1857
1 Nov 1857 · BVN-1857,16 · To David Ernst and Wilhelmine Oehler
I spent my birthday very nicely, only somewhat more quietly than usual. We had postponed the celebration because Wilhelm Pinder was still unwell, but he has already improved a great deal.
[Meinen Geburtstag habe ich sehr hübsch verlebt, nur etwas ruhiger als gewöhnlich. Wir hatten nämlich die Feier aufgeschoben, weil Wilhelm Pinder noch unwohl war, jetzt aber sich schon sehr gebessert hat.]
1858
9 Oct 1858 · BVN-1858,23 · To Franziska Nietzsche
Alumnus Portensis. Don't forget my birthday! You can quite well send me a cake, since there are only 8 in my room. A box would also be very welcome, like my green one, in which I could put everything such as pencil, scissors, sewing things.
[Alumnus Portensis Vergiss meinen Geburtstag nicht! Du kannst mir recht gut einen Kuchen schicken, da blos 8 in meiner Stube sind. Sehr lieb wäre mir auch ein Kasten, ähnlich wie mein Grünen, wo ich alles wie Bleistift, Schere, Nähzeug hineinstecken könnte.]
11 Oct 1858 · BVN-1858,24 · To Franziska Nietzsche
For my birthday just send me something substantial, that is, roughly 40 letters and 20 crates and boxes full of presents. Then do write and tell me what to do about the laundry, where to pack it, etc. (If, by the way, you don't know the books, just tell Wilhelm, he'll find them.) Don't wait for my birthday first; two crates will fill up as well. Then send me neckerchiefs, shirt-fronts and other small things. So far I like it at Pforta quite tolerably, even if the thought "if only I had stayed in Naumburg" sometimes creeps in.
[Zu meinen Geburtstag schickt mir nur was Tüchtiges, das heißt ungefähr 40 Briefe und 20 Kisten und Kasten voll Geschenke. Dann schreib mir doch wie ich’s mit der Wäsche halten soll, wohin sie packen usw. (Wenn ihr übrigens die Bücher nicht kennt, so sagt’s nur Wilhelm, der wird sie schon finden.) Warte nicht erst meinen Geburtstag ab, zwei Kisten werden auch wohl voll werden. Dann schicke mir doch Halstücher, Vorhemdchen und andre Kleinigkeiten. Bis jetzt gefällt es mir in Pforta ganz leidlich, wenn sich auch mitunter der Gedanke „War’ ich doch in Naumburg geblieben“ hineinmischt.]
16 Oct 1858 · BVN-1858,25 · To Franziska Nietzsche
I am writing only to thank you many times again for everything you sent me for my birthday. You gave me great joy with all of it. How lovely the beautiful cake was, packed in wine, nuts and flowers! With what joy I looked over the dear books!
[Ich schreibe nur, um dir noch recht viele Mal für alles, was du mir zu meinem Geburtstag geschickt, zu danken. Du hast mir mit allen große Freude bereitet. Wie nett war der schöne Kuchen in Wein, Nüssen und Blumen eingepackt! Mit welcher Freude habe ich mir die lieben Bücher angesehn!]
7 Nov 1858 · BVN-1858,32 · To David Ernst Oehler
Forgive me for thanking you only today for your good wishes and the thaler for my birthday. I had long meant to do so. But you wouldn't believe how tightly our time is filled, and if a moment is free, I have to write to Mamma in Naumburg, since I still lack various necessities. — As I heard, Grandmamma was in Naumburg, and I was very sorry not to be able to see her.
[Verzeihe, daß ich erst heute dir für Deine Glückwünsche und den Thaler zu meinem Geburtstag danke. Schon längst hatte ich vor, dies zu thun. Aber du glaubst nicht, wie genau unsre Zeit ausgefüllt ist und ist einmal ein Augenblick leer, so muß ich nach Naumburg an die Mamma schreiben, da mir noch manches Nothwendige fehlt. — Wie ich gehört habe, ist die Großmamma in Naumburg geweßen und es hat mir sehr leid gethan, sie nicht sehen zu können.]
1859
[Late Mar – early Apr 1859] · BVN-1859,62 · To Wilhelm Pinder
I have now thought of a birthday wish — admittedly far, far off — but I prefer my wishes to be settled long beforehand rather than wavering forever. You will be surprised: I wish for Gaudy's works.
[Ich habe mich jetzt auf einen Geburtstagswunsch besonnen — allerdings weit, weit noch hinaus — aber dennoch ist es mir lieber, wenn meine Wünsche lange vorher, feststehen, als wenn sie ewig umherwanken. Du wirst dich wundern — ich wünsche mir nämlich — Gaudy’s Werke.]
15 Aug 1859 · BVN-1859,87 · To Franziska Nietzsche
Today two shirts, bedding and stockings follow. Since you want to leave in 4 weeks, I will send you my birthday list. First I wish for Don Quixote, translated by Tieck, 25 Sgr. Then, if dear Uncle, Lisbeth and Wilhelm Pinder want to give me something, I wish for Platen's biography, 15 Sgr.
