andere Seite FIRE ist und den Tag so gestaltet, wie sie Lust hat.

Spätestens wenn man zusammenwohnt, führt das doch zu einem merkwürdigen Alltag, oder?


r/fireGermany • • 12d ago

Frage / Hilfe "Sweet Spot" an Informationen für das soziale Umfeld

17 Upvotes

Hallo zusammen,

Edit: schonmal vielen Dank für die kreativen Ideen. Ich merke, dass es gut tut, in diesem Sub Antworten zu erhalten, da man in anderen Subs alleine für die Tatsache, dass man Geld gespart hat, vernichtend angeschaut wird. Bereits jetzt schon vielen Dank für die hilfreichen Antworten!

Vorweg: Ich habe meine "Geschichte" via Voice-to-Text via Gemini strukturieren lassen und habe den Beitrag noch nachbearbeitet.

ich stehe vor einer Frage bezüglich Kommunikation und Umfeld, die wahrscheinlich einige hier im Subreddit kennen.

Kurz zu meinem Hintergrund:
Ich habe vor mehr als 20 Jahren, mit 16, mein Aktiendepot eröffnet. Schon als Schüler und im Studium habe ich viel gearbeitet und sehr sparsam gelebt. Aber nie aus großem Verzicht, sondern weil ich schlicht wenig brauchte: Ich bin gerne in der Natur, Berge sind kosteblos, Berghütten zur Übernachtung sehr günstig, treffe mich lieber zu Hause mit Freunden auf ein Bier, als viel Geld rauszuhauen.

Da ich schon immer ein kleiner Tech-Nerd war, habe ich mich auf US-IT-Einzelaktien spezialisiert. Durch sehr viel Glück bei der Aktienauswahl und eine Überperformance, die ich damals niemals so ausgerechnet hätte, habe ich heute mit Ende 30 finanziell ausgesorgt. Es ist kein klassisches 100%iges FIRE, da ich weiterhin ca. 15 Stunden pro Woche in Aktien, News-Recherche und Portfolio-Pflege investiere, da es mir einfach viel Spaß macht aber im eigentlichen Beruf pausiere ich seit ca. 2 Jahren und habe eigentlich nicht vor, in den Job zurückzukehren.

Das aktuelle Dilemma:
Vor zwei Jahren habe ich mir meinen Lebenstraum erfüllt: ein Grundstück mit neu gebautem Haus.
Jetzt stehe ich im Alltag ständig vor komischen Situationen mit Bekannten, Nachbarn oder flüchtigen Kontakten:

  1. Sag ich die Wahrheit („Börse/Aktien“)?
  2. Sobald fällt, dass man sein Geld an der Börse macht, gehen sofort die ermüdenden Stammtisch-Diskussionen los. Entweder wollen Leute den nächsten „1000%-Aktientipp“, oder es kommen völlig falsche Vorstellungen („Instagram-Trading, morgen die Million“). Wenn man erklärt, dass das das Ergebnis von 20+ Jahren Disziplin, Sparrate und täglicher Einarbeitung ist, verpufft das Interesse fast immer, weil die Leute darauf keine Lust haben und jch mir anhören muss, dass ich ja mein Leben nicht gelebt hätte. Ich habe schlicht keinen Nerv mehr auf diese Gespräche.
  3. Begründe ich es mit dem normalen Job?
  4. Das ist unglaubwürdig. Niemand versteht, wie man sich mit einem normalen Angestelltengehalt ein Haus und Grundstück in guter Lage leisten kann.
  5. Lügen und sagen, dass man geerbt hat?
  6. Habe ich tatsächlich schon überlegt, aber eigentlich keine Lust darauf. Das ruft nur wieder andere blöde Kommentare hervor („Der hatte es ja leicht / dem wurde alles geschenkt“) und entspricht schlicht nicht der Wahrheit.
  7. „Wenn man sich das leisten kann...“
  8. Diesen Spruch höre ich gefühlt ständig. Ja, ich kann es mir leisten – aber eben auch, weil ich 20 Jahre lang das Geld zusammengehalten habe, während andere ihr Geld verprasst haben.

