Es geht um den Fall, wo eine heilige Rentner-Autofahrerin damals zur EM 2024, als Ungarn in Stuttgart gespielt und die Polizei Viktor Orban, den Präsidenten Ungarns, zum Flughafen begleitet hat, einen Polizisten an einer Kreuzung umgenietet hat. Der Polizist ist verstorben. Heilig trifft es hier.
Die heilige Autofahrerin ist in Berufung gegangen. Sie habe die Absperrung nicht erkannt. Das ganze wird jetzt vor der Autojustiz durchgekaut. Wir alle wissen, was das bedeutet.
Das "geile" an dem Fall ist, es ist nicht die Konstellation, wie wir sie sonst immer kennen: Ein Radfahrer als Verkehrsteilnehmer fünfter Klasse (natenom z.B.) wird von einem heiligen Autofahrer weggenascht und die Staatsanwaltschaft und Autojustiz haben eher so semi Interesse daran, den Autofahrer zu verknacksen.
Das ist hier anders. Hier ist ein Polizist zu Schaden gekommen. Und mit der Polizei möchte es sich die Staatsanwaltschaft natürlich nicht verscherzen. Also wird entsprechend energisch reagiert und gearbeitet. Berufung, hohe Strafe gefordert, usw.
Jetzt hängt wirklich mal alles am Autorichter und an der Autojustiz. Bin gespannt, wie das ausgeht. Und daran könnten wir als leidgeplagte Radfahrer auch mal erkennen, was eigentlich möglich wäre an möglicherweise harten Urteilen.
Warum muss ich mich nun auskotzen? Weil es die Rentnerin wagt, ihre fcking Bewährungsstrafe nicht einfach zu akzeptieren. Das ist schon eine sehr weiche Strafe. Wie kann man so empathielos sein. Aber was erwarte ich von Autofahrern.