[Es folgen heute zwei Hemden, Bettzeug, Strümpfe Da ihr in 4 Wochen schon fort wollt will ich euch meinen Geburtstagszettel schicken. Zuerst wünsche ich mir den Don Quixote übersetzt von Tiek, 25 Sgr. Dann wenn mir der liebe Onkel, Lisbeht und Wilhelm Pinder etwas schenken wollen, so wünsche ich mir Platens Biographie 15 Sgr.]
22 Aug 1859 · BVN-1859,89 · To Wilhelm Pinder
What should I wish for my birthday? Wishing you a very prompt reply, your friend F. N. Semper nostra amicitia manet! [Our friendship endures always!]
[Was soll ich mir zum Geburtstag wünschen? Recht baldige Antwort wünscht Dein Freund F. N. Semper nostra amicitia manet!]
8 Sep 1859 · BVN-1859,93 · To Franziska Nietzsche
How are things going for my birthday?? A shirt follows. Likewise two napkins, a coat and a waistcoat.
[Wie stehts zu meinem Geburtstag? ? Ein Hemd folgt. Ebenso zwei Servietten, Rock und Weste.]
25 Sep 1859 · BVN-1859,97 · To Franziska and Elisabeth Nietzsche
Now what is actually going to happen with my birthday? I am very curious, especially as I deliberately wish for nothing in particular. But I do get a letter from Corensen? — Today I am sending you 1 pair of stockings, 1 shirt, a duvet cover, 3 shirt-fronts and 1 handkerchief.
[. — Nun wie wird es eigentlich mit meinem Geburtstag? Ich bin sehr neugierig, besonders da ich eigentlich mir absichtlich nichts bestimmtes wünsche. Einen Brief von Corensen bekomme ich aber doch? — Ich schike euch heute 1 Paar Strümpfe 1 Hemd Bettüberzug, und 3 Vorhemdchen und 1 Taschentuch.]
1860
20 Oct 1860 · BVN-1860,188 · To Franziska Nietzsche
That is altogether very nice about my birthday, that I always still have something to look forward to. — I have also written to Wilhelm and Gustav. Would you be so kind as to forward the letter there. — Now farewell, dear Mamma!
[Das ist überhaupt sehr hübsch bei meinem Geburtstag, daß ich immer noch etwas zu erwarten habe. — An Wilhelm und Gustav habe ich auch geschrieben. Du bist wohl so gütig und besorgst den Brief dahin. — Nun leb wohl, liebe Mamma!]
1861
[Early Sept 1861] · BVN-1861,264 · To Franziska and Elisabeth Nietzsche
One must soon think of the birthday as well. Farewell! Write to me very soon! Your Fritz.
[Man muß jetzt nächstens auch an den Geburtstag denken. Lebt recht wohl! Schreibt mir recht bald! Dein Fritz.]
12 Oct 1861 · BVN-1861,281 · To Franziska and Elisabeth Nietzsche
I expect everything by Tuesday at the latest, when, by the way, I want absolutely no congratulations, not a syllable of them. For my birthday is only on Friday. It will be time to stop, by the way; I am quite well, and I hope you are too. So still no improvement? That is bad. Give Uncle my best, and Lisbeth too, who may perhaps take care of the matter in question for me on Tuesday.
[Alles erwarte ich spätestens Dienstag, wo ich übrigens durchaus keine Gratulation haben will, aber auch mit keiner Sylbe. Denn mein Geburtstag ist erst Freitag. Es wird übrigens Zeit sein, aufzuhören; es geht mir ganz wohl, mag es euch immer auch so gehn. Also immer noch keine Besserung? Das ist schlimm. Grüß den Onkel recht schön von mir, Lisbeth gleichfalls, die mir vielleicht Dienstag das Betreffende besorgt.]
1862
[c. 18 Jan 1862] · BVN-1862,293 · To Franziska and Elisabeth Nietzsche
I would admittedly rather have saved the money for a summer-holiday trip (for which there are still 2 thalers from my Nuremberg trip and 3 thalers from my birthday), but I need it more urgently now. Give Lisbeth my best and tell her she really should come with me to Almrich tomorrow; I have something to ask her. — By the way, I did not break the box, but found it demolished in this way at Pforta when I came from Naumburg after the holidays.
[Ich hätte mir das Geld freilich lieber zu einer Hundstagsreise aufgespart, (zu der noch 2 Th. von meiner Nürnbergreise und 3 Th. vom Geburtstag da sind) aber ich brauche es jetzt notwendiger. Grüße Lisbeth recht schön von mir und sage ihr, sie möchte doch ja morgen mit nach Almrich kommen, ich hätte sie etwas zu fragen. — Den Kasten übrigens habe ich nicht zerbrochen, sondern in dieser Weise demolirt in Pforta vorgefunden, wie ich von Naumburg aus den Ferien kam.]
1863
25 Sep 1863 · BVN-1863,382 · To Franziska and Elisabeth Nietzsche
Just this practical remark: this time I want and have to share much of my birthday cake with others. The last birthday that we will spend so close together. Next time you will send me my presents who knows where. I thank Lisbeth warmly for her letter, which, with various starts of mood and just as many paragraph breaks, looked quite odd. So for this birthday, too, I really wish only for scholarly works, namely these: Die Nibelungen, edited by Lachmann, with glossary, 1851, Berlin, Gsellius, 1 thaler 6 Sgr. G.