Nur mein allerengster Freundeskreis kennt die echten Zahlen und Hintergründe. Bei allen anderen suche ich nach wie vor den perfekten „Sweet Spot“ an Informationen: Was sagt man flüchtigen Bekannten oder Nachbarn, aber auch ohne sich rechtfertigen oder ungebetene Finanztipps verteilen zu müssen?
Wie handhabt ihr das, wenn ihr in einem jungen Alter ausgestiegen seid oder ein größeres Vermögen sichtbar geworden ist (z. B. durch Immobilie/Auto)? Gibt es Floskeln oder Berufsbezeichnungen, die das Thema schnell und unspektakulär beenden?

Ich habe auch hierzu mal die KI befragt, da ich inzwischen auch die Depots meiner Familie manage, wurde der Begriff "Portfolio-Manager" ausgespuckt, aber wenn ich das sage, würde ich mir albern vorkommen. Ebenso hat der Begriff Privatier auch seinen negativen Touch à la "hat halt geerbt".

Danke euch für euren Input!


r/fireGermany • • 12d ago

Erfahrungsbericht/Storytime Macht hier jemand Coast fire aber anstatt Teilzeit wird das Vollzeitgehalt einfach auf den Kopf gehauen?

14 Upvotes

macht jemand gerade etwas ähnliches oder möchte seine Erfahrungen teilen?

also mit ca 40 Jahren (oder wie viel auch immer) genug im Depot haben und die Rentenlücke alleine durch den Zinseszins zu decken. d.h. es ist kein weiteres einzahlen notwendig. aber anstelle in Teilzeit zu arbeiten wird das Geld fürs Leben ausgegeben wie mehr verreisen, nur noch Business class anstatt Economy für Fernreisen, teurere Hotels, Personal Trainer usw.

kurz zu mir:

Ende 30, sehr sicher keine Kinder geplant, Hausbau auch nicht. ich bin einer dieser IGM Gutverdiener mit entspanntem HO und konnte in 5 Jahren 250k im heiligen Gral anhäufen. ich möchte früh in Rente gehen bzw barista fire im Großkonzern (geht bei meiner Arbeit) machen wegen der Krankenversicherung und den Rentenjahren.

ich möchte ein paar Jahre lang weiterhin ca 2k im Monat investieren und danach lasse ich das Depot ruhen bis zur Rente wie im klassischen Coast fire. das soll die Renten Lücke schließen bzw ab fire barista mit 50-60 Jahren unterstützen für den oben genannten Lebensstil.

Edit: Warum überhaupt noch arbeiten anstatt normal leben aber in Teilzeit zu arbeiten? Weil ich zu viel verdiene für wenig Arbeit. wenn ich Teilzeit arbeiten würde, hätte ich nur weniger Geld aber nicht wesentlich mehr Freizeit weil ich eh schon viel chillen kann. Daher nehme ich die nächsten Jahre das Geld lieber mit

ich schränke mich jetzt schon nicht ein und verreise 2 mal im Jahr fern und 2 mal in Europa, Kapitalverzehr ab renteneintritt wäre eine Option


r/fireGermany • • 13d ago

Frage / Hilfe Lean-FIRE Zahl in Reichweite, neues Studium für Barista FIRE?

12 Upvotes

Ich (29, m) gehe mit großen Schritten auf meine Lean-FIRE Zahl zu. Die bezieht sich auf meine aktuellen, sehr niedrigen Ausgaben (ca 1.000€). Da ich aber nicht vorhabe, aufhören zu arbeiten, Frage ich mich, welcher Job bzw wie mein Leben in Zukunft optimalerweise aussehen soll. Derzeit bin ich im Projektmanagement. Das viele Sitzen tut mir aber ganz und gar nicht gut, habe einiges zugenommen.

Psychologie hat mich immer sehr interessiert, ich hab aber schon 2 abgeschlossene Studien und frag mich, ob ich wirklich nochmal studieren soll..

Dafür müsste ich wahrscheinlich auch Stunden reduzieren.. und ich weiß nicht, ob ich mir den Arbeitsalltag wirklich vorstellen kann, aber dachte mir, ein paar Stunden pro Woche und fokussiert auf bestimmte Bereiche wäre eine Option.

Nun ist die Frage - noch länger weiter Vollzeit arbeiten, oder in einem Jahr Stunden reduzieren und das Studium beginnen?

Plant jemand von euch nochmal eine neue Ausbildung / Studium zu machen für Barista FIRE?


r/fireGermany • • 13d ago

Frage / Hilfe M. 17 Jahre alt, 750 € Sparrate. Mit 18 alles in einen 2x MSCI World?

