Hallo
Ich schreibe und bitte um Rat, weil ich mich ein bisschen unentschlossen und unsicher fühle in einer langjährigen Freundschaft Partnerschaft mit meinem einzigen und besten Freund.
Er ist 20 Jahre älter und steht mir seit 8 Jahren bei.
am Anfang war es ein beistehen , da ich aus der essstörungsklinik einfach ausgebrochen bin und dann auf mich alleine gestellt war und ich dann irgendwann realisiert habe, dass ich es alleine nicht hinkriege ohne soziales Netz und Sicherheit.
Das heißt ich habe ihn näher kennengelernt und Vertrauen gewonnen in einer Zeit wo ich körperlich und psychisch absolut nicht fit war sondern eher näher am Tod als an einem funktionierenden Körper.
Er meinte er hat mich in der Zeit davor schon kennengelernt und hatte das Gefühl dass das gut klappt mit mir wusste damals noch nichts davon, dass ich Anorexie in dem schweregrad hatte und versucht seit 8 Jahren konsequent mir einen Platz in seinem Leben zu geben und eine Partnerschaft mit mir zu führen.
Nun ist es so dass ich erst seit drei Jahren meine Periode wieder habe und was Partnerschaft angeht und Freundschaften Null Erfahrungen hatte und einfach auf ihn angewiesen war und so ein bisschen mitgemacht habe, obwohl ich nicht wirklich in dem Bereich war, wo ich wusste was mir gut tut und was nicht.
ich hatte auch keine Ahnung von Beziehung und Kommunikation und Bedürfnissen.
So hatte er sich z.b ab einem gewissen Zeitpunkt ungeliebt gefühlt, weil ich kein keinen Sex wollte und auch sehr sparsam war mit körperliche Nähe ihm gegenüber . Ich war auch nicht körperlich in dem Zustand wo Sexualität Sinn machte und habe es dann aber irgendwann angefangen ein bisschen zuzulassen.
Er pflegt beide Eltern, die beide krank sind vollzeit, weil es auch sein haupterwerb ist und er dort gratis wohnen kann und nun kam es ,dass die demente Mutter von ihm angefangen hat mich zu hassen mich jeden Tag zu drangsalieren und mich auch aufs übelste beschimpft hat .
ich habe in der Zeit keine Hilfe von ihm bekommen, sondern musste das über mich ergehen lassen
. Er konnte sich auch wirklich hineinversetzen warum das so belastend war für mich und ich hatte in dem Zeitpunkt flashbacks, depersonalisierung und bin dann später in die hyperviliganz rein weil ich dieses Szenario mit seiner Familie als absolute Bedrohung wahrgenommen habe.
In dem Zeitpunkt bin ich schwanger geworden von ihm er hat sich gefreut .
aber ich habe mich gefreut als ich abgetrieben habe, weil ich wollte diese familienkonstellation kein Kind rein bekommen wo ich mich gehasst fühle von der Mutter und irgendwie so ein bisschen drauf warte dass beide sterben.
Es belastet mich emotional sehr, dass ich nicht wirklich weiß was ich mit ihm machen soll , weil er ist mein langjähriger und bester Freund aber ich habe gefühlt sehr wenig emotionale Verbindung zu ihm so vom Herzen.
Aus diesem Grund habe ich mich auch mehrfach schon irgendwie verknallt oder hatte Probleme mit limeranz.
Ich fühle mich eigentlich konsequent einsam in der Beziehung zu ihm auch wenn ich rational weiß , dass er sehr viel für mich tut aber irgendwie berücksichtigt er nicht , dass seine Handlungen und seine Entscheidungen Konsequenzen für mich haben so ist es z.b ganz oft der Fall dass er mir sagt er kommt mich besuchen und dann tut er das doch nicht, weil irgendwas dazwischen gekommen ist und er nicht berücksichtigt , dass er da einfach mal mich anrufen kann.
Es nervt mich gefühlt zu warten bis beide Eltern sterben, damit ich das Gefühl habe von von einer Freundschaft oder Partnerschaft die wirklich echt ist und er gibt ,zu dass es schon ein bisschen so ist.
Aber ich habe irgendwie keine Lust zu warten bis 40 bin. Ich bin müde , fühle mich unerfüllt , habe keine Leidenschaft in ihm oder mit ihm und fühle mich auch körperlich nicht wirklich hingezogen .
ich meine es es gab Phasen, wo das der Fall ist aber in der letzten Zeit eher nicht mehr.
Nun hätte ich aber ein schlechtes Gewissen die Beziehung zu ihm aufzulösen ,weil er 8 Jahre lang sehr viel für mich getan hat aber er weiß davon, dass ich unzufrieden bin.
er hat auch mitbekommen wie ich eine extrem intensive limerance hatte für für einen anderen Mann.
Ein Problem ist auch der Altersunterschied und ich ich merke einfach dass das ich ihm nicht beim Verfall zusehen kann.
ich meine irgendwann wird der Fall sei, dass er einfach deutlich älter ist und sich das Alter bemerkbar macht und ich habe eigentlich nicht Lust ein Kind mit jemanden auf die Welt zu setzen von dem ich nicht weiß, ob er nicht morgen einen Herzinfarkt kriegt.
Ich habe von Beziehungen mit gleichaltrigen Abstand genommen.
Weil ich nicht wirklich weiß wie ich eine Beziehung mit gleichaltrigen gestalten soll, wenn die Hälfte davon nur im Internet rumhängt und diese schönheitsideale hat oder ich wieder welchen begegnen könnte, die mich misshandeln.
Deshalb bleibe ich lieber in einer Freundschaft beziehungskonstellation die sich vernünftig anfühlt , aber mich in der lebensphase die ich jetzt bin wieder sexuell noch seelisch wirklich glücklich macht.
Ich meine ich fühle auch keine Hingabe zu ihm sexuell oder oder fühle mich in irgendeiner Weise erregt.
Es ist nicht so dass ich es mit ihm wirklich genieße aber ich habe Vorfreude auf treffen und und fühle mich wohl.
Ich meine ich hatte Phasen , wo ich froh und dankbar war und auch so eine seelische Verbindung zustande kam mit der ich mich wohl gefühlt habe, aber manchmal ist das auch wie rausradiert aus meinem Kopf und ich kann nicht sagen woran das liegt.
vielleicht einfach daran dass ich ihn sehr wenig sehe gemessen an dem, was der Tag hat.
Er kritisiert meinen Körper nicht, versucht mich zu fördern unterstützt mich bezahlt was zu essen bezahlt mal Schuhe versucht Zeit am Tag für mich einzuplanen Lösungen zu finden mir zuzuhören versucht mich auch seelisch zu unterstützen und ist recht verantwortungsbewusst er will auch keine Macht über mich und ist bereit an sich zu arbeiten.
Er hat sich heute beschwert dass er gefühlt nur noch kritisiert wird.
Ich meine ich ich sehe keine Zukunft in dieser Form der Partnerschaft mit ihm aber ich will ihn als Freund nicht verlieren.
Wie sehen das andere ?