[Nur noch diese sachliche Bemerkung, daß ich diesmal vielen von meinem Geburtstagskuchen mittheilen will und muß. Der letzte Geburtstag, den wir so nah zusammen verleben. Das nächste Mal sendet ihr mir meine Geschenke wer weiß wohin. Lisbeth danke ich recht für ihren Brief, der mit verschiedenen Stimmungsansätzen und ebensoviel Absätzen sich recht wunderlich ausnahm. So werde ich auch jetzt zu meinem Geburtstage mir eigentlich nur wissenschaftliche Werke wünschen, und zwar sind es folgende: Die Nibelungen. Herausgegeben von Lachmann. Mit Glossar. 1851. Berlin, Gsellius, 1 Thl. 6 Srg. G.]
[c. 13 Oct 1863] · BVN-1863,387 · To Franziska and Elisabeth Nietzsche
As far as I know — I believe I am not mistaken — next Thursday, when we have a thoroughly work- and effort-filled day of lessons, I celebrate my birthday. [...] Do write me a really detailed letter for my birthday; I am so looking forward to it. — Next Monday is our ceremony for the fiftieth anniversary of the Battle of Leipzig. This time I do not care to recite a poem. Hoffmann v.
[Soviel ich weiß — ich glaube mich nicht zu irren — feire ich nächsten Donnerstag, wo wir einen rechten Arbeit- und Mühereichen Lektionstag haben, mein Geburtsfest. [...] Schreibt mir doch zu meinem Geburtstag einen recht ausführlichen Brief, ich freue mich so darüber. — Nächsten Montag ist unser Aktus zur fünfzigjähr. Feier der Leipziger Schlacht. Ich mag diesmal kein Gedicht vortragen. Hoffmann v.]
16 Oct 1863 · BVN-1863,389 · To Franziska and Elisabeth Nietzsche
So I have once again happily lived through my birthday, and apart from the fact that it was a thoroughly full day of lessons, and that the feeling of being 19 years old is not among the most agreeable, I felt quite well and cheerful all day.
[So habe ich denn meinen Geburtstag wieder einmal glücklich verlebt, und abgesehn davon, daß es eben ein recht tüchtiger Lektionstag war, und daß das Gefühl 19 Jahre alt zu sein nicht zu den angenehmsten gehört: ist es mir den ganzen Tag recht wohl und heiter gewesen und ergangen.]
1864
4 Jul 1864 · BVN-1864,432 · To Wilhelm Pinder
Dear Wilhelm, Gustav's and my birthday we have never celebrated together in our threesome in recent years; yours, still most often, almost always. That too is now over. A sheet of paper must now say what the mouth once said; and if the mouth did not say it, the glance did; and if the glance did not, your own thought.
[Lieber Wilhelm, Gustavs und meinen Geburtstag haben wir in den letzten Jahren nie zusammen in unsrer Dreiheit gefeiert, den Deinigen noch am häufigsten, ja fast immer. Das ist nun auch vorüber. Ein Blatt muß nun aussprechen, was sonst der Mund sagte; und sagte es der Mund nicht, so der Blick; und sagte es der Blick nicht, so Dein eigner Gedanke.]
8 Oct 1864 · BVN-1864,446 · To Franziska and Elisabeth Nietzsche
Dear Mamma and Lisbeth, I would so like to give you news of myself before my birthday, which unfortunately I cannot spend in Bonn; rather, since Frau Pastorin Deussen has her birthday on the same day, I shall celebrate it here, as far as that is possible, and travel to Bonn early on 16 Oct. So this time I may expect neither letters nor presents on my birthday. Transport to these parts is too difficult. How shall I now describe my life so far to you? The impressions are strong, colourful, highly varied.
[Liebe Mamma und Lisbeth, Gar zu gern möchte ich Euch Nachricht von mir vor meinem Geburtstage geben, den ich leider nicht in Bonn verleben kann; vielmehr werde ich, da an demselben Tage die Frau Pastorin Deussen ihren Geburtstag hat, ihn hier feiern, soweit dies möglich ist, und am 16 Ot. früh nach Bonn abreisen. Weder Briefe noch Geschenke darf ich also dies mal an meinem Geburtstage erwarten. Der Transport ist so nach diesen Gegenden zu sehr schwer. Wie soll ich Euch nun mein bisheriges Leben beschreiben? Die Eindrücke sind stark, bunt, höchst mannigfaltig.]
12 Oct 1864 · BVN-1864,447 · To Franziska and Elisabeth Nietzsche
As for my birthday, it is best that you simply write to me and send nothing to Oberdreis. Any transport here is extraordinarily difficult. Altenkirchen is about 2 hours away. I shall write to Pastor Kletschke for his birthday on 1 Nov. I would think you should be a little grateful that I spare you some inconveniences in a forgivable way. Or do you think otherwise? — Greet and congratulate the dear Breslaus. Deussen and I share a birthday.
[Was meinen Geburtstag betrifft, so ist es das beste, ihr schreibt mir bloß, schickt mir indeß nichts nach Oberdreis. Jeder Transport hier ist außerordentlich schwierig. Altenkirchen ist gegen 2 Stunden entfernt. An Pastor Kletschke schreibe ich zu seinem Geburtstag zum 1 Nov. Ich dächte, ihr müßtet mir ein klein wenig dankbar sein, daß ich euch auf verzeihliche Weise manche Unannehmlichkeiten ersparte. Oder denkt ihr anders? — Grüße und gratuliere den lieben Breslaus. Deussen und ich haben zusammen Geburtstag.]