10 Upvotes

Moin zusammen,

ich bin aktuell 17 Jahre alt und habe eine Sparrate von ungefähr 750 € im Monat.

Da ich noch zuhause wohne und dementsprechend kaum Fixkosten habe, möchte ich die Situation nutzen und bis zu meinem 18. Geburtstag möglichst viel Geld ansparen.

Mein aktueller Plan wäre, bis 18 konsequent zu sparen und das angesparte Geld dann komplett in einen 2x gehebelten MSCI World ETF zu investieren.

Danach würde ich weiterhin monatlich besparen.

Mir ist bewusst, dass ein 2x gehebelter ETF deutlich höhere Schwankungen und Risiken mit sich bringt. Gerade deshalb würde mich interessieren, wie ihr den Plan einschätzt. Ich würde den x2 bis 30 besparen und dann auf den ftse all world umsteigen.

Wie seht ihr das?

Danke für eure Hilfe/Meinung ;)


r/fireGermany • • 15d ago

Strategie & Depot Bewusst keine Steuerstundung, sondern Gewinne vor FIRE mit "nur" 25% Steuern realisieren?

13 Upvotes

Ist das Gegenteil von Steuerstundung vielleicht bei FIRE sinnvoll:

Während man noch arbeitet, also vor FIRE, alle Gewinne realisieren und 25% Steuern zu zahlen. Statt später 45% zu zahlen (Steuer + GKV).

Vorteil wäre: Rund 25% statt 45% Abgaben.

Nachteil: Keine Steuerstundung.

Hat das schon mal jemand durchgerechnet?

Ich kann mir vorstellen, dass es Sinn macht einen Teil der Gewinne zu realisieren, sodass man ein Teil vom Depot hat, bei dem die Gewinne wieder bei rund 0% sind. Gerechnet habe ich aber noch nichts. Übersehe ich was grundlegendes bei dieser Überlegung?

PS: In meinem Depot ist kaum was, wo nicht 50% Gewinne drauf sind. Großteils 200% und mehr. Die Aussage, dass z.B. bei 50.000€ Entnahme pro Jahr eh nur z.B. 5000€ Gewinn dabei sind, greift bei mir nicht.

Edit: Die Vorabpauschale nicht vergessen. Ich habe daran gar nicht gedacht. Das durchkreuzt die ganzen Pläne mit "kaum Gewinne dank FIFO realisieren". Mit einem realistischen FIRE Depot zahlt man schon mehr als Minimalbeitrag für die GKV alleine wegen der Vorabpauschale. Jeder weitere realisierte Euro Gewinn wird mit 20% GKV-Beitrag belegt zusätzlich zur Kapitalertragssteuer. Die Top-Antworten in Richtung "0% Zahlen dank Günstigerprüfung" sind völliger Quatsch.


r/fireGermany • • 15d ago

Strategie & Depot bAV als Selbstständiger (GmbH) mit FIRE-Ziel: sinnvoll oder dämlich?

6 Upvotes

Moin zusammen,
kurz zu mir: 34, Mehrheitsgesellschafter und GF einer kleinen IT-Dienstleistungs-GmbH, privat versichert. Ziel ist FIRE mit ungefähr 47.

Mir wird ständig erzählt, dass ich als GGF unbedingt eine bAV über die GmbH machen soll. Ich frage mich ehrlich gesagt, ob das für mich überhaupt Sinn ergibt oder ob ich mir damit nur teure Produkte ans Bein binde, an die ich erst mit 62 rankomme.
Der SV-Vorteil fällt bei mir ja eh weg, weil ich als beherrschender GGF nicht sozialversicherungspflichtig bin.

Bleibt also der Steuervorteil, den ich später über die nachgelagerte Besteuerung zum Teil wieder abgebe. Immerhin fallen durch die PKV in der Rente keine KV-Beiträge auf die bAV an, das spricht ja eher dafür. Oder übersehe ich da was?

Meine eigentliche Alternative wäre eine Holding, Gewinne dort mit ca. 1,5 % Steuer thesaurieren und in ETFs stecken. Flexibel, günstig, und ich komme jederzeit ans Geld.

