r/Tirol • • 4d ago

Russisches Staatsfernsehen: „Südtirol Vorbild für Donbas!“

https://www.suedtirolnews.it/politik/russisches-staatsfernsehen-suedtirol-vorbild-fuer-donbas

Bozen/Rom/Moskau – Südtirols und Italiens Politik wird von einem Knaller erschüttert. Die Italien-Korrespondentin des russischen Staatssenders Rossija 1, Asya Emelyanova, widmete der Südtirolautonomie einen siebenminütigen Fernsehbeitrag. Darin stellt sie das Südtiroler Autonomie- und Sprachmodell – selbstverständlich aus der Sicht des Kremls – als Vorbild für eine vermeintliche Lösung des Donbass-Konflikts in der Ukraine dar.Darin stellt sie eine direkte Gleichsetzung zwischen dem Autonomie- und Minderheitenschutzmodell Südtirols („Südtiroler Rezept“) und der Situation im Donbass her. Ein international anerkanntes, friedliches Autonomiemodell innerhalb der EU wird dabei als Legitimationsfolie genutzt, um den russischen Gebietsanspruch beziehungsweise die Separatismus-Rhetorik im Donbass als ein bloßes „Recht auf Sprach- und Identitätsschutz“ darzustellen.Der Fernsehbeitrag von Asya Emelyanova für Rossija 1 lebt von polarisierenden Gegenüberstellungen und arbeitet von Beginn an mit der These „Südtirol ist nicht Italien“ („Südtirol ist nicht Italia“). Sprachliche Elemente wie Hotel-TV-Kanallisten (ORF/ZDF vor RAI), Speisekarten („Prosciutto“ wird zu „Speck“, „Pane“ zu „Schüttelbrot“) und zweisprachige Schilder werden so verdichtet, dass der Eindruck entsteht, die italienische Identität sei nur eine aufgezwungene Fassade („nur auf dem Papier/im Pass“).Im Videobeitrag von Asya Emelyanova nimmt Sven Knoll, Landtagsabgeordneter und Fraktionssprecher der Süd-Tiroler Freiheit, eine zentrale Rolle ein. Seine Aussagen dienen der Italien-Korrespondentin des russischen Staatssenders Rossija 1 als Hauptargument, um das Südtiroler Autonomiemodell und den Wunsch nach Selbstbestimmung als Parallele zum Donbass darzustellen.Die Szene auf seiner Terrasse in Tramin mit einem Knödel-Tris aus Spinat-, Speck- und Käseknödeln dient der Korrespondentin als Aufhänger für die Metapher des Südtiroler Autonomiemodells.Zudem werden Zitate von Giorgia Meloni aus der Vergangenheit herangezogen, um zu zeigen, dass die Zentralregierung in Rom den Minderheiten skeptisch gegenübersteht. Dies stärkt die Argumentation des Beitrags, dass Autonomien ständig gegen die Hauptstadtebene verteidigt werden müssten.Der Videobeitrag für den russischen Staatssender Rossija 1 dürfte in Südtirol und in der italienischen Politik hohe Wellen schlagen.

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u/Anonym_aus_Gruenden 3d ago

Als Südtioler nein danke, wir wollen nicht von solchen Faschisten als Vorbild und ausrede für ihre Sachen genutzt werden.

Abgesehen davon das die Aussagen auch einfach zu einem guten teil nicht stimmen, ausserdem haben wir sogar 3 sprachige Schilder (Ladinisch)

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u/Starskeet 3d ago

Aber südtirol würde nur genommen weil österreich-ungarn nicht mehr existierte und war ein verlierer im Krieg. Ukraine existiert schon UND verliert nicht den Krieg. Man soll das gleiche mit gleichen vergleichen.

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u/Professional-Log-108 3d ago

Die Annexion von Südtirol war trotzdem eine Verletzung des Selbstbestimmungsrechts, Krieg verloren hin oder her. Italien ist der "rechtmäßige" Eigentümer von Südtirol auf dieselbe Weise wie Russland der "rechtmäßige" Eigentümer der Krim ist, nämlich gar nicht.

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u/Final_Influence_2367 3d ago

Das stimmt halt nicht. Österreich hat den Vertrag von St- Germain-en-Laye unterzeichnet.

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u/Professional-Log-108 3d ago

Selbstbestimmungsrecht gehört zum Menschenrecht und kann nicht durch eine unfreiwillige Unterschrift aufgehoben werden

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u/Express_War3103 3d ago

Gab es in der damaligen Zeit schon so ein ausgeprägtes Selbstbestimmungsrecht?

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u/Professional-Log-108 3d ago

Niedergeschrieben nein soweit ich weiß, aber das Konzept war natürlich bekannt. Der Grund warums genau hier so wichtig ist, ist weil sich die Entente im ersten Weltkrieg durchwegs auf das Selbstbestimmungsrecht berufen hat um Bestrafung der Mittelmächte zu rechtfertigen. Und in den meisten Fällen hat das zumindest oberflächlich auch Sinn gemacht, Südtirol ist halt die große Ausnahme. Südtirol war damals rund 85% deutschsprachig, und wollte bis nach dem zweiten Weltkrieg immernoch mit Österreich wiedervereint werden. Also einerseits haben die Sieger von Selbstbestimmung geredet, andererseits hat man das eigene Programm und die eigenen Versprechen ignoriert um härtere Strafen auferlegen zu können. Wilsons 14 Punkte haben sogar explizit enthalten, dass die Grenze von Italien laut Volksangehörigkeit angepasst werden soll, was dann im Endeffekt natürlich nicht gemacht wurde.

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u/Historical_Body6255 1d ago

Das Unterzeichnen eines Diktatfriedens hebelt aber nicht die UN-Charta aus.

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u/TreefingerX 3d ago

Am Tiroler Wesen soll die Welt genesen

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u/Jack_Mehoff_420_69 2d ago

Hom si docht "moch mas wia de, donbasts scho."

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u/diabolus_me_advocat 1d ago

Russisches Staatsfernsehen: „Südtirol Vorbild für Donbas!“

gern!

nur wird zar wladimir das nie zulassen