17–18 Oct 1864 · BVN-1864,448 · To Franziska and Elisabeth Nietzsche
I can pass more quickly over my birthday; early in the morning we sang, in front of Frau Pastor Deussen's bedroom, a four-part chorale, "Lobe den Herrn, o meine Seele" [Praise the Lord, O my soul], which I had rehearsed with the ladies and gentlemen.
[Ueber meinen Geburtstag kann ich schneller hinweggehn; früh morgens sangen wir vor dem Schlafzimmer der Frau Pastor Deussen einen vierstimmigen Choral „Lobe den Herrn, o meine Seele“, den ich mit den Damen und Herren eingeübt hatte.]
[Dec 1864] · BVN-1864,454 · To Friederike Daechsel
Finally I must, if somewhat late, still make up my thanks for your heartfelt birthday wishes, and above all for the dear picture of the late Grandmamma, which pleased me exceedingly. The picture of the late Father hangs above my piano, under a colour-print painting depicting the Deposition from the Cross. So I will tell you, my dear aunts, what will especially interest you, as I must expect from your dear birthday letter, my Aunt Rosalie: namely, about the religious conditions in Bonn.
[Zuletzt muß ich, wenn gleich etwas spät, noch meinen Dank für Eure herzlichen Geburtstagswünsche nachholen, und vor allem für das Liebe Bild der selgen Großmama, über das ich mich ausnehmend gefreut habe. Das Bild vom selgen Vater hängt über meinem Pianino unter einem Farbendruckgemälde, das die Kreuzesabnahme darstellt. Darum erzähle ich Euch, meine lieben Tanten, was Euch besonders interessiren wird, wie ich es ja nach Deinem lieben Geburtstagsbrief, meine Tante Rosalie, erwarten muß. Nämlich über die religiösen Zustände in Bonn.]
1865
22 Oct 1865 · BVN-1865,483 · To Franziska Nietzsche
How to thank you for the pleasant birthday gifts, some of which I can only use once my household is set up. I must remark, though, that I found no gloves, and just as little what you call a ball ornament. On my birthday we drank your health in champagne. Now adieu! Greet Uncle and Aunt for me — I would almost write "unknown", so little have we seen each other in recent years.
[Wie Dir zu danken für die angenehmen Geburtstagsgaben, die ich zum Theil erst gebrauchen kann, wenn mein Hausstand eingerichtet ist. Dabei muß ich doch bemerken, daß ich keine Handschuhe gefunden habe, ebenso wenig das, was Du als Ballschmuck bezeichnest. An meinem Geburtstag haben wir Euer Wohl in Champagner getrunken. Nun adieu! Grüße mir den Onkel und die Tante, ich möchte beinahe schreiben, unbekannter Weise, so wenig haben wir uns in den letzten Jahren gesehn.]
26 Oct 1865 · BVN-1865,484 · To Franziska and Elisabeth Nietzsche
Now I have thought over what I recently wrote about your dear birthday presents. Can it really have sounded so ungrateful? It pains me that I must believe so. And yet I can assure you that I am never grateful for presents to the degree that they please me, that they suit my mood.
[Nun habe ich darüber nachgedacht, was ich neulich über Deine lieben Geburtstagsgeschenke geschrieben. Sollte es wirklich so wenig dankbar geklungen haben? Es ist schmerzlich daß ich dies glauben muß. Und ich kann doch betheuern, daß ich nie für Geschenke in dem Grade dankbar bin, wie sie mir gefallen, wie sie etwa meiner Laune zusagen.]
[Late Oct – early Nov 1865] · BVN-1865,485 · To Friederike Daechsel and Rosalie Nietzsche
My dear aunts, our meeting last Sunday was so short that I could not even say what lay closest at hand: my best thanks for your dear birthday gifts. Although I did not spend this festive day among relatives, those who celebrated it with me were certainly very dear and excellent people. And I was certain that your thoughts and wishes were near me too.
[Meine lieben Tanten, unsre Begegnung am vorigen Sonntage war so kurz, daß ich nicht einmal das aussprechen konnte, was doch am nächsten lag: nämlich meinen besten Dank für Eure lieben Geburtstagsgaben. Obschon ich diesen festlichen Tag nicht im Kreise von Verwandten zubrachte, so waren es doch sicherlich sehr liebe und ausgezeichnete Menschen, die ihn mit mir feierten. Und ich war ja sicher, daß auch Eure Gedanken, auch Eure Wünsche mir nahe waren.]
12 Nov 1865 · BVN-1865,487 · To Franziska and Elisabeth Nietzsche
In your big crate there was also a parcel from Gersdorff; it contained Grimm's Festrede auf Schiller [commemorative speech on Schiller], one of my favourite speeches, beautifully bound, as a birthday gift. I have received few letters yet. Fairly often, though, greetings from Pforta boys. Recently it was the Almrich fair! Did you invite Wunderlich? With that the bag of questions, wishes and answers is emptied for now, and I have only to ask for a letter soon, especially about Gorenzen, the length of your stay and your return. Something belated from my birthday I have not yet told you.