Deshalb meine Fragen an euch: Gibt es irgendeine Konstellation, in der die bAV gegen die Holding gewinnt? Hat jemand eine wirklich günstige, ETF-basierte bAV gefunden, bei der sich das rechnet? Reicht der Vorteil durch die PKV, damit die bAV unterm Strich mithalten kann?

Und macht eine kleine bAV vielleicht als zweiter Baustein ab 62 Sinn, wenn der Entnahmeplan aus der Holding bis dahin läuft? Pensionszusage und Unterstützungskasse habe ich innerlich schon abgehakt, oder ist das ein Fehler?

Freue mich über ehrliche Meinungen, gerne mit Rechenbeispiel.


r/fireGermany • • 16d ago

Frage / Hilfe M39, 366k Vermögen, kein Eigentum. Mache ich einen Fehler?

50 Upvotes

Hallo zusammen,

ich würde gerne eure Einschätzung und vor allem Erfahrungsberichte hören. Ich bin mittlerweile an einem Punkt, an dem ich zwar objektiv recht gut dastehe, mich aber trotzdem frage, ob ich langfristig einen Fehler mache.

Zu mir

  • 39 Jahre
  • Wien
  • verheiratet
  • 1 Tochter (2 Jahre)
  • keine Erbschaft
  • Vermögen selbst aufgebaut

Haushaltseinkommen

Ich:

  • ca. 3.900 € netto x 14
  • zusätzlich Bonus von ca. 3.000 bis 7.000 € pro Jahr

Meine Frau:

  • ca. 2.000 € netto monatlich

Haushalt also grob zwischen 6.500 und 7.000 € netto pro Monat im Durchschnitt.

Vermögen (September 2026)

Gesamt: ca. 366.000 €

Davon:

  • ETFs / Aktien: ca. 122.000 €
  • Krypto: ca. 5.000 €
  • Tagesgeld: ca. 213.000 €
  • Bausparer: ca. 7.500 €
  • Genossenschaftsbeitrag: ca. 19.000 €

Für meine Tochter läuft separat ein ETF-Sparplan mit aktuell rund 5.500 €.

Aktuelles Depot

Ca. 88 % ETFs und 11 % Einzelaktien.

ETF-Aufteilung ungefähr:

  • 60 % MSCI World
  • 21 % Europa ETF
  • 5 % Emerging Markets
  • Rest Einzelaktien

Die nächsten Monate möchte ich den investierten Anteil schrittweise von aktuell ~127k auf etwa 220k erhöhen.

Wohnen

Das ist vermutlich der entscheidende Punkt.

Wir wohnen in einer Genossenschaftswohnung:

  • 97 m²
  • gute Gegend in Wien
  • unbefristeter Vertrag
  • aktuelle Gesamtmiete: 1.111 €

Ich habe den Mietvertrag prüfen lassen. Das ist kein freier Mietvertrag und die Miete kann nicht einfach an die Marktmiete angepasst werden.

Ich rechne natürlich mit Erhöhungen über die Jahre, aber aktuell empfinde ich die Wohnung als großen finanziellen Vorteil.

Mein Dilemma

Fast alle Freunde in meinem Umfeld haben in den letzten Jahren Eigentum gekauft. Habe manchmal das Gefühl, dass ich eine reisen Chance verpasst habe und im Alter Probleme haben werde.

Typisch:

  • Wohnungen zwischen 500k und 800k
  • Kreditraten von 2.000 €+
  • zusätzlich Betriebskosten
  • zusätzlich Rücklagen/Reparaturfonds

Mein Problem:

Ich könnte vermutlich selbst kaufen.

Aber jedes Mal komme ich zum selben Schluss:

  • Unsere Wohnsituation ist eigentlich sehr gut.
  • Die Immobilienpreise wirken auf mich sehr hoch.
  • Ich tue mir schwer, 600k bis 800k für eine Wohnung auszugeben.
  • Ich mag die Flexibilität von Vermögen, Tagesgeld und ETFs.

Gleichzeitig habe ich folgende Sorge:

Was ist, wenn meine Freunde in 25 Jahren schuldenfrei in ihren Wohnungen sitzen und ich immer noch Miete zahle?