[In Eurer großen Kiste war doch auch ein Paquet von Gersdorff; dies enthielt Grimms Festrede auf Schiller, eine meiner Lieblingsreden, schön gebunden, als Geburtstagsgabe. Briefe habe ich noch wenig bekommen. Ziemlich häufig aber Grüße von Pförtnern. Neulich war Almricher Kirmes! Habt Ihr denn Wunderlich eingeladen? Somit wäre der Beutel voller Fragen, Wünschen und Antworten einstweilen geleert und ich habe Euch nur noch um einen baldigen Brief zu bitten, besonders auch wegen Gorenzen, über die Dauer Eures Aufenthalts und eure Zurückkunft. Etwas Nachträgliches von meinem Geburtstag her habe ich Euch noch nicht gesagt.]
1866
[Nov 1866] · BVN-1866,526 · To Hermann Mushacke
Dear friend, your excellent last letter, with which you adorned my birthday table, was the only one that stood in for my friends, and it reminded me vividly of the many hours of stimulation, uplift and inner joy that I owe them so richly; and if it called your image most clearly to my soul, the reason is very obvious.
[Lieber Freund, Dein vortrefflicher letzter Brief, mit dem Du meinen Geburtstagstisch schmücktest, war der einzige, der meine Freunde vertrat und erinnerte mich recht lebhaft an die vielen Stunden der Anregung, der Erhebung und der innerlichen Freude, die ich ihnen so reichlich schulde: und wenn er mir gerade Dein Bild am deutlichsten vor die Seele rief, so liegt die Ursache dazu sehr nahe.]
1868
8 Oct 1868 · BVN-1868,591 · To Erwin Rohde
My only excuse is that I come of age only on 15 Oct. of this year, on which day I will also take off the military coat.
[Zu meiner Entschuldigung dient nur, daß ich erst am 15 Okt. d. Jahres mündig werde: an welchem Tage ich auch den militärischen Rock ausziehe.]
1869
1 Feb 1869 · BVN-1869,612 · To Wilhelm Vischer(-Bilfinger)
I, the son of a Protestant country pastor, was born on 15 October 1844 in the village of Röcken, not far from Merseburg, and spent the first four years of my life there.
[Ich, der Sohn eines protestantischen Landgeistlichen, wurde am 15ten Oktober 1844 in dem Dorfe Röcken, unweit Merseburg, geboren und verlebte hier die ersten vier Jahre meines Lebens.]
25 Sep 1869 · BVN-1869,29 · To Elisabeth Nietzsche
I also remember that my birthday falls in the time of our being together. Incidentally, the request to have a pair of trousers made for me at Haverkamp's, light, really light and strongly woollen. Then a dark waistcoat with a small neckline.
[Auch erinnere ich mich, daß mein Geburtstag in die Zeit unsres Zusammenseins fällt. Beiläufig die Bitte, mir bei Haverkamp ein Beinkleid machen zu lassen, hell, recht hell und stark wollig. Dann eine dunkle Weste mit kleinem Ausschnitt.]
16 Oct 1869 · BVN-1869,35 · To Friedrich Ritschl
Dear and most revered Herr Geheimrat, let me just reveal what very special joy your cordial letter gave me yesterday, which came "with utmost haste" at just the right moment, namely on the morning of my birthday. A fine and happy omen! But now I hurry to answer the particulars you mention. Since I leave here for Basel on Monday noon, I might still manage to obtain the Andresen manuscript beforehand, if such hastened dispatch is not inconvenient for you.
[Lieber und verehrtester Herr Geheimrath, daß ich Ihnen nur verrathe, welche ganz besondere Freude mir gestern Ihr herzlicher Brief machte, der gerade, mit „allster Eile“ zur allerrechtesten Zeit kam, nämlich am Morgen meines Geburtstages. Ein schönes und fröhliches Wahrzeichen! Ich mache mich aber nun eilig darüber, auf die angeführten Einzelheiten zu antworten. Da ich Montag Mittag von hier nach Basel abreise, so möchte es mir wohl noch möglich sein, vorher in den Besitz des Andresen’schen Ms’s. zu kommen: falls Ihnen eine solche beschleunigte Absendung nicht unbequem ist.]
18 Oct 1869 · BVN-1869,37 · To Wilhelmine Oehler
Dear and revered Grandmamma, today at noon my short stay in my homeland ends: it was so laborious and busy that I could hardly make any visits even on the spot, let alone have been able to give you personally my very best thanks for the kind attentions on my birthday. To do so at least in writing is the purpose of this last hour, and at the same time to express my heartfelt wish that I may long hear of your warm, benevolent feeling for me and of your comfortable, healthy and cheerful life among your children.
[Liebe und verehrte Großmama, heute Mittag geht mein kurzer Aufenthalt in der Heimat zu Ende: er war so arbeitsam und vielgeschäftig, daß ich selbst an Ort und Stelle fast keinen Besuch machen konnte, geschweige, daß es mir möglich gewesen wäre, Dir persönlich meinen allerbesten Dank für die liebenswürdigen Aufmerksamkeiten an meinem Geburtstage abzustatten. Dies nun wenigstens brieflich zu thun, soll mir noch diese letzte Stunde dienen, zugleich um Dir meinen herzlichen Wunsch auszudrücken, daß ich noch recht lange von Deiner warmen wohlwollenden Gesinnung für mich und von Deinem behaglichen gesunden und heiteren Leben im Kreise Deiner Kinder zu hören bekomme.]
19 Dec 1869 · BVN-1869,47 · To Carl von Gersdorff
Dearest friend, that I write so late this time I truly reproach myself: but believe me, the life of a young lecturer rushes by with tearing speed, so that unnoticed two months have suddenly passed since my birthday, and today's letter comes very post festum [after the feast], yet at the same time ad festum [for the feast], namely for the celebration of your own birthday. Unfortunately the printer is to blame that I cannot send a small gift with this letter, namely my Basel inaugural lecture, which I had printed only for the closest circle of friends and whose public circulation is entirely inadvisable.
[Theuerster Freund, dass ich diesmal so spät schreibe, mache ich mir wahrhaft zum Vorwurf: aber glaube mir, dass das Leben eines jungen Docenten mit reissender Schnelle vorüberrauscht, so daß unter der Hand plötzlich zwei Monate seit meinem Geburtstage vergangen sind, und mein heutiger Brief sehr post festum kommt, aber doch zugleich ad festum, nämlich zur Feier Deines eignen Geburtstages. Leider ist der Buchdrucker Schuld, dass ich nicht mit diesem Briefe gleichzeitig auch eine kleine Gabe absenden kann, nämlich meine Baseler Antrittsrede, die ich nur für den engsten Kreis meiner Freunde habe drucken lassen, und deren öffentliches Bekanntwerden durchaus unräthlich ist.]
1870
4 Nov 1870 · BVN-1870,106 · To Wilhelmine Oehler
My dear Grandmamma, you remembered me so kindly and with such rich gifts for my birthday that I very much wished to express my thanks to you in person. But my time had already run out; even an earlier plan, calculated for the celebration of your birthday, to come to Merseburg failed at the last moment. So it remains only to inform you of my grateful feelings in writing from here. On my return to Basel I found at once a wealth of business that had piled up during my long absence and now awaited me.
[Meine liebe Großmama Du hast mich zu meinem Geburtstage so freundlich und mit so reichen Gaben bedacht, daß ich sehr wünschen mußte, Dir persönlich meinen Dank auszudrücken. Aber meine Zeit war schon abgelaufen; ja ein früher gemachter, auf die Feier Deines Geburtstags berechneter Plan, nach Merseburg zu kommen, mißlang im letzten Moment. So bleibt mir denn nur übrig, von hier aus Dich brieflich von meinen dankbaren Empfindungen zu benachrichtigen. Bei meiner Rückkehr nach Basel fand ich sofort eine Fülle von Geschäften vor, die sich während meiner langen Abwesenheit aufgehäuft hatten und nun auf mich warteten.]
[23 Nov 1870] · BVN-1870,110 · To Erwin Rohde
Third joy: on my birthday I had the best philological idea I have had so far — well, that does not sound proud, and is not meant to. Now I am working on it. If you will believe me, I can tell you that there is a new metrics which I have discovered, compared to which the entire recent development of metrics from G. Hermann to Westphal or Schmidt is an aberration. (Letter headed "Basel, Wednesday, c. 27 Nov."; the edition gives 23 Nov. 1870.)
[Dritte Freude: an meinem Geburtstag hatte ich den besten philologischen Einfall, den ich bis jetzt gehabt habe — nun, das klingt freilich nicht stolz, soll’s auch nicht sein! Jetzt arbeite ich an ihm herum. Wenn Du mir es glauben willst, so kann ich Dir erzählen, daß es eine neue Metrik giebt, die ich entdeckt habe, der gegenüber die ganze neuere Entwicklung der Metrik von G.Hermann bis Westphal oder Schmidt eine Verirrung ist.]
[c. 23-27 Nov 1870] · BVN-1870,110 · To Erwin Rohde (this is the only one that isn't about N's birthday but it's funny so I left it)
To report my festive birthday greeting too: I wish you health, a professorship and, if it pleases, a wife.
[Meinen festlichen Geburtstagsgruß noch zu vermelden, ich wünsche Gesundheit, eine Professur und si placet — eine Frau.]
1871
16 Oct 1871 · BVN-1871,160 · To Paul Deussen
I wish you heartfelt luck for your journey, and thank you warmly for thinking of my birthday. I spent it with the friendly support of Rohde, v. Gersdorff, Krug and Pinder, with unusual solemnity. It was the last day of a reunion with the friends named: we spent the preceding week in Leipzig, in blissful commemoration.
[Für Deine Reise wünsche ich Dir von Herzen Glück, danke Dir auch bestens dafür, daß Du an meinen Geburtstag gedacht hast. Ich verlebte ihn unter dem freundschaftlichen Beistande von Rohde, v Gersdorff, Krug und Pinder, mit einer ungewöhnlichen Solennität. Es war der letzte Tag eines Wiedersehn’s mit den genannten Freunden: wir haben die vorhergehende Woche in Leipzig verbracht, in seliger Erinnerungsfeier.]
26 Oct 1871 · BVN-1871,164 · To Franziska and Elisabeth Nietzsche
And what solemnity and lavishness on my birthday! And generally, how comfortably you have arranged my existence there. Woe to you if you spoil me like this! I shall then come to Naumburg every holiday, and Lisbeth would never come to Basel again!