Meine Gedanken

Rein rational denke ich oft:

  • ich spare gegenüber vielen Eigentümern monatlich mehrere hundert Euro
  • ich habe keinen Kreditstress
  • ich kann Vermögen aufbauen
  • ich habe aktuell rund 366k Vermögen und keine große Verschuldung

Emotional denke ich manchmal:

  • alle kaufen Eigentum
  • vielleicht bin ich zu vorsichtig
  • vielleicht bereue ich das mit 60

Was mich interessieren würde

  1. Gibt es hier Leute Ende 30 / Anfang 40, die bewusst Mieter geblieben sind?
  2. Bereut ihr es?
  3. Ab welchem Vermögen wurde euch Eigentum egal?
  4. Würdet ihr an meiner Stelle weiterhin investieren oder doch Eigentum priorisieren?

Ich freue mich über ehrliche Meinungen, auch kritische.

Danke euch!


r/fireGermany • • 16d ago

Strategie & Depot Wo ist in DE lean, normal, chubby, fat FIRE Budget? (netto pro Monat, 1 Person)

17 Upvotes

Eine Person.

Schreibt auch gern wie sich das eurer Ansicht nach zu paar übersetzt (x1.5?)

2149 votes, 14d ago
34 Lean: 500€, normal 1k, chubby 1.5k, Fat: 2k
76 Lean: 750€, normal 1.5k, chubby 2.5k, Fat: 3.5k
519 Lean: 1k€, normal 2k, chubby 3.5k, Fat: 5k
883 Lean: 1.5k€, normal 3k, chubby 5k, Fat: 7k
402 Lean: 2k€, normal 4k, chubby 6k, Fat: 10k
235 Lean: 2.5k€, normal 5k, chubby 8k, Fat: 15k

r/fireGermany • • 17d ago

Strategie & Depot Mit welchem Lebensalter plant ihr?

32 Upvotes

Mich würden eure Gedanken zu folgendem Thema interessieren:

Ich bin männlich und Ende 40. Laut den Sterbetafeln des Statistischen Bundesamtes erreiche ich das offizielle Renteneintrittsalter nur mit einer Wahrscheinlichkeit von 85 %. Statistische gesehen endet meine Healthy Life Expectancy bereits mit 75 Jahren, ab da muss ich also mit deutlichen gesundheitlichen Einschränkungen rechnen.

Mit diesen Zahlen vor Augen sehe ich inzwischen jedes Jahr ab 70 als Gewinn. Ich bin froh, wenn ich dann überhaupt noch lebe, und gehe davon aus, dass die Rente für die späten Jahre schon irgendwie reichen wird.

Das verändert meine FIRE-Planung natürlich massiv (siehe Rechnebeispiel unten), da ich Entnahme nur noch bis zu diesem Horizont kalkuliere.

Wie seht ihr das?

Rechenbeispiel (zur Illustration):

Bei 4% Realrendite (7% nominal) und 3500 EUR / Monat Bedarf und angenommener Rente von 1200 EUR ab 67 (jeweils in heutiger Kaufkraft) tragen mich ca. 500k EUR bis 70, wenn ich bis 90 rechne, brauche ich fast doppelt so viel, und müsste bei einer Sparrate von 5k/Monat 3-4 Jahre länger arbeiten.


r/fireGermany • • 18d ago

Strategie & Depot Ändert ihr eure Asset Allokation bei den steigenden Zinsen dieser Tage?

12 Upvotes

M 43 hier, seit 3 Jahren FIRE.

Während meiner Ansparphase hatte ich größtenteils einen 90:10 Split zwischen ETFs und Tagesgeld/Notgroschen, der sich dann zum Erreichen von FI zu 80:20 verschoben hat. Das war eine bewusste Entscheidung, ich wollte gerade für sie erste Zeit eine Festgeldleiter haben, um das Sequence-of-Return Risiko abzufedern, so dass ich in den ersten Jahren nie gezwungen bin, mit Verlust zu verkaufen, sollte die Börse einen Monat nach meiner Kündigung crashen.

Momentan bin ich allerdings durch die hohen Zinsen jenseits von 4% welche es zur Zeit gibt, versucht, mehr auf 70:30 zu verlagern. Der Gedanke hier ist "wenn ich eh nur 3,5% - 4% entnehme, kann ich doch den selben Cashflow auch ganz ohne Risiko mit einer 4% Anlage generieren"

Wie macht ihr das? Lasst ihr euch durch hohe Zinsen in eurer Anlagestrategie beeinflussen oder zieht ihr eisern eure ETF only Strategie bis ins hohe Alter durch?