[Und welche Solennität und Üppigkeit an meinem Geburtstage! Und überhaupt wie behaglich habt Ihr meine Existenz dort eingerichtet. Wehe Euch, wenn Ihr mich so verwöhnt! Ich komme dann alle Ferien nach Naumburg: und Lisbeth käme nie wieder nach Basel!]
1872
15 Oct 1872 · BVN-1872,260 · To Richard Wagner
Today is for me the first day of a new year of life; so you will surely understand my heartfelt longing to send you a few words and thereby begin the new period.
[es ist heute für mich der erste Tag eines neuen Lebensjahres; da verstehen Sie gewiss meine herzliche Sehnsucht, ein paar Worte an Sie zu entsenden und damit den neuen Zeitraum zu beginnen.]
16 Oct 1872 · BVN-1872,262 · To Franziska Nietzsche
My dear good Mother, now the birthday is over, the new year begun — let us see that we conclude it honourably. I thank you from my heart for all the good you wished me and gave me. The benefit of the warm, comfortable stockings I enjoy at this very moment, a boon for "the trembling limbs". Your first letter, touching in its description of the expectation and tragic through the catastrophic appearance of the postman, reached me already in Basel — or rather, it wandered up the snowed-in Splügen and back to Basel, where I arrived already last Friday. My birthday brought me letters from Bayreuth; then from Romundt, from Gustav Krug, from Gersdorff, who goes to Italy in January and will spend next summer in Basel (to study chemistry and "culture", as he writes). Finally from our Lisbeth, who from Dreifelden makes herself heard, very content and detailed, promising still more detail.
[Meine liebe gute Mutter, nun ist der Geburtstag vorbei, das neue Jahr begonnen — sehen wir zu, daß wir es rechtschaffen beschließen. Ich danke Dir von Herzen für alles Gute, das Du mir gewünscht und das Du mir geschenkt hast. Die Wohlthat der warmbequemen Strümpfe genieße ich in diesem Augenblick, eine Wohlthat für „das schlotternde Gebein“. Dein erster Brief, rührend durch die Schilderung der Erwartung, und tragisch durch das katastrophenartige Erscheinen des Briefträgers, traf mich bereits in Basel — oder vielmehr — er wanderte auf den eingeschneiten Splügen und von da wieder zurück nach Basel, wo ich bereits am Freitag voriger Woche eintraf. Mein Geburtstag hat mir Briefe aus Bayreuth gebracht; dann von Romundt, dann von Gustav Krug, dann von Gersdorff, der um Januar nach Italien geht und nächsten Sommer in Basel zubringen wird (um Chemie und „Cultur“ wie er schreibt, zu studiren) Endlich von unserer Lisbeth, die von Dreifelden aus, sehr zufrieden und ausführlich, noch Ausführlicheres versprechend, sich vernehmen läßt.]
[c. 18 Oct 1872] · BVN-1872,263 · To Elisabeth Nietzsche
Sela. Your birthday present met me on the evening of 11 October on my return from the mountains and has since sufficiently proved itself — as a respectable vessel with no tendency to tip over and scald me! Likewise for your birthday letter — everything came this time as if dripping, slowly — but heavy drops, a kind of honey rain. Your letter, too, belonged to the thick drops. One is still awaited, my tongue is ready (like the Lällenkönig's) to receive it — Rohde's essay, which is finished but not yet in my hands.
[Sela. Dein Geburtstagsgeschenk empfieng mich am 11ten Oktober Abends bei meiner Rückkehr aus den Bergen und hat sich seitdem schon hinreichend legitimiert — als ein ehrsames Gefäß ohne Neigung umzufallen und mich zu verbrühen! Insgleichen für Deinen Geburtstagsbrief — es kam diesmal alles wie getröpfelt, langsam — aber schwere Tropfen, eine Art Honigregen. Auch Dein Brief gehörte zu den dicken Tropfen. Einer wird immer noch erwartet, meine Zunge ist bereit (wie die des Lällenkönigs) ihn zu empfangen — Rohde’s Schrift, die fertig, aber noch nicht in meinen Händen ist.]
18 Oct 1872 · BVN-1872,264 · To Carl von Gersdorff
Frau Wagner wrote to me from Bayreuth for my birthday; she was ill and has been lying in bed. A sore throat struck her after the exertions of moving into the second provisional home. At the beginning of November the round trip of all the theatre stations begins.
[Aus Bayreuth hat mir Frau Wagner zum Geburtstag geschrieben, sie war krank und hat zu Bett gelegen. Eine Halsentzündung überfiel sie, nach den Beschwerden des Umzugs in’s zweite Provisorium. Anfang November beginnt die Rundreise an allen Theaterstationen.]
1873
18 Oct 1873 · BVN-1873,318 · To Carl von Gersdorff
Heartfelt thanks for your birthday letter: on the day itself I was pretty badly off, as generally since your departure, but I fight my way through, especially now, when it is once again necessary to be healthy. I am asked for an "Appeal to the German Nation" in favour of Bayreuth; "will be seen to", as Tausig said. — From Fritzsch, despite repeated letters and Rohde's visit, no news; on the other hand I have come upon an altogether uncanny machination that demands my swift personal intervention in Leipzig.
[Herzlichen Dank für Deinen Geburtstagsbrief: am Tage selbst gieng mir’s schlecht genug, wie überhaupt seit Deiner Abreise, aber ich schlage mich durch, besonders jetzt, wo es wieder einmal noth thut, gesund zu sein. Man verlangt von mir einen „Aufruf an die deutsche Nation“ zu Gunsten Bayreuth’s; „wird besorgt“, wie Tausig sagte. — Von Fritzsch, trotz wiederholtem Brief und Rohde’s Besuch keine Nachricht: dagegen bin ich hinter eine ganz und gar unheimliche Machination gekommen, die meine schleunige persönliche Intervention in Leipzig verlangt.]
18 Oct 1873 · BVN-1873,319 · To Erwin Rohde
Since your departure I have dragged myself through with difficulty, had to lie in bed every third day, and was unable to celebrate your birthday as is fitting, with letters and gifts of wine. As for mine, I have resolved always to celebrate only the passing of a year and to watch the future approach with some resignation.
[Seit Deiner Abreise habe ich mich mühsam durchgeschleppt, mußte alle drei Tage zu Bett liegen und war außer Stande, Deinen Geburtstag, wie sichs gebührt, durch Briefe und Weinspenden zu feiern. In Betreff des meinigen habe ich mir vorgenommen, immer nur das Vorübersein eines Jahres zu feiern und die Zukunft mit einiger Resignation herankommen zu sehn.]
20 Oct 1873 · BVN-1873,321 · To Franziska Nietzsche
I received birthday letters from Wilhelm, from Gustav, from Gersdorff in Italy, from Deussen in Geneva and from Rohde, and from Bayreuth. With yours, seven in all. Dr. Fuchs from Berlin, too, recently gave very detailed news again and sends you greetings. October 1873. My dear Mother, I come so late to thank you for your good wishes and lovely gifts with which you remembered my birthday: so late because I was unwell for a good while and especially on the day itself, and now any kind of illness shows itself also in greater irritability of the eyes. (Excerpt order as supplied.)
[Briefe zum Geburtstage bekam ich von Wilhelm, von Gustav, von Gersdorff aus Italien, von Deussen aus Genf und von Rohde, sowie aus Bayreuth. Mit dem Deinigen also sieben Stück. Auch Dr. Fuchs aus Berlin gab neuerdings wieder sehr ausführliche Nachricht und läßt Dich grüßen. Oktober 1873 Meine liebe Mutter, ich komme so spät dazu Dir für Deine guten Wünsche und schönen Geschenke, mit denen Du meinen Geburtstag bedacht hast, zu danken: so spät, weil ich längere Zeit und zumal auch an dem genannten Tage selbst unwohl war, und jetzt jede Art von Erkrankung sich auch durch größere Reizbarkeit der Augen bemerkbar macht.]
1874
16 Oct 1874 · BVN-1874,397 · To Franziska and Elisabeth Nietzsche
I am writing right away a few words as a sign of my heartfelt joy and thanks for your wishes and gifts. The crate came entirely at just the right time…
[ich schreibe gleich ein Paar Worte zum Zeichen meiner herzlichen Freude und meines Dankes für Eure Wünsche und Gaben. Die Kiste kam ganz und gar zur rechten Zeit…]
3 Nov 1874 · BVN-1874,401 · To Elisabeth Nietzsche
What was the little bristle brush for among my birthday presents? Here there is plenty of fruit and still grapes. I do not know Prof. von der Mühll's bride; it is said to have gone quite normally Basel-style. Tell our dear Mother something good from me, and keep me dear. Your Fritz.
[Wozu war denn der kleine Borstwisch bei meinen Geburtstagsgeschenken? Hier giebt es viel Obst und immer noch Weintrauben. Die Braut des Prof. Von der Mühl kenne ich nicht, es soll ganz normal-baslerisch zugegangen sein. Sage unsrer lieben Mutter etwas Gutes von mir und behalte mich lieb Dein Fritz]
1875
18 Oct 1875 · BVN-1875,491 · To Franziska Nietzsche
The most unpleasant variations are only my relapses of illness (so I unfortunately lay in bed again on my birthday, with all the old symptoms). But leaving these bad guests aside, we have much joy in our guests, most recently Gersdorff. It seems Lisbeth and I run side by side like two good little horses in harness and do each other no harm; quite the contrary.
[Die unangenehmsten Abwechslungen bilden nur meine Krankheits-Rückfälle (so lag ich leider wieder meinen Geburtstag zu Bett, mit all den alten Symptomen) Aber wenn diese bösen Gäste abgerechnet werden, erleben wir viel Freude an unsern Gästen, so zuletzt noch an Gersdorff. Es scheint, Lisbeth und ich, wir laufen wie zwei gute Pferdchen im Geschirr neben einander her und thun uns kein Leides; vielmehr im Gegentheil.]
1876
16 Oct 1876 · BVN-1876,560 · To Franziska Nietzsche
I thank you from my heart for letter, greetings, wishes and gifts and would like to do so at greater length; only letter-writing is simply impossible for me…
[Ich danke von Herzen für Brief Grüsse Wünsche und Gaben und möchte es gern ausführlicher thun: nur ist mir Briefschreiben geradezu unmöglich…]